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"Das Boot" - Das Original: Abtauchen in eine große TV-Vergangenheit
DPA/ ARD

Endlich machen auch die Deutschen gutes Fernsehen, heißt es angesichts des Serien-Booms. Aber schon die Achtziger waren eine Blütezeit, wie Wolfgang Petersens "Das Boot" zeigt.

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rainerwäscher 23.11.2018, 18:49
1. Bekannt

Sie haben recht. Es gab in den Achtzigern gutes Fernsehen.
Was ist seitdem passiert, dass es zu dem gigantischen Qualitätsabsturz kam?
Ach ja, Helmut Kohl hat das Privatfernsehen eingeführt.

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blueberryhh 23.11.2018, 19:19
2. volle Zustimmung...

die erwähnten Serien und natürlich Das Boot waren damals und sind immer noch wirklich klasse und wertvoll.
Danke für den Artikel!

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JürgenHammerbeck 23.11.2018, 19:27
3. Seit dieser Zeit ...

.. seit dieser Zeit ist die Wende passiert und man musste den Osten nicht mehr mit Westfernsehen beeindrucken (natürlich ausdrücklich mal das Tal der Ahnungslosen ausgenommen).
Dann kam ein Qualitätsabsturz nach dem anderen, es gibt wenige Ausnahmen. Lästige Talkshows, langweilige und zermürbende Spieleabende, ständige Wiederholungen ... . Ja es gibt gute deutsche Filme, man muss sie suchen (Kino?). Und Europa? Warum wird dem Zuschauer das Angebot von Filmen aus Osteuropa vorenthalten.
Natürlich, das "Boot", toll. "Befreiung" würde zum 8. Mai im Fernsehen nicht gezeigt werden. Lieber endlose historische Dokumentationen über Hitler im ZDF.

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Alexis_Saint-Craque 23.11.2018, 19:49
4. Bitte. Danke.

Alles ist marktkonform. Unsere Gesellschaftsform will das so. Wer etwas anderes will ist eine Minorität, also vernachlässigbar. Wurde heute nicht auf dieser Plattform ein Buch anempfohlen: The value of everything. Eben.

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Freidenker10 23.11.2018, 19:49
5.

Naja die Macher haben halt schnell gemerkt das man mit billiger produzierten Serien wie beispielsweise der Schwarzwaldklinik, Lindenstr. usw. genausoviel Kohle machen kann. Am Niveau hat sich seit dieser Erkenntnis bis heute nichts geändert. Zudem sind die Macher schlicht zu feige mal was neues zu riskieren...

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permissiveactionlink 23.11.2018, 20:57
6. Keine Frage,

"Das Boot" war ein absolut beeindruckendes Fernsehereignis, nah an der Romanvorlage von Buchheim, und in seiner Darstellung der Lebenssituation, mit Phasen von Todesangst, Lethargie, Frustration, Langeweile und Gereiztheit authentisch. Nachteilig an Buchheims Vorlage war aber die Tatsache, dass sie in Bezug auf Informationen zu taktischen und strategischen Planungen und Abläufen auf dem Niveau der deutschen Kenntnisse während des II. Weltkrieges blieb. Die entscheidenden Reaktionen und Entwicklungen der Allierten bis zur Wende im U-Boot-Krieg (lückenlose Flugbegleitung durch Flugzeuge auf Behelfsflugzeugträgern im Konvoi, Dechiffrierung der deutschen U-Boot-Kommunikation durch Bletchley Park, Zentimeterwellen-Radar, zum Aufspüren und Angreifen von U-Booten sogar im Stockdunkeln (Entwicklung des Magnetrons), sowie Onboard-Peilung der telegrafienenden deutschen Fühlingshalter-U-Boote am Konvoi durch "Huff-Duff" (High Frequency Direction Finding) bleiben ungenannt, obwohl durch zahlreiche Veröffentlichungen zu dieser Zeit (z.b "The Ultra Secret" von Frederick Winterbotham und "The secret war" von Brian Jones) bereits bekannt. Sehenswert ist die Fernsehversion allemal, da detaillierter. Der sog. "Director's cut" (heute Abend im ARD um 22 Uhr) ist allerdings weniger gut und atmosphärisch weniger umwerfend. Tipp : Wer die DVD sucht, sollte der Ausgabe mit der Fernsehserie (2 DVDs) unbedingt den Vorzug geben.

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räbbi 23.11.2018, 22:04
7.

Zitat von permissiveactionlink
"Das Boot" war ein absolut beeindruckendes Fernsehereignis, nah an der Romanvorlage von Buchheim, und in seiner Darstellung der Lebenssituation, mit Phasen von Todesangst, Lethargie, Frustration, Langeweile und Gereiztheit authentisch. Nachteilig an Buchheims Vorlage war aber die Tatsache, dass sie in Bezug auf Informationen zu taktischen und strategischen Planungen und Abläufen auf dem Niveau der deutschen Kenntnisse während des II. Weltkrieges blieb. Die entscheidenden Reaktionen und Entwicklungen der Allierten bis zur Wende im U-Boot-Krieg (lückenlose Flugbegleitung durch Flugzeuge auf Behelfsflugzeugträgern im Konvoi, Dechiffrierung der deutschen U-Boot-Kommunikation durch Bletchley Park, Zentimeterwellen-Radar, zum Aufspüren und Angreifen von U-Booten sogar im Stockdunkeln (Entwicklung des Magnetrons), sowie Onboard-Peilung der telegrafienenden deutschen Fühlingshalter-U-Boote am Konvoi durch "Huff-Duff" (High Frequency Direction Finding) bleiben ungenannt, obwohl durch zahlreiche Veröffentlichungen zu dieser Zeit (z.b "The Ultra Secret" von Frederick Winterbotham und "The secret war" von Brian Jones) bereits bekannt. Sehenswert ist die Fernsehversion allemal, da detaillierter. Der sog. "Director's cut" (heute Abend im ARD um 22 Uhr) ist allerdings weniger gut und atmosphärisch weniger umwerfend. Tipp : Wer die DVD sucht, sollte der Ausgabe mit der Fernsehserie (2 DVDs) unbedingt den Vorzug geben.
Ja gut, das machts aber auch gerade aus.
Die Besatzung kann es für sich nicht wirklich rational begründen, warum der Zerstörer oder der Flieger wissen, wo sie sind.
Sie wissen nur, dass ihnen der Feind immer mehr auf die Pelle rückt und ihre Waffen immer stumpfer werden.

Würde man den Zuschauer - mit ein paar Schnitten zum Gegner - das jetzt alles wissen lassen, wäre er plötzlich nichtmehr auf Augenhöhe mit den Identifikationsfiguren im Boot und die ganze Sache damit um drei Nummern weniger mitreißend.
Das machts ja gerade aus. Man fiebert mit dem LI oder dem Kaleu und irgendwann fällt einem dann doch wieder ein, was die da im Atlantik machen und warum eigentlich.

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flohzirkusdirektor 24.11.2018, 23:45
8. Wie bitte?

Zitat von rainerwäscher
Sie haben recht. Es gab in den Achtzigern gutes Fernsehen. Was ist seitdem passiert, dass es zu dem gigantischen Qualitätsabsturz kam? Ach ja, Helmut Kohl hat das Privatfernsehen eingeführt.
Sie verschmähen tatsächlich die Ärzteweiterbildingsserie Klinik am Südring`(Sat 1, Mo. bis Fr. 16:00 bis 17:00)? Wollen Sie denn gar nichts dazu lernen - e.g. wie man alles falsch machen kann, das man nur falsch machen kann - und das laut Wikiedia tatsächlich mit approbierten Ärzten (von denen würde ich lediglich den schwäbischen Orthopäden einstellen, der einzige Arzt, der vernünftig arbeitet). Der hält sich noch an If you hear hoof beats, think horses, not zebras!

Ansonsten herrscht dort eher If you hear hoof beats, think zebras, not horses!

Verzeihung für das Englisch, aber die Medizin in Deutschland ist nicht mehr zweisprachig Latein-Deutsch, sondern schon lange Englisch-Deutsch". Ist in der Schweiz aber auch nicht anders. Vielleicht haben wir viele Ärzte aus dem Grossen Kanton im Norden das auch nur eingeschleppt ... ...

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Zeitwesen 24.11.2018, 01:32
9. 60 Prozent der Fernsehzuschauer schalteten bei "Das Boot" ein

60 Prozent der Fernsehzuschauer schalteten bei "Das Boot" ein
Wow 60%....
Allerdings gab es die wenigen Privaten Sendeanstalten erst seit einem Jahr und waren nur von einem Bruchteil der Fernsehzuschauer zu empfangen.
Also letztendlich nur ARD und ZDF, da sind dann 60% nicht mehr gaaaanz so spektakulär

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