Forum: Kultur
Debattenkultur: Lob auf die Schwatzbude
DPA/ NDR

Reden ist Gold? Unser Autor Arno Frank kämpft sich regelmäßig durch berechenbare, aufgeblasene, überreizte Polittalkshows. Hier erklärt er, weshalb die medialen Miniaturparlamente trotz allem ihre Berechtigung haben.

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epiktet2000 24.07.2017, 10:45
1. Genau!

Da bin ich doch glatt mal Ihrer Meinung, lieber Spiegel!

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eriatlov 24.07.2017, 11:04
2. Blödsinn

In Deutschland wird auf allen Ebenen viel gelabert - aber wenig gehandelt. Denn trotz der allseits bekannten Probleme bleibt alles, wie es ist.

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heinz-aus-fo 24.07.2017, 11:09
3. Sehr gut erkannt

In der Tat schön, dass immer andere Leute drüber reden, was für uns gut ist. Da fühlt man sich gut aufgehoben.
Andererseits: Die Alternative sind Foren. Und da wird man auch oft genug einfach weg gefiltert.
Es ist halt wie's ist. Dem kleinen Mann steht nicht vie Mitspracherecht zur Vergügung. Ist so und bleibt so.

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geschädigter5 24.07.2017, 11:09
4.

Mir tut Herr Frank leid. Ich sehe mir diese von vielen und immer wieder eingeladenen Talkgästen , die nur Selbstdarsteller sein wollen, schon lange nicht mehr an. Es fehlt erheblich an Vielfalt und kompetenten Gästen.

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TLB 24.07.2017, 11:24
5.

Talkshows im Fernsehen habe drei Funktionen: Bühne für Selbstdarsteller, die im Nebenberuf Politiker sind; Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Moderatoren und drittens und das ist das Allerwichtigste, muß der Bekanntheitsgrad der Moderatoren Plasberg und Gesthuysen (und anderer) ausreichend hoch gehalten werden, damit diese in albernen Rateshows mit dem lustigen Mediziner ihr schmales Gehalt aufbessern können. Und der gemeine Bürger ist gezwungen, diesen Unsinn zu bezahlen. Vergessen Sie ihre Argumentation da oben, das sind pure Euphemismen

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Wunderläufer 24.07.2017, 11:30
6. Naja

Ein klein wenig ist der Beitrag zu abgehoben von den tatsächlichen Talkshows. Was mich anödet ist, dass immer wieder die gleichen Politlaberer eingeladen werden: Künast, Lafontaine, Bosbach etc.pp, womit der inhaltliche Verlauf vorhersehbar ist. Es sollte genügen, wenn diese Politprofis sich im Parlament äußern. Talkshows sollen kein "Ersatzparlament" für diejenigen sein, die das Gefühl haben, in der öffentlichen Wahrnehmung zu kurz zu kommen.
(das Wort "Parlament" kommt vom französischen Wort "parler" (=sprechen)).
Außerdem:
Richtige Diskussionen finden nur selten statt: zu oft geht es einfach nur darum, die eigene Meinung kundzutun, ohne sich mit der Meinung anderer auseinanderzusetzen

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nonanet 24.07.2017, 11:36
7. Seriöse Örte?

Wo TalkmeisterInnen gerade wenn es interessant wird, aber der Meinung der Moderatorin nicht entspricht, kurzerhand abbrechen und umlenken; wo manchmal Gäste eingeladen werden, die - unabhängig von ihrer Meinung - erst einmal Kinderstube hätten lernen müssen; wo TalkmeisterInnen, des Themas nur oberflächlich mächtig, stets auf Faktenchecks hinweisen müssen....

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walter_e._kurtz 24.07.2017, 11:40
8. zu einfache kritik

...die mE viel zu sehr dem Churchill´schen Axiom vom "wir haben halt nix besseres" folgt.
Mich bricht regelmäßig, bei mehr als 80% der Talks, die Besetzungscouch an.
Die immergleichen Personen mit den immergleichen Positionen, Überrschungen weitestgehend ausgeschlossen, Aufklärungswert tendiert gen null.
Weniger Funktionäre und Parteibücher, viel mehr Fachleute in die Shows wären ein tatsächlicher Gewinn bzgl. eines gesellschaftlichen Diskurses als Folge medialer Aufarbeitung.
Aber wie´s derzeit läuft, sind Talks nicht mehr als Präsentationsplattformen der Parteien.
Deren Prioritäten sind auch klar, die liegen eher in Bereichen von Durchsetzen einer Parteilinie und Schmähung des Gegners, als in einem halbwegs neutralen, konstruktiven, gesamt-gesellschaftlichen Diskurs(!).

Die Parteien schaffen es auch ohne Talks, ihre Positionen in den Medien wirkungsvoll unterzubringen. Hier machen sich die Redaktionen mE zu Bücklingen, weil´s bisherige Konzept bewährt und hübsch einfach Quote zieht, redaktioneller Aufwand minimal, Kontakte sind ja im Phone gespeichert.
Dem Bildungsaspekt innerhalb des Meinungsbildungsprozesses als Auftrag des ÖR wird bei den "Premium-ÖRs" mE nicht genügend oder adäquat Raum gelassen, s. fundierte(re) Sende-/Talkformate bei phoenix, arte, dreisat,....

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canUCme 24.07.2017, 11:48
9. Den Konsum dieser Talkshows ....

.... musste ich drastisch reduzieren. Wenn unsere Alltagswelt ohnehin schon so hektisch und aufregend geworden ist, muss man sich nicht abends noch freiwillig eine Extraportion davon holen. Wenn einem an den Themen etwas liegt, hat man in der Regel eine Meinung dazu. Nun wäre eine Diskussion durchaus sinnvoll, man kann seine Meinung ja auch ändern, falls gute Argumente vorgebracht werden. Im Fernsehen ärgert man sich dann aber allzu oft, daß man nicht aktiv mitdiskutieren kann. Und darüber hinaus habe ich noch nie gehört, daß Erkenntnisse aus Talkshows wirklich politische Entscheidungen beeinflusst hätten. Man regt sich nur auf und ändert doch nichts ....

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