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Depeche Mode in Berlin: Düster dröhnen
DPA

Die britische Stadion-Popband Depeche Mode gab zur Veröffentlichung ihres neuen Albums "Spirit" ein intimes Konzert in Berlin, das in die ganze Welt übertragen wurde. Alte Hits sorgten für Ekstase, Politisches verpuffte.

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tamagochi77 18.03.2017, 10:24
1. Trauriger Autor

Es gibt bei jeder Band gute und schlechte Zeiten. Und nur Fakten zu dem Live Stream zu präsentieren wäre auch genug. Anstatt solche emotionslose Kommentare sogar vor Publikum auszusprechen. Wo ist der Respekt geblieben, dass es dies eine der wenige Bands ist, die seit so viele Jahren überhaupt noch Alben produziert und auf Welt Tournee geht, 80 000 Leute zum übeln bringt. Ich habe es gestern genossen, sogar bereut nicht live dabei zu sein.

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uhrentoaster 18.03.2017, 10:29
2. Übertragung

Von dieser Übertragung wusste ich gar nichts. Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern, dass der Spiegel oder andere Medien darauf hingewiesen hatten.

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yves.christelsohn 18.03.2017, 10:42
3.

Ein paar Anmerkungen. Wenn ich einen Artikel schreibe, sollte ich mich informieren. Gordeno und Aigner sind seit Jahren fester Bestandteil der Live-Formation, das kann man wissen. Alte Hits habe ich keine gehört, lediglich mit "Personal Jesus" kratzte man an dieser Kategorie. Und warum "Barrel of a gun" als "unvermeidlich" bezeichnet wird, erschliesst sich mir nicht. Dieser Song ist genauso "unvermeidlich" wie jeder andere. Er wird ganz sicher nicht öfter gespielt als andere. Ansonsten gebe ich dem Autor recht. Es war lieblos und erschien wie ein lästiger Pflichttermin.

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yves.christelsohn 18.03.2017, 10:52
4. Berichtigung

Christian Eigner natürlich.

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scottbreed 18.03.2017, 11:14
5. super

hab das neue Album gleich als CD gekauft...

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gahan99 18.03.2017, 11:17
6. Wer sonst

Bei all den Kritiken, und diese gehört dazu, frage ich mich immer: Was hört denn der Autor GERNE ? Backstreet Boys? Metallica ? Helene Fischer. Es gibt keine andere Band, die sich als ursprünglich reine Synthie-Band so weiterentwickelt hat und vor allem Live durch Christian Eigner am Schlagzeug so powermässig rüberkommt.Barrel of a gun wurde auf der letzten Tour in den Stadionkonzerten gespielt, danach und vor allem davor seit Ultra (vor mehr als 10 Jahren) nie. Die drei ursprünglichen Gruppenmitglieder (Gore/Gahan/Fletcher) sehen sich tatsächlich nach einer Tour (die sicherlich wieder 18Monaten dauern wird) erst einmal ein Jahr nicht, vielleicht gerade deswegen harmonieren Sie nach wie vor. Und das Martin Gore als einer der besten Songschreiber und multimilliardär einfach nur im T-Shirt auftritt spricht auch für sich. Aber das will der Autor einfach nicht wahrnehmen. Ich fand übrigens das Intro zu Walking in my shoes wunderbar, aber das übersteigt den musikalischen Intellekt des Autors sicherlich, viel Spass beim Hören von Ed Sharon. Hau rein.

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bienchen-maja 18.03.2017, 11:20
7.

Erwähnen sollte man vielleicht noch, dass der Stream in erschreckend schlechter Qualität war, trotz ´HD´ und dauernd abriss. Nicht einmal das bekommt der große rosa Dienstleister hin... .

Zum Konzert: Das lediglich 4 neue Lieder gespielt wurden zeigt, dass DM wissen, wie schlecht das neue Album ist. Wäre trotzdem gerne live dabei gewesen... .

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ossie75 18.03.2017, 11:28
8. Eigenwilliger Kommentar

Depeche Mode haben auch früher nicht auf "Erlösung durch Unterhaltung" gesetzt, siehe zum Beispiel "People are People", um nur ein politisches Lied der frühen Jahre zu nennen. Und Peter Gordeno ist nicht Bassist, sondern Live-Keyboarder bei Depeche Mode seit 1998.

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donald! 18.03.2017, 11:33
9. Guter Artikel ...

Wenn ich mich so an früher erinnere, ist Musik ohnehin beliebig geworden. Keine wirklichen Hits mehr und keine Sensationen. Die wirklichen Könner, die von der eigenen Komposition, Produktion bis zur Live performance alles selbst erledigen, sterben langsam aus.

Das Publikum mag übersättigt sein, warum sonst werden live uralte Hits frenetisch begrüßt, während vorgetragene Neuheiten mehr so am Rande mitgenommen bzw. höflich beklatscht werden.

Ich glaube nicht, dass dies unbedingt an Qualität neuer Songs liegt, denn das heutige Angebot an Musik verführt wohl eher zum reinen Konsum, anstatt sich wirklich mit dem Hörerlebnis auseinanderzusetzen.

Diesem Trend sind gute Bands wie DM leider auch zum Opfer gefallen.

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