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Deutsche Weltkriegs-Serie: "Unsere Mütter, unsere Väter" im Emmy-Rennen
ZDF

Erst ein Quotenhit in Deutschland, dann ein Verkaufsschlager international, trotz teils vernichtender Kritiken: Das ZDF-Weltkriegsepos "Unsere Mütter, unsere Väter" fesselte das Publikum. Nun winkt eine große Ehre, der International Emmy.

troubador 13.10.2014, 21:10
1.

Warum gerade dieser Film einer "angeblich venichtenden Kritik"unterzogen wurde , ist mir völlig schleierhaft!
Endlich einmal werden die "Helden" des Films nicht einer
plakativen Einseitigkeit unterzogen, einerseits die Guten hier, andererseits die Bösen dort. Das entspricht wohl am ehesten der Realtät der damaligen Zeit. Daher verdient der Film eine Auszeichnung!Diese Wahrheit mag wohl viele stören!

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krümelchen 13.10.2014, 21:31
2.

Vernichtende Kritiken? Bei den Zuschauern ist die Serie jedenfalls bestens angekommen. Z.b. in der imdb eine 8.4, bei netflix 4.6 von 5 Sternen mit gerade von Amerikanern herausragenden Kommentaren.

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Tunix 13.10.2014, 22:52
3. Ehrliche Anerkennung

Meine persönlichen Bekannten in England, in den USA und in Neuseeland haben mir ihre Bewunderung für das deutsche Soldatentum des Dritten Reiches zum Ausdruck gebracht. Deutsche Filme, in denen quasi jeder zweite Soldat einen Widerstandskämpfer darstellen soll, empfinden sie als genauso unredlich wie englische, in denen nur die Alliierten die smarten Typen geben.

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...................... 13.10.2014, 23:11
4. Vernichtende Kritik zurecht!!!

Der Film relativiert mal wieder das Dritte Reich und erzählt mal wieder die Lieblingsgutenachtgeschichte der Deutschen, nämlich das der Deutsche ja nur ein Opfer von Hitler und NSDAP war. Zu gleich wird die Shoah durch die Gegenüberstellung von deutschen und russischen Kriegsverbrechen auch noch gleich relativiert (Die Anderen sind ja genau so schlimm wie wir gewesen). Deshalb für den "normalen Bürger" sicher ein perfekter Film! Zum Glück gefällt im Ausland vielen Menschen diese deutsche Lieblingsgutenachtgeschichte überhaupt nicht.

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spon-facebook-10000122439 14.10.2014, 07:13
5. Abgesehen davon,

dass der Parteimensch beim Feuergeben ein Gasfeuerzeug(Marke Dupont),der Zug auf dem Wege nach Auschwitz die Stadt Gliwice(bis 1945 Geiwitz) passierte,1939 es keine Maschinengewehre vom Typ MG 42 gab(wurden erst 1942 produziert)es auf russischer Seite 1943 deutsche Panzerfauste zum Einsatz kamen(wurden das erste Mal bei der Ardennenoffensive im Winter 1944 eingesetzt)strotzt dieses Machwerk nur so von Ungereimtheiten und ist einfach nur peinlich............

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xenoxx 14.10.2014, 09:38
6. Vertane Zeit?

Ich habe mehrfach einen Anlauf unternommen, um mich mit diesem Werk anzufreunden. Vergebens! Der Film jagt mit Sekundenschitten durch die Szenerie und die permanent wackelnde, zitternde Handkamera führt nach kurzer Zeit zu Schwindel und Übelkeit. Mögen solche "Gestaltungsmittel" auf einem computermonotor erträglich sein und von den jungen Zuschauern als Merkmal höchster Autenzizät gewertet werden - mich stösst das extrm ab!

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Damits Wecht 01.11.2014, 14:52
7. Das Dogma vom Relativismus -gähn!

Zitat von ......................
Der Film relativiert mal wieder das Dritte Reich und erzählt mal wieder die Lieblingsgutenachtgeschichte der Deutschen (---) Zu gleich wird die Shoah durch die Gegenüberstellung von deutschen und russischen Kriegsverbrechen auch noch gleich relativiert (---) Deshalb für den "normalen Bürger" sicher ein perfekter Film! Zum Glück gefällt im Ausland vielen Menschen diese deutsche Lieblingsgutenachtgeschichte überhaupt nicht.
Gleichmal vorneweg: Natürlich sind die Debatten über den Singularismus (der Shoah) und über den Relativismus stalinistischer und alliierter Kriegsverbrechen gegenüber den deutschen Kriegsgräueln auch nach 70 jahren noch sinnvoll. Auch wenn ich dabei immer an schwarzes Loch (Singularität) und Lichtgeschwindigkeit (Relativismus) denken muss. Mich ärgern vor allem Versuche an Einsteins Relativitätstheorie zu rütteln (Sensation: Neutrinos schneller als das Licht, aber dann eben doch nicht...) und damit klüger als der Gottvater der Physik scheinen zu wollen.
Merke: Innerhalb der Relativitätstheorie hat Einstein immer Recht.
Aber der Historiker-Streit über Singularität und Relativismus geht mir doch ein biissl auf den Nerv. Vor allem in dem aktuellen Bezug auf den Film "Unsere Väter, unsere Mütter.." und die vornehmlichen Kritiken aus dem Ausland an dem Film. Die hiesigen Forenschreiber sind übrigens alles Inländer. Zunächst kam ja der Widerspruch hauptsächlich aus Polen, da der polnische Widerstand als antisemtisch dargestellt wurde. Daüber kann man streiten. Ihn als nicht antisemitisch darzustellen wäre genaus falsch gewesen. Vielleicht richtiger, aber überflächlich. Und darum eben kein "Lieblingsgutenachtfilm" der Deutschen und perfekt gemacht für den "normalen" Bürger. Was ist denn das???

Ob diese "Lieblingsgutenachtgeschichte der Deutschen" den Menschen im Ausland gefallen wird, sei mal dahin gestellt, einigen wird der Film gefallen, und Menschen mit mehr Ressentiments gegen alles Deutsche wahrscheinlich weniger. In einigem ist der Film aber auch gut gemacht. Über Einstellungen oder Kameraführung kann man reden, aber es gibt schlimmere Beispiele. Aber dass auch Deutsche zu den Opfern des NS-Regimes gehörten, sollte eigentlich unbestritten sein. Und dass die Protagonisten des Films ausnehmend jung waren zu der damaligen Zeit auch. So um die 19 jahre nämlich. So alt waren die amerik. Soldaten in Vietnam und sind aktuell die Kämpfer in Syrien und Kobane, im islamischen Staat, in der Ukraine und in anderen Konflikten dieser Welt übrigens auch. Dass Krieg kein Abenteuerspiel ist macht dieser Film jedenfalls deutlich. Und dass junge Menschen eine andere Sicht der Dinge haben als subalterne Kreise oder auch -Historiker.

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