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Deutscher Filmpreis: Goldene Lola für "Drei Tage in Quiberon"
Prokino

Das Romy-Schneider-Drama "3 Tage in Quiberon" von Emily Atef triumphiert wie erwartet beim Deutschen Filmpreis. Regisseurin, Schauspielerinnen und Schauspieler wurden ausgezeichnet, wie auch der Film insgesamt.

spassamarbeiten 27.04.2018, 22:11
1. mit dem Vorschlaghammer...

schaut man sich alte NDR Talkshows an mit Michael Jürgs, wünscht man sich direkt ein Loch zum Fremdschämen. Es gibt eine legendäre Aufnahme , Gast Falco und Moderator neben der ebenfalls rüden Alida Gundlach, war Michael Jürgs. Es war sein Stil, Gäste und Interview Partner blosszustellen. Das geschah mit einer derartigen Respektlosigkeit das man wie gesagt als Zuschauer das Loch zum Fremdschämen suchte. Auf ähnliche Sensationslust war Michael Jürgs aus, als er Romy Schneider in Quiberon besuchte. 30 Jahre nach ihrem Tod eine international gefeierte Schauspielerin erneut blossstellen zu wollen - nein, das ist nicht unsensibel, das ist typisch deutsch. Stars darf es nicht geben, man muss sie auseinandernehmen. Zum Glück gibt es ja keine Stars mehr - das deutsche Publikum ist mit Helene Fischer und Matthias Schweighöfer auch viel besser bedient. Selbst die Zähne von Jürgen Vogel wirken nicht abschreckend, denn er ist einer wie sie selbst. Da muss nichts mehr demontiert werden. Romy Schneider mit der Darstellung von Jessica Schwarz darzustellen war schon Grips-Theater. Jetzt aber eine kranke , zerbrechliche Romy Schneider auch noch zu demontieren, immerhin hatte man ihr gerade eine Niere entfernt !! mit der Hauptdarstellerin einer Rosamunde Pilcher Schauspielerin, das ist der Tiefste Punkt des Lochs zum Fremdschämen. Und wenn man schon sich an Biografische Stoffe macht, so hat man die Hinterbliebenen um Erlaubnis zu fragen. Auch das hat man mal wieder nicht gemacht. Mit gutem Recht hat die 101 jährige Olivia de Havilland Klage in Los Angeles eingereicht gehabt, weil sie sich falsch portraitiert sah in der Serie "Feud". In Deutschland scheint das Persönlichkeitsrecht erst erfunden werden zu müssen.

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flosse66 27.04.2018, 23:26
2. Die einzigen, die an der Lola interessiert sind...

... sind die Filmschaffenden wg. der Kohle. Oder geht tatsächlich irgendjemand in einen Film, weil der Lolas (Who/What she?) gewonnen hat?
Wenn es nicht um viel Geld ginge, könnte man ihn ebenso wie den Echo abschaffen.

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dragondeal 28.04.2018, 02:30
3. @#1

Erstens hat sich Romy Schneider weitestgehend selbst demontiert, ihr war vollkommen bewusst, wie die deutsche Journalie mit ihr umging. Und zweitens ist ihre Titulierung "Pilcher-Schauspielerin" mehr als peinlich. Das sind nicht meine Filme, genauso wenig, wie viele Romy Schneider Filme meins sind, aber man kann nicht vom Filmstoff und den persönlichen Präferenzen auf die schauspielerische Leistung schließen.

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