Forum: Kultur
Die guten Momente: Damals
DPA

Das Versagen wird so langsam klar: Wir sind nicht die Ausnahme geworden. Wir haben die Welt nicht verändert und nichts wird bleiben von uns.

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quark2@mailinator.com 12.05.2018, 14:33
1.

Sorry, aber ich sehe nicht, wie diese negative Aussage wahr sein könnte. Unsere Zeit wird auch aus größerer zeitlicher Entfernung noch sichtbar sein - angefangen mit dem Irrsinn der Weltkriege, den Atomwaffen, dem Jahrhundert der USA als erstem Hegemon der ganzen Welt, dem stalinistischen Experiment, der Revolution durch die Rechentechnik, den 2 Jahrhunderten des Erdöls und der Bevölkerungsexplosion ... und nun dem Internet, der Gentechnik, des Mobilfunks. Hatte ich Antibiotika usw. erwähnt ? Uups, beinah wäre mir die Gleichberechtigung durchgerutscht. Es ist irre, was sich in den paar Jahren getan hat. Was leider wahr ist, ist das wir es nicht geschafft haben, eine bessere Gesellschaftsordnung zu finden. Wir haben eine zunehmende Diskrepanz zwischen Qualität und Fähigkeiten auf technischem Gebiet im Vergleich zur Qualität und Geschwindigkeit im staatlichen Bereich. Im Moment nutzen wir nahezu jeden Gewinn der Produktivität, um immer mehr Menschen für Verwaltung zu bezahlen und dennoch kommen wir nicht nach. Und regieren nicht besser. Wir haben endlos Kriege und Konflikte. Und schreiende Ungerechtigkeit bei der Verteilung. Das ist ein Gebiet, wo wir endlich besser werden müssen. Aber abgesehen von diesem Bereich ist eine Menge von uns übrig. Besser is.

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kirschlorber 12.05.2018, 15:09
2. Stimmt schon

Was Frau Berg da so schreibt stimmt schon irgendwie. Was einen etwas nachdenklich macht ist jedoch wie zahm die heutige Gesellschaft geworden ist. Wenn diese Bande in Berlin (sorry anders kann man unsere Eliten in dem Fall nicht bezeichnen) einfach so die Renten und andere Sozialleistungen kürzt. Milliardengewinne der Konzerne auf der anderen Seite. Sukzessive Vernichtung der Mittelschicht. Niemand rührt sich.

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Haudegen 12.05.2018, 15:10
3. Letztlich ist alles für die Tonne der Vergänglichkeit ...

und ein Wesen mit dem Bewusstsein eines Menschen, weiß das auch. Deshalb brauchen Mensch eine stark ausgeprägte Verdrängung, um das unausweichliche Scheitern (mal so ausgedrückt) überhaupt aushalten zu können. Bei depressiven Menschen versagt dieser Mechanismus - was mit körpereigenen Drogen zu tun hat, die nicht oder nicht genügend erzeugt werden. "Von körpereigenen Drogen beeinflusst zu sein - das nennt der Mensch Nüchternheit!" ist eine meine Erkenntnisse. Dieses "sich Stemmen gegen die Vergänglichkeit" schafft aber auch die Voraussetzung für das Schaffen von vielen Künstlern. Um Ihren Beitrag jetzt nochmal direkt aufzugreifen, Frau Berg, möchte ich ihnen sagen: Die menschliche Welt ist voll mit weisen Worten, die sich selbst hinterfragende Menschen oft schon vor tausenden von Jahren kreiert haben; Nehmen wir z.B. Sokrates, Siddharta Gautamo (Buddha) oder auch Jesus. Trotzdem ist die Menschheit seit jeher meisterhaft darin, selbst gemachtes Leid immer immer mehr zu verstärken. Waffen werden immer mehr perfektioniert - man tötet, obwohl wir sowieso alle sterben müssen. Man könnte aufgeben! Aber die meisten Menschen haben auch den Trotz in sich (etwas, das mMn. Herr Nietzsche sehr gut in seiner Philosophie vertrat). Wir machen trotzdem weiter, solange wir eben können und dürfen und sagen und leben das, was wir für gut und richtig halten - wenn auch meist "nur" im kleinen Bereich. Aber eine kleine Welt die man aufrecht erhalten kann - in der man sich frei fühlen kann ohne Angst zu haben - sie soll mir genügen um das Leben zu genießen; "trotz" des Hasses und der Rechtfertigung von Kriegen um mich herum. MfG

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isar56 12.05.2018, 15:18
4. So läuft es eben....

ich habe Mutter, Bruder und einen guten Freund in den Tod begleitet, Krebs (vorerst?) überstanden, arbeite seit 35 Jahren....... such is life, Frau Berg. Und irgendwann während der nächsten 20 Jahre werde ich sterben, um Platz für die Jüngeren zu machen.
Bis dann werde ich, wie Mio Andere fallen und wieder aufstehen..... und weiter gehen. Das Leben ist schön, ich wäre noch gerne eine Weile dabei. Und dann gehen eben die Lichter aus.

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bugsimmaschinenraum 12.05.2018, 15:23
5. wie wa'r

'n das, was Erquickung, ihn, vom Sinn zu Sinnen, doch, daselbst uns steter mit, dahin zu schleppen, sich im Dunst, Gefolg' des innig Reigens, eigen Tuns im Mai, neulich so Gesten, billig, seichte nippend seiner Pfützen, Drilling - nun, denn un- - bequem?

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syldron 12.05.2018, 15:30
6. Ist viel Wahres dran

Und vor Allem auch, wie sich vieles verschiebt: Die Guten von damals sind die Bösen geworden, und die Bösen von früher sind auch nicht besser. Sehr viel desillusionierter sind wir heute, haben uns ins innere Exil zurückgezogen und versuchen jetzt nur noch, unsere eigene kleine Welt zu verbessern, die eben auch nur bis an unseren eigenen, kleinen Horizont reicht.
Diejenigen, von denen wir glaubten, sie vertreten unsere eigenen Werte, haben uns längst verraten und unsere Werte mit Schmutz besudelt. Wenn es jemals so etwas wie eine Abgrenzung zwischen gut und schlecht gab, sie ist mittlerweile völlig verschwommen.

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Lykanthrop_ 12.05.2018, 15:32
7.

Der Mensch ist böse, die Welt ist schlecht und früher war alles besser.
Das sind depressive Rückzugsgefechte in Anbetracht des eigenen Todes.
Wir brauchen mehr Mut die Welt zu verbessern, mehr Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit.
Mehr Demut gegenüber Menschen anderer Meinung, mehr Miteinander und weniger Gegeneinander.
Sie sind zu verbittert Frau Berg, seinen Sie besser dankbar, Sie haben noch ein paar Jährchen, ich bin sicher.
Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt, auch wenn wir es noch nicht weit geschafft haben, aus der Höhle sind wir raus. Aufstehen, weiter gehen, aufstehen, weiter gehen, gemeinsam den eigenen Weg.

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albboth 12.05.2018, 15:41
8. Fotomüll - Bildermüll - Datenmüll

Ich frage mich auch, was mit diesen Milionen ...Milliarden Bildern geschieht, die da digital auf irgendwelchen Speichern archiviert sind. Vermutlich werden sie, wenn überhaupt, einmal eingeschaut, einigen Leuten gezeigt, die aus Höflichkeit halb hinschauen. Schnell schnell,es sind ja so viele, weiter weiter, man will sich ja nur selbst aufbauen. Speichern, ablegen, vergessen. Auf zur nächsten Fotojagd. Zu einem emotionalen Einlassen auf ein Bild bleibt kaum eine Chance. Fotomüll, Bildermüll, Datenmüll muss gemacht werden.
Und diese selfies! Wird es nicht langweilig, auf jedem Foto dieselben 1 bis 5 Schweinsköpfe zu sehen, mit etwas Prominenten? Fotografisch oft in erbärmlicher Qualität. Nichts gegen Erinnerunshilfen, wenn man sich auch wirklich emotional darau einlässt, was aber Zeit kostet. “Killroy was here“ war wenigsten noch kreativ, ganz ohne Megabytes.
Im alten kais1erlichen China gab es eine Bibliothek. Riesengross. Und doch wurde sie zu klein, kein Platz mehr nirgends. Man fand nichts mehr. KAOS. Der Kaiser befahl, alle Bücher zu verbrennen – bis auf hundert. An erster Stelle der – positiv – selektionierten Bücher stand das I GING.

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erzengel7 12.05.2018, 16:36
9. scheiß die wand an ,berg ,das wird schonwieder

ob das leben schön ist ?ich weis es nicht weis aber genausowenig ob es nicht schön ist ?hau dir n bierchen ,nen wein ,nen schnäpschn indie blutbahn in ihren kreisen geht auch mal ne nase koks und dann leuft alles wieder gut ,sowas kann sich unsereins nie leisten aber beim bier binich mit dabei ,wer sagt das wenn die "welt untergeht ,oder die menscheit untergeht "oder man einfach stirbt das nicht nach einer friede freude eierkuchen marnier geschehen kann ,im sinn vom sinn gehet hin in frieden ,und es mag witzig klingen wenn alle in freiden hingehen sind mindestens 3% dabei die in frieden gegen eine wand laufen !?find ich beachtlich !!erstaunlich gar

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