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Die Krux mit der Diskriminierung: Weiße und Männer können alles haben, aber das nicht
DPA

Klar werden auch Männer gemobbt, brutal geschlagen und unfair behandelt - diskriminiert aber werden sie nicht. Dafür fehlen in dieser Welt noch immer die entsprechenden Machtstrukturen.

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Jadama 06.11.2018, 16:53
1.

Ich habe vor einigen Jahren kostenlose Nachhilfe für Schüler einer Hauptschule gegeben. Die Schulklassen dort waren hauptsächlich mit Schülern mit Migrationshintergrund belegt. Die wenigen Deutsch-deutschen Schüler dort hätten wohl sehr laut protestiert, wenn man versucht hätte ihnen klar zu machen, dass es keinen Rassismus gegen weiße geben kann. Einen Jungen hat es dort besonders hart getroffen. Einzige Lösung, die mir einfiel war, dass ich die Jungs einfach gesammelt von der Schule abgeholt habe. Strukturen gibt es ja schließlich nicht nur im großen sondern auch im kleinen und dieser Junge war innerhalb dieser kleinen Struktur deutlich benachteiligt

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Stäffelesrutscher 06.11.2018, 17:02
2.

»In der deutschen Nachkriegszeit hat vermutlich niemand mehr Menschen getötet als Niels Högel, der als Krankenpfleger gearbeitet hat und seine Patienten vergiftete.«

Oh doch. Andreas Lubitz, der Copilot von Germanwings. Und wenn man diejenigen dazunimmt, die Bombenabwürfe und Raketenabwürfe auf Jugoslawien oder Afghanistan befohlen haben, oder gar noch diejenigen, die durch Festlegung lascher Grenzwerte und durch mangelhafte Kontrollen für vorzeitige Tode von Menschen verantwortlich sind ...

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spon_4_me 06.11.2018, 17:02
3. Da haben

Sie in meinen Augen recht, liebe Margarete. Als weißer Mann kann ich nicht diskriminiert werden. Rein semantisch vielleicht schon, aber nicht reel. Als schwuler oder alter oder christlicher oder deutscher weißer Mann geht das dann wieder, was zeigt, woran das Werturteil eigentlich hängt. Bloß wie soll ich praktischerweise ein Privileg aufgeben, für das ich nichts getan habe, außer geboren zu werden?

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Boltar Cavanaugh 06.11.2018, 17:05
4. Sexhate by Stokowski

Diese Kolumnen verfügen fraglos immer über einen großen Unterhaltungswert. Ebenso aber auch über extrem einseitige und zutiefst subjektive Beobachtungen, man gewinnt gar den Eindruck, dass eine gesamtheitlich- differenzierte Betrachtung bewusst abgelehnt wird. Hinzu kommt eine gefährliche Deutungshoheit, mit der sich Frau Stokowski selbst gekrönt hat, man möchte ihr dazu nicht unbedingt gratulieren. Wer als wohlsituierte Europäerin, mit dem Privileg des Studiums und der weitreichenden Meinungsmache gesegnet, absolute Wahrheiten verzapft entfernt sich von der Realität.

Wer anderen Menschen abspricht, was sie haben können oder nicht, entlarvt sich als Sexhate-Kriegerin mit gewaltigem Kompensationsbedarf. Die privaten Fehlschläge dieser hassgetriebenen Person möchte man sich gar nicht vorstellen, es sind die Zutaten, dass in Deutschland der Hass erneut blüht. Natürlich im Namen der Gerechtigkeit - auch wenn die ihren Namen nie irgendwem verliehen hat, so treffen wir eben immer wieder auf Menschen, die ihn missbrauchen. So wie im Falle von Frau Stokowski, deren Kolumnen eine psychische Offenbarung und als solche ein Hilfeschrei sind.

Linderung ist bei so viel Enthusiasmus in Kampf und Hass nicht in Sicht.

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DerAndereBarde 06.11.2018, 17:13
5. Tautologisches Gefasel

Die Kolumne kurz zusammengefasst: "Wenn man einen Begriff so definiert, dass ich recht habe, habe ich recht." Klassische Tautologie. Öde und erkenntnisarm. Dabei gibt es produktive Definitionen von Diskriminierung, grob etwa als benachteiligende Behandlung auf Basis einer Klassifikation. Und es gibt kluge Differenzierungen zwischen individueller, struktureller und institutioneller Diskriminierung. Aber das würde ja unbequeme Denkarbeit erfordern. So hat die Autorin, wie oft, am Ende nichts, außer recht.

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tom_holger 06.11.2018, 17:13
6. Keine Diskriminierung ?

Versuchen Sie mal als Vater in Deutschland nach einer Trennung das Aufenthaltsbestimmungsrecht für Ihre Kinder zu bekommen. Das Jugendamt hält die Mutter stets für die beste Wahl, da haben Sie selbst als ausgebildeter Pädagoge keine Chance ...

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Go Oriol Go 06.11.2018, 17:17
7. Dogmatischer Ansatz

Es ist dem Artikel sehr schön zu entnehmen, dass die Gläubigen der lulturmarxistischen Identitätspolitik die generelle Definition von Begriffen für sich in Anspruch nehmen. Hier wird Diskriminierung ausschließlich und sehr einseitig als systemische Unterdrückung durch das weiße Patriarchat verstanden. Dies ist auch in Ordnung für die eigene Glaubensgemeinde. Jeder darf in einem (noch) meinungsfreien Land glauben, was er/sie möchte. Es wird aber da brandgefährlich, wenn auch Nichtgläubige diese religiösen Vorstellungen und Dogmen übernehmen sollen. Das ist nicht nur übergriffig, sondern ein Ersticken des freien Diskurses. Wenn alle anderen Vorstellungen und Definitionen (hier von Diskriminierung) stigmatisiert und diskreditiert werden (und die Menschen, die diese Meinungen haben sozial geächtet werden), sind wir schon sehr weit weg von Freiheit des Diskurses und der Achtung anderer Positionen. Mir graut grundsätzlich vor dogmatischen Menschen. Bei der Autorin lässt sich Dogmatismus in ihrer reinsten Form besichtigen.

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dasfred 06.11.2018, 17:19
8. Ganz schlimm: Weiße Männer werden jetzt noch weißer

Die dunkle Jahreszeit bricht an. Die Zeit der Eintöpfe und Kartoffelgerichte. Oder muss es heißen, des Kartoffel Gerichtes. Die Kartoffel, auch Sinnbild preußischer Tugend, kann ein Julian Reichelt natürlich nicht annehmen. Mit Tugend hat er es ja nicht so. Und dann noch in Gold und nicht in seiner Lieblingsfarbe braun. Tja, Frau Stokowski, was machen wir denn nun, wir weißen Männer. Natürlich kann man uns nicht diskriminieren. Schließlich werden wir hier jeden Dienstag zur Krone der Schöpfung erklärt. Da frau uns aber auch nicht in ihre Mitte aufnehmen will, wenn wir öffentlich abdanken, müssen wir uns darauf beschränken, zum eigenen Machterhalt unsere Huld so wohldosiert zu verschenken, dass die gesäte Zwietracht uns vor unseren Feindinnen schützt, in dem wir uns die Unterwürfigen unter ihnen zur Geliebten erheben. Ich glaube, so denken Frauen, dass Männer denken. In Wirklichkeit ist der weiße Mann mit sich selbst beschäftigt. Mit sich und seinen Artgenossen, die es gilt, nicht an die Futtertröge kommen zu lassen. Mich hat das Foto von Reichelt fasziniert. Zeigt doch die Sonnenbrille, dass dort jemand im kurzen hellen Kleid erst das Lächeln in sein Gesicht gezaubert hat. Da könnte man ihm zum Migranten bashing noch etwas Chauvinismus ans Zeug flicken. Dieser Mann ist einfach sowas von unten durch, dass kaum ein aufgeklärter deutscher Mann ihm die Hand reichen würde. Dazu braucht es nicht den Wink mit dem Zaunpfahl aus dem feministischen Lager. Aber wie gesagt, was sich nicht diskriminieren lässt, lässt sich auch kein schlechtes Gewissen einreden. Und was Rassismus angeht, da stehen Frau und Mann sich nichts nach. Das können die Ladys auch sehr gut.

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Alexis_Saint-Craque 06.11.2018, 17:21
9. Female Trouble

Nach so viel Elend empfehle ich dringend eine weibliche Selbstermächtigung: Female Trouble. Es gibt darin nichts, was eine Frau nicht erreichen kann. Selbst ein Ende in the electric chair wird ihr nicht vorenthalten.

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