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Doku-Serie "Krieg der Träume 1918-1939": 13 Leben in Europa
Arte

Die Serie "Krieg der Träume. 1918-1939" zeigt Menschen, die für ein anderes Leben stritten - und erzählt davon, wie ihre Euphorie in Sozialismus, Anarchie, Nationalismus endete.

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Lankoron 11.09.2018, 13:21
1. He, wirkliche

Geschichte oder gar politische Bildung kann man doch seinem abendlichen Schunkelpublikum als gebührenfinanzierter Sender nicht zumuten. Wenn man nicht verpflichtet wäre, sowas auszustrahlen, dann würde man es gar nicht bringen....

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Ährengast 11.09.2018, 13:50
2. Beglückt?

Vielleicht ist die Serie ja gar nicht so schlecht. Aber der Satz

"1918, ähnlich wie später 1945, fand uns beglückt vor."

macht es mir unmöglich, irgendetwas davon noch unbefangen anzugucken. Das ist wirklich der Hammer, so ein Satz; ich verstehe nicht, wie so etwas "durchrutschen" kann. Ziemlich viele Menschen fand das Jahr 1918 überhaupt nicht mehr vor; anderen fehlten Gliedmaßen, wieder andere hatten Traumata, die ich mir nicht einmal vorstellen möchte. Vom Jahr 1945, das Ansicht der Autorin ähnlich "beglückend" war, will ich erst gar nicht reden, weil es darum in der Serie nicht geht. Aber wie kann man nur so einen ... schreiben? Nach dieser "Logik" müsste es einfach ab und zu einen Krieg geben, besonders wenn die Bevölkerung zu Missmut tendiert - auf dass sie nach Ende des Krieges wieder "beglückt" ist.

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benmartin70 11.09.2018, 14:11
3.

Tolle Sache das mit dem Bildungsauftrag und so weiter. Warum kommt man dem nicht nach und bringt das in der ARD erst zu sehr später Stunde- das erreicht sicher so richtig viele Zuschauer.
Die ÖR verfehlen Ihre Zielsetzung immer mehr.

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PeterVietz 11.09.2018, 14:27
4. Das ZDF ist mutiger!

"Unsere Mütter, unsere Väter" lief um 20:15 Uhr im ZDF Hauptprogramm.

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zappamagma 11.09.2018, 14:40
5.

Eine sehr gute Reihe, die packt und informativ ist. Und was die Ausstrahlung angeht: Alle Folgen sind bereits in der Mediathek verfügbar.

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wurrwurr 11.09.2018, 15:16
6. Polizei wie im 3. Reich?

Offensichtlich verlieren immer mehr Zeitgenossen das Gefühl für Verhältnismäßigkeiten. Erst die unerträglichen PEGIDA- Anhänger und ihre Brüder im Geiste in der AFD, mit ihren unsäglichen Vergleichen der Bundesrepublik mit einer (Meinungs-)Diktatur. Die heutige Polizei, welche im Fall des empörten Hutträgers vor allem ungeschickt und zu unsensibel im Hinblick auf die Pressefreiheit agierte, und in Chemnitz, nicht zuletzt aufgrund des anhaltenden Stellenabbaus der letzten Jahre, aufgrund fehlender Kräfte zunächst nicht Herr der Lage war, mit der aktiv an den Verbechen der Nazis beteiligten Polizei im 3. Reich zu vergleichen, ist schlicht und ergreifend absurd.

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Maler 11.09.2018, 15:24
7. Wie die Welt ins Rutschen kam

Danke für den Hinweis! Das werde ich mir sicher anschauen.

Sowohl Kommunisten wie auch viele NSDAP-Wähler dachten anfangs auf dem richtigen Weg zu sein, aber beide Seiten kämpften letztlich für Teufel (Kommunisten hätten das schon vor 1933 wissen können, ja müssen, rechts denkende Deutsche spätestens 1935). Bis zur Progromnacht 1938 ("Reichskristallnacht") konnte sich der Durchschnittsnazi sogar einbilden auf der besseren Seite zu stehen, hatte doch Stalin bis dahin schon zigmal mehr Menschen ermorden und einsperren lassen als Hitler. Das sollte man bei der Beurteilung der Deutschen nicht vergessen.
Leider werden auch heute die Ränder rechts und links stärker und wollen der jeweils anderen nicht zuhören. Ein Glück nur, dass anders als damals die Mehrheit für Rattenfänger nicht empfänglich ist.

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f36md2 11.09.2018, 16:27
8. Hans Beimler und die DKP?

Hans Beimler hat die DKP-Gründung noch mit erlebt? Gewagte Formulierung! Die "Deutsche Kommunistische Partei" gründete sich 1968, Hans Beimler fiel aber als Spanienkämpfer 1936 vor Madrid, übrigens auch besungen von Ernst Busch (ebenfalls aktiv im spanischen Bürgerkrieg gegen den Massenmörder Franco). Oder meinte SPIEGELonline die KPD?

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yepp 11.09.2018, 21:20
9. Das reinste Glück!

1918: 2 Mio. Gefallene, Hunger, Bürgerkrieg, Arbeitslosigkeit, Versailles, Besatzung
1945: über 5 Mio. Opfer, Hunger, Zerstörung, Besatzung, Vertreibung, Umerziehung;
Paradiesische Zustände müssen das gewesen sein!
Und der Vergleich der preußischen Polizei nach 1933, deren Chef ein gewisser Hermann Göring war (Schießerlass nach dem Reichstagsbrand) mit der derzeitigen Exekutive kommt einer strafrechtlich relevanten Verunglimpfung gleich.
Beim Lesen solcher Zeilen schäumt man vor Glück, nicht die Schulbildung der Verfasserin genossen zu haben!
Reicht bento nicht als Plattform für Dumpfbacken-Gelaber?

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