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Doku über Stephen Bannon: Wer mit Rechten redet, wird einsam
DPA/ Filmfest Venedig

Für seine Doku über Stephen Bannon wurde US-Regisseur Errol Morris beim Filmfestival in Venedig scharf kritisiert. Der Ex-Trump-Berater kam selbst zur Aufführung - inkognito.

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dr.klugscheisser 05.09.2018, 19:24
1. ich kann da nur Droste zitieren:

dann sollen sie doch mit denen reden, zu denen es sie immer zieht.

Oft mag es der Hang zur Geisterbahn sein, aber meistens wohl doch tief sitzende Sympathie.

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Das Pferd 05.09.2018, 19:32
2.

Verstehe ich richtig? Der Hauptvorwurf gegen einen Film über die Weltsicht Stephen Bannons ist, daß Stephen Bannon seine Weltsicht darlegen kann?

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Europa! 05.09.2018, 19:49
3. Höllenangst?

Wenn Wim Wenders eine Schnulze über den "Heiligen Vater" drehen darf, wird Errol Morris ja wohl einen Film über den angeblichen Höllenfürsten Stephen Bannon drehen dürfen. Der ist mit Sicherheit interessanter.

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feld01 05.09.2018, 20:06
4. Fersteht der Filmemacher nichts von VWL?

Zitat: Als Morris ihn jedoch fragt, wie er denn mit dem Widerspruch umgehe, dass Trumps Politik gerade nicht dem kleinen Mann zuarbeite.

Das ist leider nicht richtig, Trumps Wirtschaftspolitik sorgt für einen beispiellosen Boom, mit wachsenden Einkommen für alle. Das kann man von Deutschland ja leider nicht so sagen, magere 1.7 % oder so, das reicht nicht für groß Sprünge der einfachen Arbeiter.

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outsider-realist 05.09.2018, 20:25
5.

Zitat von Europa!
Wenn Wim Wenders eine Schnulze über den "Heiligen Vater" drehen darf, wird Errol Morris ja wohl einen Film über den angeblichen Höllenfürsten Stephen Bannon drehen dürfen. Der ist mit Sicherheit interessanter.
Darf er ja.....ein Verbot stand nie zur Debatte. Es geht lediglich um den Film selbst und was daraus geworden ist. Darüber kann man streiten. Der Wenders Film ist übrigens erstklassig und alles andere als eine Schnulze.

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oli69 05.09.2018, 20:31
6. Diktatur

Leben wir jetzt in einer Diktatur, oder warum muss man herausheben das der Regisseur für seine Doku mit dem (von vielen gehassen) Bannon, scharf kritisiert wird ? Es kann doch jeder eine Doku über jeden machen, das wurde schon mit Drogenbaronen, Massenmörder etc. gemacht. Aber heute sehen darin viele Journalisten schon eine Gefahr, den der unmündige Bürger könnte ja beinflusst werden. Sie müssen uns also davor schützen. Wie erwähnt, das geht in Richtung Bevormundung also Diktatur.

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draco2007 05.09.2018, 20:35
7.

Zitat von feld01
Zitat: Als Morris ihn jedoch fragt, wie er denn mit dem Widerspruch umgehe, dass Trumps Politik gerade nicht dem kleinen Mann zuarbeite. Das ist leider nicht richtig, Trumps Wirtschaftspolitik sorgt für einen beispiellosen Boom, mit wachsenden Einkommen für alle. Das kann man von Deutschland ja leider nicht so sagen, magere 1.7 % oder so, das reicht nicht für groß Sprünge der einfachen Arbeiter.
Welche Wirtschaftspolitik? Weltwirtschaftskrieg? Super.
Zölle auf Rohstoffe, welches Arbeitsplätze in den nachfolgenden Industrien gefährdet? Super.
Steuererleichterung für Reiche? Super.
Abschaffung vieler Sozialleistungen? Super.
Deregulierung von Sicherheitsbestimmungen, welche jetzt schon Minenarbeitern das Leben kosten? Super.
Banken deregulieren, welche die letzte Weltwirtschaftskrise auf dem Gewissen haben? Super.

Die 1.50$ pro Woche mehr, den Paul Ryans Sekretärin mehr hat wollen sie als großen Sprung bezeichnen?

Trumps Wirtschaft nimmt Fahrt auf, mit vollkommen blödsinnigen Maßnahmen...und mit Vollgas an die Wand.

Sie verbreiten nichts weiter als Trumps Propaganda und das nichtmal besonders geschickt.

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fat_bob_ger 05.09.2018, 20:46
8. Es gibt sehr wenige Menschen, die von Wirtschaft etwas

Zitat von feld01
Zitat: Als Morris ihn jedoch fragt, wie er denn mit dem Widerspruch umgehe, dass Trumps Politik gerade nicht dem kleinen Mann zuarbeite. Das ist leider nicht richtig, Trumps Wirtschaftspolitik sorgt für einen beispiellosen Boom, mit wachsenden Einkommen für alle. Das kann man von Deutschland ja leider nicht so sagen, magere 1.7 % oder so, das reicht nicht für groß Sprünge der einfachen Arbeiter.
verstehen. Den Boom Trumps kann man mit der Blüte eines Titanwurz vergleichen: Zuerst riesig, dann nur noch fauliger Gestank Trumps Boom ist auf massiv ansteigenden Staatschulden aufgebaut. Eigentlich braucht er die Zölle um das Staatsdefizit zu reduzieren. Zum Glück kann die FED, wenn es brennt wieder US-Staatanleihen in verstärktem Ausmaß kaufen und so das Defizit finanzieren. Sollten die Zölle wirklich kommen, wird das die US Inflation befeuern, die momentan in Richtung 3% läuft. PS: Wenn jemand mit 1500 Euro Nettolohn, 10% massive Nettolohnsteigerung bekommt, hat er 1650. Reich wird er dadurch nicht. Trumps Glück ist, dass es in der EU auch nicht besser gemacht wird und Japan seit Jahren massiv Geld in die Wirtschaft pumpt zu lasten einer gigantischen Verschuldung. Sollten die Trumpschen Zölle wirklich kommen, dann werden alle verlieren. So wie die etablierten macht auch die neue Rechte nur Propaganda. Probleme werden von keiner Seite angegangen, von Lösung ganz zu schweigen, alles nach dem alten Motto: "Mein Kung Fu ist besser als deins!" Diese Aussage gilt weltweit. Fazit: Interviews mit aktiv handelnden Politikern und Möchtegernpolitikern führen nur zu sprachlichen Blähungen.

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geando 05.09.2018, 21:36
9. Was macht die Rechtsradikalen denn so stark?

Was macht die Rechtsradikalen derzeit im Westen denn so stark? Ist es das Internet, die "Fake-News", die "Rattenfänger", die "mangelnde Bildung der Bürger", die "Demokratiemüdigkeit"?- Nein, ich denke das sind alles nur Erklärungskrücken von Leuten, die die Veränderungen nicht wahrhaben wollen. In Wirklichkeit ist der Liberalismus an seine Grenzen gestossen. Man muss endlich einsehen, das nicht allein der Primat der Moral und Ethik Grundlage jedes menschlichen Handelns, der Gesellschaft und der Politik sein kann. Vernunft, Nachhaltigkeit und zielbewusstes Handeln müssen in ihrem Verlauf nicht zwingend moralisch und ethisch einwandfrei sein, können aber im Ergebnis oft deutlich mehr bewirken. Nehmen wir folgendes Beispiel: Die Ethik würde uns gebieten, den ganzen Tag die Wahrheit zu sagen. Wir wären wohl nach wenigen Tagen sozial isoliert und hätten eine Menge Schaden angerichtet. Die kleine Lüge des Alltags kann der bessere Weg im menschlichen Zusammenleben sein. So verhält es sich oft auch im grossen und in der Politik. Wenn die Menschen mehr und mehr das Gefühl haben, das der Gesellschaft und ihrer Insitutionen "der gesunde Menschenverstand" abhandenkommt, sollte man da nicht elitär die Nase drüber rümpfen. Natürlich steht man auf der "richtigen Seite" ganz bequem, aber die Dinge sehen eben von jeder Warte anders aus. Der Liberalismus hat das Ende seiner Kraft erreicht und das Pendel schlägt zurück. Nun müssen weitsichtige und schlaue Politiker das Ruder übernehmen, die den Kahn vorsichtig zurücksteuern um das Steuer letztlich vor Radaubrüdern wie Trump oder Bannon zu schützen. Hillary Clinton war für dieses Manöver die denkbar schlechteste Wahl, die hat noch nicht begriffen wo der neue Kurs langgehen muss.

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