Forum: Kultur
Doku über Stephen Bannon: Wer mit Rechten redet, wird einsam
DPA/ Filmfest Venedig

Für seine Doku über Stephen Bannon wurde US-Regisseur Errol Morris beim Filmfestival in Venedig scharf kritisiert. Der Ex-Trump-Berater kam selbst zur Aufführung - inkognito.

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pascal3er 05.09.2018, 22:10
10. Warum mit dem reden?

Hört auf Versager wie Bennon zu interviewen. Der ist dumm wie Brot, das hat er bewiesen, dieser Mann ist nur Zeitverschwendung. Die Kritik ist berechtigt.

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zardoz77 05.09.2018, 22:15
11. Nazi!

Darf man den Nazi nennen oder kriegt man dann von der Anti-Nazikeule eins drüber?!

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Weisswurst 2.0 06.09.2018, 23:21
12. Ich sehe das optimistisch

Die Kunst ist frei. Daran sollten sich die "intellektuellen, liberalen Freigeister" bitte erinnern. Das Ergebnis von Kunst sollte nicht vorhersehbar sein. Im Übrigen: Bannon hat seinen Zenith erreicht. Das Rad dreht sich langsam zurück, der Höhepunkt der Idiotie ist erreicht. Vielleicht war es mal heilsam, alles in Frage stellen zu lassen. Kein guter Zustand ist selbstverständlich. Alles muss mal hinterfragt werden können. Die Demokratie wird gestärkt daraus hervorgehen.

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advocatus diaboĺi 06.09.2018, 23:39
13. Das ist die richtige Strategie gegen Rechte

man muss sie ausgrenzen, den Nachwuchs von den Unis verbannen, auf Demos identifizieren und an die Arbeitgeber melden, durch Gegendemonstrationen aufmischen, nicht ihre Bücher publizieren, sie gesellschaftlich meiden und ächten. Wenn hier Politik, Kirchen, Journalisten, Medien und Aktivisten zusammenstehen wie bei dem Fanal in Chemnitz, dann wird diese Nazi-Brut in Bälde nur noch Geschichte sein.

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g.eliot 06.09.2018, 00:18
14.

Zitat von zardoz77
Darf man den Nazi nennen oder kriegt man dann von der Anti-Nazikeule eins drüber?!
Wie man das auch nennen möchte, so braut sich da etwas Hässliches zusammen. Bannon war nach eigenen Angaben in den europäischen Ländern unterwegs: in UK, Italien. Osteuropa, sogar Deutschland (AfD/Weigel), um die rechten Bewegungen in Europa zu beraten, zu stärken und zu koordinieren.

Bannon hat vor einigen Monaten in Frankreich die Teilnehmer einer Versammlung der Front National ermutigt, stolz darauf zu sein, dass sie Rassisten sind und forderte sie auf, darauf zu stehen, übersetzt etwa nach diesen Worten: Wenn Sie ein Rassist genannt werden, tragen Sie das wie ein Ehrenabzeichen. Ferner beteuerte er, dass die Geschichte auf der Seite der Ultrarechten stünde.
"In March he urged a Front National rally in France to 'let them call you racist' and 'wear it as a badge of honour' as he claimed that history was on the side of the far-right."
https://www.independent.co.uk/news/steve-bannon-moving-europe-movement-foundation-far-right-wing-politics-george-soros-a8458641.html

Ich würde das als Förderung des Wiederaufleben des europäischen Faschismus nennen.

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oidamo 06.09.2018, 00:46
15.

Zitat von Das Pferd
Verstehe ich richtig? Der Hauptvorwurf gegen einen Film über die Weltsicht Stephen Bannons ist, daß Stephen Bannon seine Weltsicht darlegen kann?
Nein, der Hauptvorwurf liegt darin, dass dies zu großen Teilen relativ unkritisch und unreflektiert daherkommt, was bei den kruden Ansichten, Mitteln und Zielen von Bannon durchaus kritikwürdig ist.

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desertking 06.09.2018, 01:52
16. Diktatur...?

Wie hier schon wieder ahnungslos von Diktatur geschwafelt wird. Ausgerechnet von denen, die dem Neonazi applaudieren. Es ist der Wesenszug einer Demokratie, dass jeder alles kritisieren darf. Immer und überall, solange er sich an Gesetze hält. Dass das den AfD-Trump-Fanboys natürlich nicht passt, ist ja nur logisch. Das lässt aber wie immer tief blicken. Spiegeln, beliebte Methode des Rechtsextremismus.

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Das Pferd 06.09.2018, 15:23
17.

Zitat von oidamo
Nein, der Hauptvorwurf liegt darin, dass dies zu großen Teilen relativ unkritisch und unreflektiert daherkommt, was bei den kruden Ansichten, Mitteln und Zielen von Bannon durchaus kritikwürdig ist.
finde ich nicht. Ihre Sicht hat für meinen Geschmack was unangenehm volkserzieherisches. Wenn ich verstehen will wie Bannon tickt, will ich Bannon hören. Und will für mich entscheiden, ob das krude ist, oder einfach anders als ich es sehe. Und wenn es meine Weltsicht erweitern sollte: OK.
Und ich will keine Erklärerstimme aus dem Off, wie bei RTL2 Nachmittagsserien, die mir das Gesehene einordnet.

Ich denke an die großartigen Interviewserien von Günter Gaus "Zur Person" und "Zur Sache". Dort kamen auch Leute mit sehr unterschiedlichen Ansichten zu Wort. Gaus merkte gelegentlich an, daß er manchen anders sieht, hat aber nie versucht dem Zuschauer die Person zu "erklären" oder Dinge "einzuordnen".
das wäre Nannyismus ;-)

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