Forum: Kultur
Doku über Whitney Houston: Die zerrissene Frau
DPA

Wer war Whitney Houston wirklich? In seiner Doku über die 2012 gestorbene Sängerin zeigt Nick Broomfield eine Diva, deren wahres Ich trotz ihres öffentlichen Lebens seltsam schemenhaft bleibt.

Pollowitzer 07.06.2017, 20:49
1. Ich hatte von Anfang an...

...den Eindruck als würde Whitney H schwer christlich eingekeilt zwischen Mutter und Tante leiden - die hätten es wohl gerne gesehen wenn sie nur in der Kirche gesungen hätte - davon konnte sie sich wohl nie befreien und lebte so als stände immer jemand mit erhobenem Finger drohend hinter ihr - sie scheiterte am kirchlichen Dogma das ihre Familie ihr aufzwang und das sie nie abschütteln konnte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ein-berliner 07.06.2017, 20:57
2. Schlimm

Die Dame lebt nicht mehr aber mit dem Namen kann man herrlich Geld verdienen. Was für ein schmutziges Geschäftsmodell.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gerdd 08.06.2017, 23:34
3. Von welchem Kaliber diese Sängerin einmal war ...

... erschließt sich am ehesten, wenn man ihren wohl größten Hit betrachtet: I Will Always Love You.

Ursprünglich von Dolly Parton geschrieben und eingespielt, wurde der Song auch von Linda Ronstadt gecovert, und was die anpackte, das saß in aller Regel. Und so hatte Kevin Costner so seine liebe Not, Whitney zu überreden, diesen "Country Song" für den Film "Bodyguard" aufzunehmen. Und mit dieser Aufnahme hatte sie das Lied für alle anderen "unsingbar" gemacht, wie Marietta Slomka im Heute-Journal es formulierte. Und auch für sich selbst, möchte man hinzufügen - denn ihr späteres Comeback wurde wohl auch dadurch unmöglich gemacht, daß sie selbst ihrem künstlerischen Anspruch nicht mehr gerecht werden konnte. Jennifer Hudson hatte dann den Mut, dieses "unsingbare" Lied zu Ehren Whiteneys auf der Grammy-Feier am nächsten Tag vorzutragen - auch sie eine Sängerin von Format, die sich ohne weiteres neben Linda Ronstadt einreihen konnte, aber der Abstand zu Whitney Houston auf dem Höhepunkt ihrer Kunst blieb. Darin liegt vielleicht auch Trost für Legionen von "Casting Show Hopefuls," die an diesem Lied scheitern. Der Meßlatte am nächsten ist vielleicht ausgerechnet ein Mann: Der ESC-Dauerbrenner aus Irland, Johnny Logan.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sotomajor 08.06.2017, 11:31
4. R.i.p.

Withney Houston war die grösste Sängerin aller Zeiten. Sie erreichte mit vielen ihrer Songs etwas, das Musik in eine Dimension hebt, die man manchmal nicht mehr begreifen kann. Sie kratzte oft ein kleines Stück an der Seele. Udo Jürgens sagte einmal.: "Wenn eine gute Musik und ein schöner Text mit einer grandiosen Stimme zusammen kommen, weckt das allergrösste Emotionen"! Anders kann man Withney Houston gar nicht beschreiben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
observerlbg 08.06.2017, 11:55
5. So ein Quatsch

Zitat von ein-berliner
Die Dame lebt nicht mehr aber mit dem Namen kann man herrlich Geld verdienen. Was für ein schmutziges Geschäftsmodell.
Die Frau war von öffentlichen Interesse und viele haben sie geliebt. Eine gut gemachte Filmbiografie erfüllt also Bedürfnisse. Schmutzige Geschäftsmodelle sind Zwangsprostitution, Kinder- Drogen- und Waffenhandel......

Beitrag melden Antworten / Zitieren
troy_mcclure 08.06.2017, 13:08
6. Tja

Zitat von sotomajor
Withney Houston war die grösste Sängerin aller Zeiten. Sie erreichte mit vielen ihrer Songs etwas, das Musik in eine Dimension hebt, die man manchmal nicht mehr begreifen kann. Sie kratzte oft ein kleines Stück an der Seele. Udo Jürgens sagte einmal.: "Wenn eine gute Musik und ein schöner Text mit einer grandiosen Stimme zusammen kommen, weckt das allergrösste Emotionen"! Anders kann man Withney Houston gar nicht beschreiben.
So unterscheiden sich die Geschmäcker, mir hat ihre Stimme so gar nicht gefallen.
Auf Anhieb fallen mir drei, vier "grössere Sängerinnen aller Zeiten" ein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
scl35 08.06.2017, 14:33
7. Seltsam

Schon erstaunlich: Eine Whitney Houston Doku ohne eine einzige Aussage ihres Entdeckers, Förderers und Machers Clive Davis. Ohne ihn hätten wir von ihr nie was gehört. Im übrigen war es Davis der sie überzeugte
"I Will Alwaya Love You" aufzunehmen, und ganz sicher nicht Kevin Costner, wie Nr 3 behauptet.
Wenn ich mich recht erinnere hat SPON bereits vor einigen Wochen einen Bericht über die Doku gebracht. Darin wurde erwähnt, das man mit Davis stundenlang gesprochen hat. Warum davon nichts verwendet wurde, ist mir ein Rätsel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Shulma Shmoller-Shmopp 09.06.2017, 16:07
8. Sehr gut

Technik ist der Feind der Aura. Whitney war eine sehr gute Technikerin.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
helisara 13.06.2017, 19:59
9.

Zitat von Pollowitzer
...den Eindruck als würde Whitney H schwer christlich eingekeilt zwischen Mutter und Tante leiden - die hätten es wohl gerne gesehen wenn sie nur in der Kirche gesungen hätte - davon konnte sie sich wohl nie befreien und lebte so als stände immer jemand mit erhobenem Finger drohend hinter ihr - sie scheiterte am kirchlichen Dogma das ihre Familie ihr aufzwang und das sie nie abschütteln konnte.
Das ist Quatsch. Viele schwarze Popstars beginnen im Kirchenchor, aber Mama und Tante, überhaupt die ganze Familie, wollten sehr gern das Whitney Karriere machte, aber eben nach ihren Regeln. Das Kind sollte brav nach ihrer Pfeife tanzen, das hat mit Religion nichts zu tun, das kommt auch bei nichtreligiösen Familien begabter Kinder vor.

Was ich immer merkwürdig, geradezu rassistisch finde, sind die Ressentiments mancher Schwarzer gegenüber schwarzen Künstlern die nicht "schwarz genug" sind. Ich habe von schwarzen Opernsängern gehört, die sich bei anderen Schwarzen dafür rechtfertigen mußten, daß sie die "Musik der Weißen" sangen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren