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Ein Jahr #MeToo: Was sich jetzt ändern muss
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Aus den Vorwürfen gegen einen Hollywood-Mogul entstand eine weltweite Bewegung: #MeToo begann vor einem Jahr - und darf nicht enden. Was muss sich ändern, damit Frauen endlich sicher und gleichberechtigt leben können? Elf Forderungen.

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harryhorst 08.10.2018, 12:50
1. Es tut mir leid

Ich kann es nicht mehr hören. Anfangs hatge die Meetoo-Debatte noch Sinn. Inzwischen hat sich das alles verselbstständigt und schadet nur noch.

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mcpoel 08.10.2018, 12:55
2. Warum nicht einfach Anstand fordern?

Wer die Serena Williams Geschichte zu einer #MeToo Sache erklärt, kann nicht neutral sein. Erklärt sich daraus vielleicht, warum der Autor nicht einfach generell anständigen Umgang miteinander fordert? Dies wäre eine neutrale Forderung, ohne zu polarisieren. Das #MeToo Problem ist, daß die Kampagne polarisiert. Genau das bringt aber nicht weiter, das hat jeder bei Kavanaugh gesehen. Nur De-eskalierung und schlichtweg anständiger Umgang (das beinhaltet alles Nötige) wären nötig, keine Quotenfrauen oder noch mehr politisch korrekte Regulierung.

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SPONU 08.10.2018, 12:56
3. Als Teenager habe ich

...mehr als einmal versucht, mich schützend vor meine Mutter zu stellen als mein Vater im Suff austeilte. Auch als Erwachsener auf Besuch hatte ich mit ihm schon handfeste Auseinandersetzung weil er meiner Meinung nach respektlos und herablassend mit meiner Mutter umging.
Bis heute würde ich die Hand gegen jeden heben der in meinem Beisein gegenüber einer körperlich schwächeren Person Gewalt anwendet.
Ich kann von mir selbs sagen dass ich nie bewusst und zumindest in meiner Erinnerung auch nicht unbewusst mein Geschlecht missbraucht habe, um irgendeine Gegenleistung von einer Frau zu verlangen oder sie zu etwas zu zwingen.

Das vorweg.
Ich finde allerdings dass dieser Beitrag Sachverhalte miteinander vermischt die nicht zu vermischen sind. #metoo galt und gilt der Unversehrheit der Frauen im Alltag und Schutz vor männlichen Uebergriffen. Es geht hier nicht um z.B. gleiche Aufstiegsschancen oder Gehälter. Und das bewusste "Kleinhalten" weiblicher Mitarbeiter durch das Patriarchat als eine Form von Gewalt einzustufen....nein, das gehört nicht zu #metoo.

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madameping 08.10.2018, 12:58
4. Gute Aktion mit guten Gedanken

Eines hätte ich noch hinzuzufügen: Auch Frauen können das Problem sein, dass wir noch nicht so weit sind, wie wir sein könnten. Nein, ich spreche nicht von den Opfern, sondern von Frauen, die von einem Opfer hören, ein Opfer zu sein. Noch heute regt sich in vielen Frauenköpfen der Reflex, dem Opfer Selbstverschuldung anzudichten. Da wird mit zynisch aufbebenden Lidern verächtlich gegrunzt und nur kurz darauf eine bösartige Behauptung in den Raum gestellt. Ich frage mich, was dahinter steckt. Mangelnde Empathie?
Unglaublich, wenn man denkt, dass wir im 21. Jh. leben, mit all den Erfahrungen, die die Welt gemacht hat.

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querollo 08.10.2018, 13:00
5. Echt jetzt?

Die 11 "Forderungen", die Frauen in diesem Land nach vorne bringen sollen, beginnen mit "Dating auf Augenhöhe"? Ich fasse es nicht!
Und es soll Belohnungen geben für Unternehmen, die weibliche Führungskräfte einstellen? Was ist das denn? Belohnungen gibt es für Leistungen ÜBER dem Selbstverständlichen. Hier ist der Status des Selbstverständlichen, nämlich 50%, noch nicht mal erreicht. Wenn aber das Mittel nicht erreicht wird, wenn man z.B. nicht rechtzeitig liefert, dann zahlt man Strafe. Es sollte also Strafzahlungen für die geben, die keine 50% Frauenquote haben. Wer Belohnung für das Selbstverständliche bezahlt, der zementiert damit den Status Quo.

Ich bin fast überrascht, dass "größere Kosmetikspiegel in allen Autos"
keine dieser bahnbrechenden Forderungen war.
Wie wäre es denn mal mit der Aufhebung des Ehegattensplitting?
Oder mit Karierewegen, die es Frauen ermöglichen Kinder und Beruf ohne Einschränkungen zu vereinbaren oder mit Studium und Berufsausbildung erst später loszulegen? Ab 30 gibts kein BAFÖG mehr. Wie wäre es denn mal, das für Frauen zu ändern, die früh Mutter geworden sind?

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drben 08.10.2018, 13:01
6. Keine Bewegung

#metoo ist keine Bewegung. Es ist eine Kampagne. Und als solche sollte man auch damit umgehen.

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querollo 08.10.2018, 13:01
7.

Zitat von harryhorst
Inzwischen hat sich das alles verselbstständigt und schadet nur noch.
Wem? Und warum?

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three-horses 08.10.2018, 13:07
8. Macht es nicht kaputt.

Ich werde die Forderungn auf eine Reduzieren. Keine Gewalt seitens der Maenner. Und die Initiative sollen ab sofort die Frauen uebernehmen. Ist nicht immer einfach. Und besser ist man als Frau eigentlich nicht. Nur anders. Von einem anderem Stern. Macht es nicht kaputt.

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yoda56 08.10.2018, 13:10
9. Inzwischen höre ich (männlich) nur noch: "BitteAufhören!" und zwar...

...von Kolleginnen, Freundinnen und auch den Eltern weiblicher Mitschülerinnen meiner Töchter gleichermaßen - also irgendwas läuft da an der Realität vorbei, wenn ständig nur über die Benachteiligung des weiblichen Geschlechts jedweden Alters gejammert wird.

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