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Eklat über Facebook-Posting: "Welt" trennt sich von Autor Matussek
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Er soll den Chefredakteur Peters in einer Konferenz ein "durchgeknalltes Arschloch" genannt haben - nun ist "Welt"-Autor Matthias Matussek seinen Job los. Grund des Streits war ein Facebook-Beitrag des Journalisten.

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lema2011 17.11.2015, 14:56
1. Lustig

Ist schon unreal, wenn die "BILD" Redaktion auf Geschmacklosigkeiten oder Anpöpeleien so reagiert. Ist es nicht immer noch BILD Tradition sich über Menschen lustig zu machen und erfundene Geschichten als Wahrheit zu verkaufen - oder hat sich seit Wallraf etwas verbessert?

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dasdondel 17.11.2015, 14:56
2. ich möchte darauf hinweisen

, dass SPON im Artikel : http://www.spiegel.de/politik/ausland/terror-attentaeter-unter-den-fluechtlingen-wie-gross-ist-die-gefahr-a-1062905.html genau das diskutiert, was Herr Matussek vorausgesagt hat.

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hasimen 17.11.2015, 14:58
3. Erkenntisse :

A ) Facebook ist ungesund !
B ) Die Wahrheit ertragen können nicht alle,
C ) die Wahrheit sagen kann nicht jeder,
D ) über die Wahrheit nachzudenken wird immer verwerflicher ... in der heutigen Zeit.
BIS es knallt !

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lemmy 17.11.2015, 15:02
4. Der journalistische Maulkorb

Ich kann daran nichts ekelhaftes finden. Nur den Smiley, den hätte er sich sparen können, das war unangebracht. Ist denken und umdenken neuerdings ein persönlicher Makel und gesellschaftlich verpönt ? Alles was nicht "pro Merkel-Wahn" ist, wird gemobbt, gekündigt oder als Pack bezeichnet. Er hat doch recht mit dem was er schreibt. Ansonsten bleibt dem Mainstream-Journalismus wohl nichts anderes übrig, als weiter Maulkörbe zu verteilen, damit das Wahlvolk auch weiterhin mit reichlich "Beruhigungspillen" versorgt wird. Kritik unerwünscht. Man wird noch sehen, wie und wann es dafür die Quittung gibt.

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ackergold 17.11.2015, 15:05
5.

Matusseks hasstriefende Primitiv-Tiraden hat doch sowieso längst niemand mehr Ernst genommen, genauso wie seine schon peinliche Anbiederung an den Steinzeit-Katholizismus der Vorgängerpäpste.

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bo73 17.11.2015, 15:07
6. Arbeitsrechtlich kaum haltbar, die Kündigung

Arbeitsrechtlich ist die Kündigung nicht haltbar. Offen fremdenfeindlich oder gar rassistisch ist die Aussage bei facebook nämlich nicht. Geschmacklos und berechtigter Stein des Anstoßes war aber, dass M. mit einem lachenden Smiley Freude über das Massaker zum Ausdruck gebracht hat, weil es zu einer - unstreitig zwischen allen Parteien außer der radikalen Linken - dringend notwendigen Erfassung und Registrierung der Flüchtlinge an den Grenzen führen wird. Schon, dass er den Smiley entfernt hat, zeigt, dass insoweit - falls arbeitsrechtlich relevantes Fehlverhalten bei einem Journalisten überhaupt vorliegt - eine Abmahnung genügt hätte. Sodann ist er von 2 Vorgesetzten seines Unternehmens in öffentlich weit verbreiteter Form beleidigt worden ("ekelhaft", "durchgeknallt"). Wenn darauf der Angegriffene in einer internen, emotional geführten Besprechung die Nerven verliert und zurück beleidigt, liegt kein wichtiger Grund vor, der allein beim Areitnehmer liegt und der eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses für den Arbeitgeber unzumutbar machen würde.

M. sollte gegen die Kündigung klagen - jedes Arbeitsgericht zerfetzt die in der Luft. Mein Tip: Springer wird ihm eine Riesen-Abfindung zahelen, um der Niederlage zu entgehen.

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ackergold 17.11.2015, 15:16
7.

Zitat von bo73
Arbeitsrechtlich ist die Kündigung nicht haltbar. Offen fremdenfeindlich oder gar rassistisch ist die Aussage bei facebook nämlich nicht. ... M. sollte gegen die Kündigung klagen - jedes Arbeitsgericht zerfetzt die in der Luft. Mein Tip: Springer wird ihm eine Riesen-Abfindung zahelen, um der Niederlage zu entgehen.
Mein Herr, wer seinen Chef "durchgeknalltes Arschloch" nennt, der zerstört das notwendige Vertrauensverhältnis für eine Weiterbeschäftigung und darf fristlos gekündigt werden. Dazu gibt es jede Menge Urteile.

Ursächlich für die Kündigung war nicht das dämliche Facebook-Posting, sondern der Umgang des Mitarbeiters mit Kritik und sein widerwärtiger Ausfall. Das dürfte es gewesen sein.

Aber zum Trost: es wird sich schon ein Blatt finden, das Matussek weiter beschäftigt.

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rosie14 17.11.2015, 15:18
8. Semantisches Affentheater statt

offener Auseinandersetzung mit einer Thematik, die weite Kreise beschäftigt - die im privaten Kreis noch ganz anders daherreden! Wir täten gut daran, Denk- und Redeverbote, die von politischen Korrektheit zeugen, aber keinerlei Realitätsbezug, endlich abzuschaffen und die Befindlichkeitskultur als das zu benennen, was sie ist: Volksverdummung. Tatsache ist, dass diese Haltung Menschen direkt in die politische Verweigerung bzw in den Extremismus treibt!

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ackergold 17.11.2015, 15:20
9.

Mein Herr, wer seinen Chef "durchgeknalltes Arschloch" nennt, der zerstört das notwendige Vertrauensverhältnis für eine Weiterbeschäftigung und darf fristlos gekündigt werden. Dazu gibt es jede Menge Urteile.

Ursächlich für die Kündigung war nicht das dämliche Facebook-Posting, sondern der Umgang des Mitarbeiters mit Kritik und sein widerwärtiger Ausfall. Das dürfte es gewesen sein.

Aber zum Trost: es wird sich schon ein Blatt finden, das Matussek weiter beschäftigt.

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