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"Elisa y Marcela": Kinobetreiber fordern Ausschluss von Netflix-Film auf der Berlinal
Netflix/ Berlinale

Darf die Netflix-Produktion "Elisa y Marcela" im Wettbewerb der Berlinale laufen? Deutsche Kinobetreiber wollen das verhindern, ihre Begründung: Der Film starte nicht regulär im Kino. Die Festivalbetreiber widersprechen.

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ctreber 11.02.2019, 16:36
1. Was wird bei der Berlinale geehrt? Filme oder Kino-Filme?

Wikipedia: "Im Wettbewerb werden (entsprechend den FIAPF-Richtlinien) ausschließlich Filme gezeigt, die innerhalb der letzten 12 Monate vor Festivalbeginn produziert und noch nicht außerhalb ihrer Ursprungsländer aufgeführt wurden." Hier wird "Kino" nicht als Bedingungen erwähnt.

Die Zeiten ändern sich auch hier: Die Filme mit den meisten Zuschauern dürften irgendwann nicht mehr im Kino laufen. Und manche Filme, siehe Artikel, laufen auch gar nicht mehr dort.

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ekel 11.02.2019, 17:19
2. Arroganz eines sterbenden Titans

Die Kinobetreiber fürchten sich zu Recht. Dass sie mit allen Mitteln versuchen, neue Größen wie z.B. Netflix davon ab zu halten, sich ihr Stück vom Kuchen zu holen, verstehe ich. Es geht (noch) um viel Geld. Es wird aber nichts nützen.
Erst haben die großen Ketten versucht, die kleinen Kinos zu vertreiben, was ihnen auch dank der Hilfe der genau so eingebildeten Filmverleiher ganz gut gelungen ist. Dann haben sie die Qualität des Kinobesuchs dermaßen gesenkt, dass ich mich ekle, wenn ich nur schon daran denke, mich auf einen der vollgepinkelten und mit „Käse“sauce verdreckten Stühle setzen zu müssen, und jetzt merken sie auf einmal dass die Menschen nicht dumm genug sind, sich für den Preis einer neuen DVD in ihre widerlichen Häuser zu begeben und wochenaltes Popcorn zu Preisen, zu denen ich beim Italiener um die Ecke ein ganzes Abendessen bekomme, zu kaufen. Deshalb versuchen sie jetzt mit allen Mitteln, diese Entwicklung auf zu halten oder zumindest zu verlangsamen.

Es wird sich aber nicht aufhalten lassen. Und dieses Gebaren, das es ja schon in Cannes gab, wo der Folm „Okja“ ausgebuht wurde, ist einfach nur noch peinlich.

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HuFu 11.02.2019, 19:24
3. Film ist Film!

Ob ich den Film nun in 3 Spartenkinos zeige oder bei Netflix / Amazon whatever ist doch für den Film als solches völlig irrelevant. Wenn der Film von Netflix ein guter ist, dann hat er logischerweise die gleichen Anrechte gut zu sein als einer aus den "normalen" Kinos. Die FI ist immer noch vor der Wandlung, die die MI bereits durchhat....

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celtic99 11.02.2019, 19:36
4. Zu teuer

Ich tue mir den Kinobesuch auch immer seltener an, vor allem, weil es schlichtweg zu teuer geworden ist.
Mit dem Gegenwert einer DVD kommt man ja schon nicht mehr hin, dank zahlreicher Zuschläge wie Überlängen, 3D, und Logenzuschlag6, die neueste Erfindung der "gute Film"- Zuschlag...gibts bei Cinemaxx tatsächlich ( vielleicht haben sie den auch schon wieder abgeschafft, war länger nicht mehr da)
So ist man pro Person locker mal 20 Euro los, parken muss man ja auch meistens...
Dann kommt noch hinzu, dass die mitanwesenden Kinobesucher leider immer rücksichtsloser werden, hemmungsloses Gemampfe und Geschlürfe wohin man horcht, gequatscht wird sowieso, wer sich wagt, zu beschweren, dem werden auch gern mal Schläge angedroht.
Aber so ein Kinosaal bietet halt oft einen repräsentativen Querschnitt durch die Bevölkerung, so ist das halt mittlerweile bei uns...Rücksicht Fehlanzeige.
Da warte ich lieber eine Zeitlang und schaue den Film zuhause, ich kann zudem jederzeit die Originaldaten schauen und die Geruchs- und Geräuschbelästigung beschränkt sich auf meine eigene und Familienangehörige...
Schade, ich bin früher gern ins Kino gegangen, 1x pro Woche mind., aber die Multiplexer tragen das Kino mit ihrem Verhalten so zu Grabe...

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BruceWayne 11.02.2019, 20:32
5. Scheinkampf

Die Versuche der Kinobetreiber, nicht nur in Deutschland, Netflix von den Festivals zu verbannen, hat einen tieferen Grund. Die megareichen Plattformen binden Kreative Topstars an sich, und mischen damit gehörig den Markt auf. Top Kreative brauchen aber auch "öffentliche" Wahrnehmung, insbesondere auf A-Festivals, zu denen Berlin gehört. Wenn diese "Bühnen" wegfallen haben es die Plattformen, zumindest was Spielfilme betrifft, etwas schwerer. Aber Netflix und Co sind jetzt schon mächtige Player, werden immer größer, und prägen die "Industry" neu. Wir werden sehen... Meiner Meinung nach sollte es in erster Linie um die Filmkunst gehen, mir ist da wirklich schnurzegal wenn das von Netflix & Co erfolgreich finanziert - besser - ermöglicht wird. Hier in "germany" hat man es ja ein wenig verschlafen Filme in der Qualität zu finanzieren und zu produzieren...

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noch_ein_forenposter 11.02.2019, 20:36
6.

Ich bin früher auch sehr oft ins Kino gegangen, aber mittlerweile mache ich das nur noch extrem selten, genauso wie mein Freundeskreis. Mein Hauptgrund sind die völlig unverschämten Preise, die ich mir zwar leisten könnte, das aber nicht mehr einsehe. Jeder Mist kommt heute nur noch in 3D raus - mit entsprechendem Aufpreis. 3D brauche ich nicht, habe aber fast keine Alternativen. 16 Euro aufwärts plus Getränke, Popcorn, Parkplatz? Gehts noch? OK, dann hat es die Kinobranche verdient, einzugehen. Ich werde ihr keine Träne nachweinen.

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mannheim1978 11.02.2019, 22:47
7. Ahoibrause

Film ist Film, egal wer es Produziert, wenn es ein guter Film ist, soll dieser auch Prämiert und gezeigt werden.

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spon_12 12.02.2019, 23:46
8.

Zitat von ekel
Die Kinobetreiber fürchten sich zu Recht. Dass sie mit allen Mitteln versuchen, neue Größen wie z.B. Netflix davon ab zu halten, sich ihr Stück vom Kuchen zu holen, verstehe ich. Es geht (noch) um viel Geld. Es wird aber nichts nützen. Erst haben die großen Ketten versucht, die kleinen Kinos zu vertreiben, was ihnen auch dank der Hilfe der genau so eingebildeten Filmverleiher ganz gut gelungen ist. Dann haben sie die Qualität des Kinobesuchs dermaßen gesenkt, dass ich mich ekle, wenn ich nur schon daran denke, mich auf einen der vollgepinkelten und mit „Käse“sauce verdreckten Stühle setzen zu müssen, und jetzt merken sie auf einmal dass die Menschen nicht dumm genug sind, sich für den Preis einer neuen DVD in ihre widerlichen Häuser zu begeben und wochenaltes Popcorn zu Preisen, zu denen ich beim Italiener um die Ecke ein ganzes Abendessen bekomme, zu kaufen. Deshalb versuchen sie jetzt mit allen Mitteln, diese Entwicklung auf zu halten oder zumindest zu verlangsamen. Es wird sich aber nicht aufhalten lassen. Und dieses Gebaren, das es ja schon in Cannes gab, wo der Folm „Okja“ ausgebuht wurde, ist einfach nur noch peinlich.
Die kleinen Kinos gibt es noch. Und es lohnt sich.

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spon_12 12.02.2019, 23:50
9.

Ich verstehe die Beiträge hier gar nicht. Es scheint mir, als glaubten die meisten, es gäbe nur noch Kinoketten, die durch ihre Unverschämtheit bezüglich Preis und Qualität durchaus kritikwürdig sind. Aber zumindest in größeren Städten wird es IMMER mindestens eine Alternative geben - und sei es auch nur der "Hobby-Keller" einer Interessengemeinschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat, Qualität und Unterhaltung zum annehmbaren Preis an die Leute zu bringen. Und wenn man ein bisschen offen ist, wird Kino dadurch auch wieder zu einem echten Abend-Highlight. In den großen Ketten, da gehe ich mit, passiert das eher selten.

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