Forum: Kultur
Emanzipations-Kinderbuch: Gute Nacht, Geschlechterklischees!
Helene Morais Soares/ Timbuktu Labs

Gleichberechtigung im Kinderzimmer: Zwei italienische Autorinnen haben Gute-Nacht-Geschichten ganz ohne schwache Mädchen und starke Jungen geschrieben: "Good Night Stories for Rebel Girls".

Seite 1 von 4
geando 29.10.2017, 19:47
1. Hänsel und Gretel

Ich meine mich zu erinnern, dass im Märchen "Hänsel und Gretel" der Gebrüder Grimm es die kleine Gretel war, die die böse Hexe mutig in den Ofen stiess und damit ihrem älteren Bruder Hänsel das Leben rettete. Dies mag in den alten Volksmärchen vielleicht eher eine Ausnahme sein, aber diese sind eben Zeugen ihrer Zeit und deren Verhältnisse. Eine böse Verschwörung gegen die Belange der Mädchen und des weiblichen Geschlechts generell kann ich irgendwie nicht erkennen.

Beitrag melden
paulpuma 29.10.2017, 21:00
2.

Starke Mädchen sind nichts neues: Pipi Langstrumpf hatte schon ein Vorbild: Tamara Ramseys "Wunderbare Fahrten der kleinen Dott" aus den 30er Jahren. Und sind in den überwiegenden Grimmschen Märchen nicht auch die Mädchen die Hauptakteure?

Beitrag melden
Schnase 29.10.2017, 21:47
3.

Komisch, mein Bücheregal sah anders aus:
Ronja Räubertochter
Die rote Zora
Momo
Pippi Langstrumpf
Lotta
Molly Moon
Annie
Puckie
Die dumme Augustine
u.v.m.

Beitrag melden
bcpmoon1 29.10.2017, 21:52
4. Finde ich nicht

Ich habe drei Kinder und eher das „Problem“, zeitgenössische Kinderbücher zu finden, die starke Jungs zeigen. Dafür muss ich also zu den Klassikern greifen. Für die Tochter ist das einfacher. Irgendwie ähnlich wie bei der Werbung, da sind Männer auch immer die Dödel. Was solls.

Beitrag melden
ans-peter-paul 29.10.2017, 21:52
5. "i want to go to mars"

Ich möchte auch vieles, davor steht leider der Aufwand.

Aufwand bedeutet hier ein technisches Studium erfolgreich zu beenden und nicht irgendwas "mit Medien" und dann noch per crowd die Kohle reinholen zu lassen.

Thema verfehlt und Nichts gelernt hätte meine Lehrerin damals attestiert ;)

Beitrag melden
lupo62 29.10.2017, 22:03
6.

Schön, wenn sich nach der Lektüre des Buches Mädchen Dinge trauen, die sie sich sonst nicht getraut hätten. Sehr viele werden es nicht sein. Unangenehm aufzufallen ist nicht gerade dass, was Frau anstrebt.

Beitrag melden
t_mcmillan 29.10.2017, 22:10
7.

@1: Exakt.
Zu M. Thatcher: Wenn ihre Anwesenheit in dem Buch der Verfasserin Bauchweh bereitet, sollte sie sich Gedanken zum Thema Meinungsfreiheit machen. M.T. hat ihr Ding durchgezogen, immer wieder. Das sollte reichen, um Vorbild zu sein. Hat man als Mann eigentlich inzwischen das Gefühl, ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, weil man Mann ist?

Beitrag melden
dr_jp 29.10.2017, 22:15
8. Hänsel & Gretel, die 7 Raben, Frau Holle, Schneeweißchen und Rosenrot

Es gibt genügend Märchen bei Grimm, wo die Frauen starke Persönlichkeiten sind oder die Retter. Wenn man schon Bücher zitiert, sollte man dies auch richtig machen und nicht verzerrt. Übrigens ist es immer noch so, dass meistens die Männer körperlich stärker als Frauen sind und die Frauen dafür graziler als Männer. Hier wird nun schon wieder krampfhaft versucht, Emanzipation zu betreiben. Oje, SPON, ihr habt wohl die Federführung übernommen. Wie soll denn die Zukunft zwischen Mann und Frau aussehen? Was macht übrigens Frauen attraktiv und was Männer? Macht mal einen realen Vorschlag, anstatt über jahrealte Verfehlung von ganz einzelnen Personen zu berichten. Was soll das eigentlich bringen; ist das guter und neutraler Journalismus?

Beitrag melden
dr.w 29.10.2017, 22:16
9. # 1-5

treffen den Nagel auf den Kopf - deswegen mag das Buch interessant sein, aber die Buchauswahl der Familie zu Beginn des Filmes zeigt nur, daß man sich zu Anfang der Buchauswahl nicht hinreichend mit den Büchern beschäftigt hat. Aber was solls, Hauptsache mal wieder den bösen Buben die Schuld geben!

Beitrag melden
Seite 1 von 4
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!