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Episode IX: Der nächste Regisseur verlässt "Star Wars"
AP

Bereits zum vierte Mal steigt ein Regisseur vorzeitig aus einem "Star Wars"-Projekt aus: Colin Trevorrow soll nun doch nicht den neunten Teil der Saga inszenieren. Die Begründung bleibt schwammig.

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cage24 06.09.2017, 12:53
1. Star Wars Wurzeln

Was den letzten SW Filmen fehlte war eine fesselnde Story. ..
R2D2 und C3PO fehlten auch

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hegoat 06.09.2017, 13:11
2.

Bitte nicht JJ Abrams. Episode VII war schon so ein uninspiriertes Remake der 30 Jahre alten Episode IV. Das braucht man nicht nochmal.

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SethSteiner 06.09.2017, 13:14
3. Star Wars fehlen nicht die Droiden

Das Problem ist das vorgebliche Back to the Roots. Es braucht kein R2D2, auch kein C-3PO, es braucht eine in sich konsistente, durchdachte Geschichte. Genau das gibt es aber nicht, stattdessen wird einfach alles noch mal durchgekaut, was es schon gab, ordentlich auf die Nostalgiedrüse gedrückt aber ohne es mit Substanz zu verknüpfen. Wenn eine Marke sich nur noch selbst zitiert, merkt man dass sie am Ende ist. Das ist leider bei Star Wars der Fall. In TFA warf man Arndt raus und bastelte schnell ein Softreboot zusammen, in RO gab es Probleme mit der Musik und Kennedy war unzufrieden mit Edwards Arbeit so dass Nachdrehs angesetzt wurden, Josh Trank verließ Star Wars, die Han Solo Regisseure wurden gefeuert, jetzt der angesetzte TLJ Regisseur. Nicht dass die Entscheidungen nicht richtig sein können aber ständig Leute anzuwerben und zu feuern ist ein klares Zeichen dafür, dass man nicht weiß wo man hin will, nicht klar kommunziert und verplant ist. Und wenn man liest, dass Rian Johnson meint, er hätte keine Ahnung wer Snoke ist, was seine Beweggründe sind ecetera pp, dann scheint hier wirklich wenig Interesse daran zu stehen hier etwas substanzielles auszuarbeiten.

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treime 06.09.2017, 13:14
4. Da fehlt noch viel mehr...

... die neuen SW Filme sind zu sehr auf Kinder als Zuschauer getrimmt. Ein schwarzer Lord flippt mit seinem Lichtschwert aus und daraus wird ein Lacher produziert, weil zwei Soldaten lieber wieder wegrennen, als sich beim ihm zu melden. Etc.pp. - ist wohl Disneys Vorgabe. Die neue Hauptdarstellerin entwickelt die Kräfte der Macht innerhalb weniger Minuten so weit, da hat Mark Hamill einst drei Filme für gebraucht. Lächerlich. Wirklich "düster" wirkt die dunkle Seite nicht mehr, vor allem, nach dem man ja den Planetenkiller so schnell beseitigen konnte. Nee, die Episoden 1+2 waren ja schon sehr kindermäßig, einzig Episode 3 zeigte noch den gewissen nötigen Ernst, damit nicht alles ins lächerliche abdriftet. Was bleibt: das "Franchise" wird von Disney ausgepreßt - für den Gewinn, für die Aktionäre. Kaufen muss man sich die Teile nicht mehr, wer tut sich sowas mehrmals hintereinander an? Filmwochenende? Maximal mit Episode 4-6 ;)

Rogue One war da ein wenig die Ausnahme. Auch wenn man sich da wieder einige Logikfehler geleistet hatte.

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frank.huebner 06.09.2017, 13:21
5. Der Film muss Massentauglich sein

Es geht um Geld, viel Geld. Da kann man nicht auf künstlerische Freiheiten setzen, sondern auf Altbewährtes und Publikumserprobtes. Als alter SW Fan fand ich VII schon eher schwach, mit sehr vorhersehbarer Story und Charakteren. Rogue One hat dem SW Universum da einige neue Blickwinkel abgewonnen, ist aber bei vielen eingefleischten Traditionalisten nicht ganz so gut angekommen. Also nimmt man wieder Althergebrachtes, wärmt es auf und macht wieder viel Geld. Wird schon...

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Echt jetzt 06.09.2017, 13:54
6. Licht und Schatten

Dass auch Disney gute Star-Wars-Filme produzieren kann, haben sie mit Rogue One bewiesen und das sogar ganz ohne Jedi-Ritter. Episode 7 war hingegen nicht nur uninspiriert sondern Abrams typisch unnötig konfus (der Mann hat einfach kein Gefühl für räumliche und zeitliche Dimensionen). Mit dem richtigen Regisseur und einem etwas originellerem Drehbuch, kann die Saga aber leicht wieder auf Kurs gebracht werden.

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philip.j.fry 06.09.2017, 14:09
7. Bilddetail

Unabhängig davon ob man die neueren Episoden mag oder nicht (ich persönlich vermisse - wie andere
Kommentatoren vor mir - eine selbstständige, durchdachte Geschichte) musste ich beim Betrachten des
Bildes von Colin Trevorrow kräftig schmunzeln. Denn passend zur Artikelüberschrift "Der nächste Regisseur
verlässt "Star Wars"" prangt über Trevorrow der Schriftzug "never leave things undone." Einfach köstlich.

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DrStrang3love 06.09.2017, 14:09
8.

Zitat von treime
... die neuen SW Filme sind zu sehr auf Kinder als Zuschauer getrimmt. (…)
Da vernebelt die Nostalgie offensichtlich den Blick: Star Wars war schon *immer* sehr auf ein junges Publikum getrimmt. Von der simplen, märchenhaften "Bauernjunge rettet schöne Prinzessin aus den Klauen eines bösen Schwarzen Ritters"-Story, den "Comic Relief"-Charakteren C3P0 und R2-D2, den schön als Spielzeuge vermarktbaren bunten Nebencharakteren, bis hin natürlich zu den Ewoks in RotJ.

Und nicht zu vergessen: George Lucas ist nicht durch die Filme reich geworden, sondern durch das vor allem an Kinder gerichtete Merchandising.

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SethSteiner 06.09.2017, 14:31
9. Star Wars war nicht auf ein junges Publikum getrimmt

Das kann man nur sagen, wenn man auf die Entstehungsgeschichte pfeift, die doch etwas komplexer ist. Star Wars war einfach erst mal eine Vision von Lukas die aus verschiedenen Inspirationsquellen geschaffen und mehrfach überarbeitet wurde. Das was man im Kino sah war keine Kindergeschichte, sondern All-Age, daher ja auch ein 19 Jähriger Protagonist und kein 12 Jähriger. Die Story "Bauernjunge rettet schöne Prinzessin" war 1977 weder sonderlich verbreitet (das kam erst mit Star Wars), noch ist das so richtig. Luke konfrontierte persönlich Vader so nicht zumindest nicht bewusst, besiegte diesen auch nicht. Auch wurde Leia nicht aus Vaders klauen, sondern Tarkins befreit, denn Tarkin war in ANH der Hauptbösewicht und Vader der brutale Handlanger, quasi klassisches James Bond Schema. TESB war sowieso kein lustiger Kinderfilm, erst mit ROTJ und den Ewoks sowie den Happy End kam das, weil sich Lucas entschied Star Wars zu beenden, was aber so in V noch nicht feststand. Abgesehen ist "das war schon immer so", kein gutes Argument.

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