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Erfolgreiche Comedy-Serie: Zwölfte Staffel von "The Big Bang Theory" wird die letzte
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"Wir ertrinken in Tränen": Nach zwölf Staffeln wird "The Big Bang Theory" im kommenden Jahr enden. Die Schauspieler und Macher versprechen, die Serie werde mit einem epischen Knall enden.

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NauMax 23.08.2018, 10:55
20.

Zitat von Meckerameise
Ich hab schon vor einigen Staffeln das Interesse verloren. Aus dem teilweise noch sehr nerdigem Verhalten sind irgendwann Beziehungsdramen geworden, die so auch andere Sitcoms haben - Zwecks irgendeiner Entwicklung hat man das Alleinstellungsmerkmal einfach über Bord geworfen. Gerade Sheldon Cooper, der Zeit seines Lebens Ticks ohne Ende hat und dem das Aspergersyndrom nachgesagt wird (was der Produzent aber verneinte), macht in kürzester Zeit eine Komplettwende, sonstige Logikfehler mal ausgeklammert wie, als er Penny belehrte, dass man mit den Füßen zur Haustür schläft zwecks Verteidigung, irgendwann später in der Serie auf einem anderen Sofa aber einfach mit dem Kopf zur Tür schläft (glaube bei Penny). Die chronischen Wiederholungen auf Pro7 taten ihr übriges.
Im Grunde ging es in dieser Serie von Anfang an um das Erwachsenwerden und die damit verbundenen Veränderung persönlicher Interessen und Verhaltensweisen. Die Kombination aus unfassbarer Intelligenz einerseits gepaart mit starker Unreife andererseits zeichnet die Ersten Staffeln aus und hat sie gerade bei Nerds sehr beliebt gemacht. Dass das Nerdige damit im Laufe der Zeit von allen Charakteren in unterschiedlicher Geschwindigkeit weitgehend abgelegt wird ist völlig normal und eine logische Charakterentwicklung. Das sich hieraus entwickelnde Konfliktpotenzial, insbesondere zwischen Leonard und Sheldon als der sich am schnellsten und der sich am langsamsten entwickelnde Charakter hat diese Serie in ihrer Mitte am Leben gehalten. Dass dann mit der Zeit andere Aspekte wie Freundinnen mit in den Vordergrund treten, während klassische Nerdkultur zurückstecken muss ist ebenfalls völlig normal. Eine Serie ohne Charakterentwicklung funktioniert nur in Ausnahmefällen wie z.B. bei den Simpsons.

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equigen 23.08.2018, 11:19
21. @AtheistCrusader: sehe ich auch so

Ich kann auch nicht sehen, dass das eine Serie für Nerds ist. Meist sind es Witzchen auf Kosten von Nerds geworden. Und wenn man der Allgemeinheit mitteilen will, dass Wissenschaft nur was für sehr schräge Typen ist dann war man leider sehr erfolgreich...

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DJ Doena 23.08.2018, 11:21
22.

Zitat von Marc87
Deswegen war es auch keine Serie über Nerds, sondern eben primär eine für Nerds. Man hat viele Witze nur verstanden, wenn man zumindest im Physikunterricht irgendwann mal aufgepasst hat.
Ne eben nich. Der "Humor" besteht darin, dass sich die Geeks wissenschaftlich ausdrücken, nicht wirklich, was sie sagen.

Dieses Video stellt dies schön heraus: https://www.youtube.com/watch?v=DxFPmF1puW4&t=2m30s

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egoneiermann 23.08.2018, 11:51
23.

Zitat von DJ Doena
Mag zwar sein, aber es gibt einfach zu viele Probleme mit dem Konzept. Bei den Sitcoms mit Lach-Track muss jeder Satz humorig sein und eine Pointe haben. Es gibt kaum einen Satz nachdem nicht gelacht wird, obwohl überhaupt nichts witziges gesagt wurde. Ist mir auch neulich beim Zappen bei den "Wilden Siebzigern" aufgefallen. "Mach noch das Auto zu!" *hahahaha* Und ich nur: "Was? Warum?" Auf Youtube gibt es da schöne Demonstrationen, wo Leute sich die Mühe gemacht haben, dass Lachen mal aus der Tonspur rauszufiltern. Da kann man mal an sich selbst testen, ob es wirklich komisch ist, was die Leute da sagen. https://www.youtube.com/watch?v=jKS3MGriZcs
Das ist Richtig, aber in jedem Theater oder vollbesetzten Kino lacht man auch automatisch mit. Und gerade in dieser Serie gibt es auch lange Sequenzen, wo nicht gelacht wird. Schwierig ist natürlich auch die Produktion, weil jede Szene ja mehrfach gespielt wird und das Publikum natürlich nur einmal lacht. trotzdem hat das nichst mit Konserven-Lachen zu tun.

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DJ Doena 23.08.2018, 12:27
24.

Zitat von egoneiermann
trotzdem hat das nichst mit Konserven-Lachen zu tun.
Jein. Das kommt drauf an, in welcher Sprache man guckt. Im O-Ton ist das tatsächlich das Studiopublikum. Wobei auch dieses separat aufgezeichnet wird und dann bei der Tonmischung wieder eingespielt wird.

In der Synchro ist es oftmals tatsächlich die Konserve. Das war damals bei den Bundys ganz offensichtlich weil man doch eine Lache eines Mannes immer wieder deutlich rausgehört hat.


Inzwischen mag ich meine Comedies aber eher im "Normalmodus", wo ich dann entscheide, was ich lustig finde und was nicht. Und dann kann ich auch damit leben, wenn ich mal 5 Minuten lang nicht lache, sondern nur ab und an mal mild vor mich hinschmunzele.

Serien dieser Art sind Community, Raising Hope, Parks & Recreation und Brooklyn Nine-Nine.

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