Forum: Kultur
Feminismus-Buch: Heilige Scheiße
Getty Images

Frauen haben nur 100 Wörter pro Tag: Christina Dalcher spinnt in ihrem Science-Fiction-Roman "Vox" die Feminismusdebatte schonungslos weiter - und macht alles wieder kaputt. Wäre es doch nur eine Satire!

Seite 1 von 3
transatco 17.08.2018, 10:29
1. Die ganze Feminismus Debatte wird mehr und mehr

zur reinen Marketingmaschine! Die Frauen tun sich damit leider langfristig keinen Gefallen, sondern machen damit ein seriöses Thema kaputt!
Denn weder "Satire" noch neoliberales Denken haben im Verhältnis der Geschlechter etwas zu suchen!
Jeder denke an seine eigene Beziehung und weiss das beides die Liebe zerstört!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
SPONU 17.08.2018, 10:43
2. Da schaudert es mich....

...aber aus einem anderen Grund:
"Die Frauen, ohne Wörter, ohne Pässe, ohne Geld widersprechen nicht. Sie kommunizieren nicht mit ihren Kindern, die Töchter wachsen damit auf, dass Frauen "unrein" sind, nicht reden, also nicht denken, sondern gebären, einkaufen, kochen."

Jetzt mal scharf nachdenken in welchen Kulturkreisen das keine Fiktion, sondern Wirklichkeit ist. Eine Lebensbeschreibung aus dem Jahr 2018 und nicht in ferner Zukunft.
Aber merke: DAS fällt unter Religionsfreiheit. Die Frauen unterwerfen sich nicht, sondern üben frei ihre Religion aus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
01099 17.08.2018, 11:07
3.

Ich muss immer an Leute wie Jil Sander denken, die mit viel feinerer, sanfter Hand die Frauen zu einer gewissen Form der Emanzipation geführt haben. Das sind für mich die wirklichen Vorreiterinnen und nicht die ganzen Profilneurotiker, die derzeit Bücher, Filme und allerlei soziale Medien mit ihren eigenartigen Ansichten zu den Geschlechtern füllen und nur alte Gräben aufreißen bzw. noch tiefer schaufeln.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nomac 17.08.2018, 11:08
4. nun...

man hätte vielleicht einfach sagen können, dass das Buch dem Fischer-Verlag wenig Einnahmen bringen dürfte, weil es 1. mies geschrieben ist und 2. überdies noch schlecht übersetzt ist (entnehme ich der Rezension). Dass damit die Feminismusdebatte kaputt gemacht wird, kann ich der Rezensentin dann doch nicht glauben - und dass wäre doch eine gute Nachricht. Ein Buch ist nur ein Buch und dieses klingt nicht nach einem neuen "Die Satanischen Verse".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dasfred 17.08.2018, 11:09
5. Feminismus in der Literatur geht besser

Mir kamen gerade die Krimis von Agatha Christie in den Sinn. Diese Frau hat schon vor Jahrzehnten den scharfsinnigen Intellekt, die grenzenlose Naivität und die schamlos berechnende Bosheit gleichmäßig über ihre Romanfiguren verteilt. Keines dieser Rollenbilder war so, wie es auf den ersten Blick schien. Gut und Böse, völlig unabhängig vom Geschlecht, darzustellen, ist eine besondere Leistungen feministischer Literatur. Bei Christie ist kein Geschlecht nur Täter, keines nur Opfer. Völlige Gleichstellung in der Zeit zwischen den Suffragetten und Emma.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
varphi 17.08.2018, 11:15
6. Ich kann mich dem Vorredner

Nur anschließen. Das Thema Gleichberechtigung ist zur Marketingmaschine geworden und wird jetzt eiskalt ausgeschöpft, zu Lasten der eigentlichen Kernthemen. Bei diesem Thema ist Bento ebenfalls weit vorne und verwischt die wirklich wichtigen Themen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spätaufsteher 17.08.2018, 11:18
7. Feminismus ist für Alle da

Zitat von transatco
Die Frauen tun sich damit leider langfristig keinen Gefallen, sondern machen damit ein seriöses Thema kaputt!
So lange es noch Männer gibt die glauben, beim Feminismus ginge es ausschließlich oder auch nur überwiegend um Frauen, ist das Thema noch lange, lange nicht durch!

Schöne Grüße von einem männlichen Feministen der die Elternzeit wie Bolle genießt und keinesfalls die eindimensionale, eingeschränkte, auf Job und Karriere festgelegte Männlichkeit der Vätergeneration leben müssen möchte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
glamax 17.08.2018, 11:33
8. Sexismus und Diskriminierung

"Ja, die Idee, um die sie ihr Debüt strickt, denkt schonungslos konsequent weiter, was all die Debatten zu #mansplaining, #metoo, #manterrupting in sich tragen:"

Denkt man die Debatten schonungslos weiter, werden es wohl nicht die Frauen sein, die diese Armbänder tragen. Bereits die Begriffe "mansplaining" und "manterrupting" sind zutiefst sexistisch und diskriminierend.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Leser161 17.08.2018, 11:35
9. Prämisse falsch

Da Männer ebenfalls nicht einfach so Blödsinn erzählen dürfen, ohne das jemand Einspruch erhebt, ist die Prämisse falsch.
Stattdessen könnte man vermuten das die Gleichberechtigung schon da ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 3