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Festival in Cannes: Buhrufer unterbrechen Netflix-Filmpremiere
Netflix

Frankreich gegen Netflix: Die Filmschaffenden wollen nicht hinnehmen, dass beim Festival von Cannes Produktionen des US-Streaminganbieters laufen. Bei der Vorführung eines Tilda-Swinton-Films kam es zum Eklat.

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benutzer1000 19.05.2017, 09:51
1. Auch die Filmwelt wird sich anpassen müssen.

Die Zeit bleibt nicht stehen auch wenn man es manchmal gerne hätte. Wie bei den Verlagen die elektronischen Medien immer mehr Einzug halten, bei der Musik die Schallplatten, Kassetten und CDs verschwinden, wird sich auch in der Filmwelt einiges tun. Die Filmwelt sollte sich den Herausforderungen stellen und nicht jammern. Den Heizer auf der Diesellok gibt es auch in England nicht mehr.

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Ambrosicus 19.05.2017, 09:57
2.

Die Welt verändert sich, da hilft kein buhen.

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ympertrymon 19.05.2017, 09:58
3. Traurig ...

... wie die ach so tolerante, fortschrittliche, der Kunst- und Meinungsfreiheit und dem Schönen, Wahren und Guten verpflichtete, gebildete und aufgeschlossene kulturelle Elite sich zur Gesinnungspolizei wandelt. Da werden Ethik und Moral ganz schnell über Bord geworfen und auf dem Altar einer Kinolobby geopfert, die letztlich vor allem das eigene Geschäftsmodell bewahren will. Missliebige Filme bzw. deren Produzenten alleine aufgrund ihrer "Herkunft" anzugreifen, deren Aufführung zu stören oder ganz zu verhindern suchen, woran nur mag mich das erinnern ... ?

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claus_kleber 19.05.2017, 10:09
4. 36 Monate?

Das halte ich für reichlich übertrieben. Wie lange läuft ein Film durchschnittlich im Kino? Acht Wochen? 12-24 Monate wären da doch noch eine ausreichend lange Wartezeit.

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Flying Rain 19.05.2017, 10:10
5. Hm

Klingt nach einer klassisch französischen Reaktion...

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Jerry0815 19.05.2017, 10:10
6. Ein Glück, dass ich das Kino nicht mehr wirklich brauche ...

... weil ich nämlich keine Lust mehr habe, für ein bescheidenes "Ereignis", wie es nun mal ein guter Teil der aktuellen Produktionen der "Filmschaffenden" ist, erst mal durch die Gegend zu fahren, dann für zwei Karten + Getränke + Chips mehr zu bezahlen als für eine Blu-Ray um mir dann (und jetzt kommts): eine gefühlte halbe Stunde für mein Eintrittsgeld Werbung ansehen zu müssen (so um die 20 waren es, als ich das das letzte Mal erlebt habe).

Kino funktioniert zu Hause besser. Die Gesellschaft kann man sich selber aussuchen, die Technik ist mit Blu-Ray und Surround-Sound ausreichend, die Eigenwerbung am Anfang der Blu-Ray lässt sich meist überspringen. Die einfachen Kinos in alter Zeit waren mit verschlissenen 35mm-Kopien dem deutlich unterlegen, heute wäre es potentiell etwas besser (70mm kriegt man aber eh kaum wo zu sehen).
Die zeitlich gestaffelte Verwertung zur Sicherstellung der Einkünfte des klassischen Kinos wird hoffentlich untergehen.
Zu glauben, man habe das Recht, jemanden auszubuhen, der diesen Weg einfach umgeht indem er etwas produziert, das er dann eben auf seiner Plattform sofort anbietet, ist schon recht arrogant.

Vielleicht braucht man auch einen Zirkus in Cannes, Venedig oder Berlin überhaupt nicht, wo sich die "Filmschaffenden" gerne selbst feiern möchten?

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f36md2 19.05.2017, 10:11
7. Vive la France

Amerika und hochwertige Kulturarbeit? Das ist lange her. In den Fünfziger und Sechziger Jahren noch weltweit führend. Aber heute? Dumme Dialoge, viel Bumm-Bumm, nach spätestens fünf Minuten hat ein Schauspieler eine Knarre in der Hand, der Rest ist peinlich. Aber immerhin passend zum neuen US-Präsidenten! Vive la France!

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metastabil 19.05.2017, 10:13
8.

Ich halte Almodóvars Aussage als für seine Position als Jurypräsident für unpassend, und bin der Meinung, er schadet damit der Glaubwürdigkeit der Prämierungen der Filmfestspiele von Cannes. Die Prämierungen sollten rein auf den Qualitäten der Filme und die Leistungen der Schauspieler basieren, und nicht auf Randdaten, wie die Plattform, auf der der Film gezeigt wurde, ob er eine bestimmte Zuschauerzahl überschritt, oder ob er in eine bestimmte Sprache übersetzt wurde.

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redfreakz 19.05.2017, 10:15
9.

Ein Grund mehr Netflix bzw. dem Modell hinter Netflix treu zu bleiben...

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