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Film-Quotenverein gegründet: "Talent ist gleich auf Alle verteilt"
DPA

Unter dem neuen Namen Pro Quote Film engagieren sich Frauen aus der Filmbranche für mehr Gerechtigkeit. Sie wollen endlich sichtbar sein.

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phillyst 31.01.2018, 18:35
1. Ich bin absolut für Gleichberechtigung...

... aber dieses "via Quote erzwingen" nervt gewaltig. Das sorgt nur für Unruhe, und zwar nicht nur bei Männern. Ich kenne auch einige Frauen, die sich da fragen würden, ob sie einen Job bekommen haben, weil sie besser waren als die Mitbewerber oder weil sie eine Frau sind? Würde mich auch nicht glücklich hinterlassen, dieser Zweifel. Auch als Arbeitgeber würde es mich aufregen, wenn ich nicht frei entscheiden kann, sondern das Geschlecht berücksichtigen muss. Zwei Personen sind niemals gleich gut für einen Job geeignet, zumindest wenn dieser auch eine Persönlichkeit und nicht nur Schulnoten voraussetzt.

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friespeace 31.01.2018, 19:16
2. Talent ist gleich auf alle verteilt?

Ist denn so? Gibt es darüber tatsächlich belastbare Untersuchungen?
Davon abgesehen lernt jeder Sportler, dass Talent weit weniger Einfluss auf den Erfolg hat als Disziplin und harte Arbeit.
Zuletzt noch die Frage: ist Talent überhaupt ein sinnvoller Indikator für Erfolg? Die Filmbranche ist doch hauptsächlich wirtschaftlich interessiert. Vielleicht kann man auch mit wenig Talent viel erwirtschaften? Fragen über Fragen.

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Malto Cortese 31.01.2018, 20:40
3.

"Talent ist gleich auf Alle verteilt"

Vermutlich so wie blondes Haar, gute Augen und feste Fingernägel. Und ich dachte diese poststrukturalistischen Phantasien würden nun langsam abebben.

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hansfrans79 31.01.2018, 22:00
4. Einfache Antwort

Zitat von friespeace
Ist denn so? Gibt es darüber tatsächlich belastbare Untersuchungen? Davon abgesehen lernt jeder Sportler, dass Talent weit weniger Einfluss auf den Erfolg hat als Disziplin und harte Arbeit. Zuletzt noch die Frage: ist Talent überhaupt ein sinnvoller Indikator für Erfolg? Die Filmbranche ist doch hauptsächlich wirtschaftlich interessiert. Vielleicht kann man auch mit wenig Talent viel erwirtschaften? Fragen über Fragen.
Dann braucht man das Talent, mit wenig Mitteln, viel zu erwirtschaften.
Und das können Frauen rein kognitiv erwiesenermaßen nicht in dem Maße schlechter, in welchem sie unterrepräsentiert sind.
Sie können es ebenso gut oder schlecht wie Männer.

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ttvtt 31.01.2018, 22:38
5. Genau! Mehr Solidarität!

Aber die Frauen bräuchten keine Solidarität von Männern! Sie sind doch selber genug! Wenn alle Frauen untereinander solidarisch wären, und somit für ihre ureigensten Interessen kämpfen würden, dann würden alle Räder stillstehen!

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awoth 31.01.2018, 22:53
6. Find ich gut!

Es gäbe noch viel mehr Bereiche, wo man sowas fordern sollte. Überall, wo Frauen in der Minderheit sind. ich zähle das jetzt hier nicht auf. Kann man(n) ja selber nachsehen.

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und der Wolf 01.02.2018, 06:02
7. „Die Autorin ist Mitglied bei Pro-Quote“

Danke für die nachgerechnete Offenlegung des Interessenkonflikts. Es wäre gut, diese Information am Anfang zu erhaltenen daraus einen Kommentar zu machen. So stellen sich Fragen in Bezug auf die journalistische Qualität.

Zum Artikel:

Warum keine Quote für Männer im Kostümwesen (Frauenanteil > 80%)? Warum keine Quote für Frauen beim Ton?

Die Initiative entspricht dem Zeitgeist und wird das deutsche Fördersystem weiter in die Bedeutungslosigkeit führen. Schafft es besser ab.

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FocusTurnier 01.02.2018, 06:46
8. Keine Oscars mehr

Man könnte sich in Zukunft diese ganzen Preisverleihungen sparen, denn bei einer Talent-Gleichverteilung kann es ja keine herausragenden Leistungen mehr geben.
Schauspieler sind dann alle gleich schlecht.

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Larnaveux 01.02.2018, 13:36
9.

Ich kann diesen Glauben, Gerechtigkeit könne nur durch Quoten erreicht werden, erst dann halbwegs ernst nehmen, wenn diejenigen, die sich die Rosinchen an Jobs picken (wie beispielsweise die Aufsichtsratsposten bei großen Aktiengesellschaften), gleichzeitig auch Quoten für Müllfrauen, Kanalarbeiterinnen, Bohrinselarbeiterinnen, männliche Erzieher und Grundschullehrer fordern. Auf die letzteren Quoten werden wir bei den ForderInnen nach Gleichberechtigung durch Quote mit Sicherheit bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag warten. Rosinenpicken halt.

Bis dahin ist es einfach ein: "Ich will an den Trog. Und dafür ist mir jedes Mittel recht. Auch die Quote."

Wohlgemerkt, ich weiß, dass es noch Ungerechtigkeiten gibt, aber eine Quotenfrau oder ein Quotenmann, die / der möchte ich wirklich niemals sein.

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