Forum: Kultur
Filmoffensive von Netflix: Angriff aufs Kino
Netflix

Mit "Beasts of No Nation" startet Netflix am Freitag seine Filmoffensive: Statt auf der Leinwand feiert das Kindersoldaten-Drama online Premiere. Die Kinos verstehen das als Attacke auf ihr Geschäftsmodell - wie sieht die Zukunft der Branche aus?

Seite 2 von 6
mistermister 15.10.2015, 17:33
10. Übertriebene Aufregung der Kino-Branche

Auch das mp3-Musikformat hat nicht das Ende der Musikindustrie gebracht. Im Gegenteil. Genausowenig werden Streamingdienste das Ende der Kinos bedeuten. Aber im Prinzip auch selbst schuld. Eine Kinokarte 11 Euro, Popcorn plus Getränk noch mal 8 Euro. Das sind 20 Euro pro Person. Kino ist ein teures Vergnügen. Abgezockt wird noch immer, denn die Traumgagen Hollywoods sind ein Wesentlicher Kostenfaktor eines jeden Films. Ich unterstütze Netflix zu 100%.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stefan.martens.75 15.10.2015, 17:36
11. Ist irgendwas gestreamt ist es im Netz

Ich frage mich ernsthaft wie damit dauerhaft Geld zu verdienen sein soll!?
Wenn Netflix irgendwas streamt ist das 1 Tag später auf Kinox.to und hunderten anderen Portalen zum kostenlosen Download bereit.
Oder sollte die breite Maße doch eher ehrlich sein?
Sollten die Downloader am Ende gar keine Rolle spielen weil sie eh nie für etwas bezahlt hätten?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sebalias-trump 15.10.2015, 17:57
12. Skype

"Über solche Ankündigungen kann Abaton-Chef Elwardt nur schmunzeln. "Vor Adam-Sandler-Filmen und der Fortsetzung eines 16 Jahre alten Ang-Lee-Films, bei der Ang Lee selbst nicht mitgewirkt hat, habe ich keine Angst."

Das erinnert mich an einen Artikel aus dem Times Magazine (muss so ca 10 Jahre + her sein). Ging über mehrere Seiten mit ner Menge von CEOs der (damals noch) weltweit führenden Telkos.

Das Thema war "SKYPE", damals ein ganz junges Unternehmen, das die VoIP Telefonie auf den Markt geworfen hat.

Die Befragten haben sich damals ähnlich amüsiert und dem Unternehmen langfristig keine Chancen eingeräumt und auch nicht als ernstzunehmneden Konkurrenten gesehen.

Fiel mir nur gerade bei dem letzten Absatz ein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
oslomæn 15.10.2015, 17:59
13. netflix ...

...breinigt ganz schlicht den markt und das macht durchaus sinn, sowohl für die kinos wie auch für die besucher. kino mit großer leinwand, dolby surround, der (fast) unmöglichkeit, den sessel zu verlassen ist ein ereigniss, das mit dem sessel tv zu hause durch netflix oder ähnliches nicht verghleichbar ist. netflix wird hier zunächst zwar publikum abgraben, sorgt aber in einem zweiten schritt andererseits für ein hochfahren der qualität der filmproduktionen und für ein entsprechendes hochfahren der kinoqualität. insofern hlft netflix dem kino. es muß sich verändern und wird das tun.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
eSVau 15.10.2015, 18:07
14. Katze im Sack

So lange ich das Angebot von Netflix nicht vorab einsehen kann, kann Netflix machen was es will - es tangiert mich peripher.

Ich werde nicht für ein offiziell unbekanntest Angebot meine Daten rausrücken, egal ob der erste Monat kostenlos ist.

Außerdem will ich nicht für Film/Serie A ein Abo bei X, für Film/Serie B ein Abo bei Y usw.
Ich will genau EIN Angebot mit mit genau EINEM Abo.
Als Endkunde ist es mir auch ziemlich egal wer die Rechte besitzt, Produzent oder sonstwas ist. Ich geh auch nur in ein Kino um mir Filme sämtlicher Verleiher anzuschauen.

Ich möchte ein zentrales Angebot mit sämtliche Inhalten - zeitnah, Originalsprache zur Auswahl und nicht 2 Jahre später mit den ewig gleichen deutschen Synchronstimmen (in teilweise fragwürdiger, meistens aber doch guter Synchro).

Leider will jeder seinen eigenen Claim abstecken und die Konkurrenz aussperren, zeitgleich den Endkunden mit DRM gängelt, damit die volle Kontrolle erhalten bleibt...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chronos-kronos 15.10.2015, 18:07
15. Das Kino kann sich ändern.

Klasse statt Masse. Warum solche Kinotempel mit 9 Sälen und mehreren Hundert Zuschauern pro Saal? Die Meisten dieser Kinos sind doch nur Samstag oder Sonntag ab 16:30 Uhr einigermaßen gefüllt. Wir waren am Dienstag da wir frei hatten in "Der Marsianer". Ein Saal mit ca. 300 Plätzen. Zuschauer waren 14, verteilt auf die Mitte der oberen Reihen. Oft in den Vorstellungen am späten Nachmittag an den Wochentagen sieht es auch nicht besser aus, trotz angekündigtem "Blockbuster".

Warum nicht wieder als Alternative die Art Studiokinos? Kinos mit Wohnzimmeratmosphäre, große Sessel, Tische und Getränkeservice - was es alles schon gab und wohl nur noch in Großstädten für Insider zu finden ist?

Auch mal austesten, was die Zuschauer außer großes Hollywood-Kino noch so interessiert. Im kleinsten Saal im Cinemaxx mit ca. 90-100 Plätzen, gab es eine Woche einen fremdsprachigen Film. Der Saal war zu gut 90% belegt. Die Dame an der Kinokasse sagte nach meiner Anfrage, dass außer Montag und Dienstag mit 50% die anderen Tage zwischen 80 und 90% belegt waren.

Ich gebe zu, dass ich mir ein TV in Wohnzimmerwandgröße nicht leisten kann und ich bei einer entsprechenden Beschallung gekündigt würde. Darum ist TV mit 150 cm und Dolbi-Trallala/Funkkopfhörer nur eine Genusskrücke. Das Kino ist da kaum zu schlagen. Dafür wäre ich auch bereit etwas mehr zu zahlen, besser den gleich hohen Preis mit mehr Qualität.
Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
connaisseur 15.10.2015, 18:09
16. d'accord

Zitat von UnitedEurope
Ich möchte weder aufs Streamen noch aufs Kino verzichten, aber wenn ich für eine einzelne Kinokarte, Dienstag Abend, 11€ zahlen muss, bleibe ich in Zukunft wirklich lieber daheim. Da muss ich nicht in die Stadt fahren, meine Verpflegung ist günstiger, da nehme ich dann das kleiner Bild und den schlechteren Ton durchaus in Kauf.
ich bleibe schon seit längerer zeit daheim und nehme das bessere bild und den deutlich besseren ton erst recht gerne in kauf.

bisher waren die filme bis zum release auf bluray zwar nicht mehr die allerneuesten, aber dies vermarktungsstation kino im erstrelease scheint ja dank netflix nun endlich konkurrenz zu bekommen.

liebe filmverleiher - nicht böse sein - aber warum sollt ees euch besser gehen als den videothekaren? (siehe dazu http://www.swp.de/bietigheim/lokales/ludwigsburg/Eine-aussterbende-Branche-Immer-mehr-Videotheken-schliessen;art1188801,2639592)
die sind euch nur ein paar jahre voraus...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
h.hass 15.10.2015, 18:11
17.

"Attacke aufs Geschäftsmodell" - eine recht martialische Wortwahl. Als die Autos die Postkutschen und die PCs die Scheribmaschinen verdrängten - waren das auch "Attacken aufs Geschäftsmodell"?

Die Zeiten, technischen Möglichkeiten und persönlichen Bedürfnisse ändern sich. Das Geschäftsmodell "Kino" hat eben nicht mehr den Alleinvertretungsanspruch, wenn es um das Anschauen von Filmen geht. Die Menschen wollen selbst entscheiden, was sie sich wann und wo ansehen.

Und viele haben sicherlich auch keinen Bock mehr, zehn EUR plus fünf EUR für Getränke/Knabberzeugs zu zahlen, um dann 30 Minuten lang mit Werbung bombardiert zu werden, bevor der Film ihrer Wahl läuft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
frida1209 15.10.2015, 18:20
18. Verstehe die Aufregung nicht

Ich verstehe die Aufregung der Kino-Industrie nicht. Schon Fernsehen und später Video galten als der Untergang des Kinos. Und: Kino gibt es immer noch und wird es immer geben, in welcher Form auch immer. Mein Ding ist Streamen nicht, aber wer das gerne möchte, bitte. Ich gehe immer noch lieber ins Kino, weil viele Filme eben das große Format brauchen. Boykott bringt doch überhaupt nichts. Also: Macht Euch ein paar schöne Stunden, geht ins Kino, oder streamt meinetwegen auch Netflix.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Harald Schmitt 15.10.2015, 18:27
19. Fortschritt verschlafen

Ich seh es nicht mehr ein für einen kinobesuch am Wochenende 12€ für den eintritt zu berappen und dann noch Geld für getränke und Essen. Im Kinosal sitzen dann die ganzen Spakkos mit ihren leuchtenden Smartphones oder die, die schon jede Szene mitsprechen können(laut) oder man wird mit Popcorn beworfen oder der Hintermann tritt einem ständig ins Kreuz.
Dann noch die versifften Kinosessel, Parkgebühren, unscharfe Bilder, mieser Sound und meist 30 Minuten Werbung vor dem Film.
Da bleib ich lieber zu Hause und schau mir an was und wann ich will und nicht stur nach Programm.
Auf dem Land gibts eh keine Kinos mehr und 70km fahren zu müssen um den neuesten Film zu sehen ist unwirtschaftlich!

Die sollen alle Kinos dicht machen und endlich VoD Veröffentlichung zum Kinostart. Überall gibt es Wettbewerb nur da nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 6