Forum: Kultur
Frankreich: Macron will Baguette zum Unesco-Kulturerbe erklären lassen
Getty Images

Nach der neapolitanischen Pizza und deutschem Orgelbau will Frankreichs Präsident Macron auch eine Spezialität seines Landes auf der Liste der Unesco-Kulturerbe sehen: die weltberühmte Weißbrotstange.

Seite 1 von 3
gersois 13.01.2018, 15:51
1. Inflation

Was alles so zum Weltkulturerbe gehören soll! Der Wert wirklich großer kultureller Leistungen wird durch die vielen kleinen "Kulturleistungen" doch nur herunter gezogen.
Na, wenn Macron nichts anderes zu bieten hat. Was soll denn zum Kulturerbe werden, die Form, das Teigrezept ...?
Eigentlich stammt das Baguette wie das Croissant wohl aus Österreich, nach anderen Quelle vielleicht aus Polen. In Spanien wird die Weißbrotstange als Barra gern gekauft und gegessen. Typisch französisch also?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chrismuc2011 13.01.2018, 15:56
2.

Ich wäre dafür.
Unter der Bedingung, dass die Rezeptur frei gegeben wird und wir endlich auch in Deutschland diese leckeren Baguettes bekommen würden.
Wobei das Problem wohl eher sein wird, dass das Baguette in Frankreich ja sehr frisch ist, weil es mehrmals am Tag frische gebacken wird. Und bei uns eben nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karlsiegfried 13.01.2018, 16:10
3. Die Rezeptur ist bekannt

Bloss die Bäcker backen nicht danach. Ob das allderdings ein Kulturgut sein soll, mag dahin gestellt sein. Herr Macron jedenfalls ist kein Kulturgut. Er ist eine vorübergehende Erscheinung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
steffen.ganzmann 13.01.2018, 16:19
4. Das ist doch kein Problem:

Zitat von chrismuc2011
Ich wäre dafür. Unter der Bedingung, dass die Rezeptur frei gegeben wird und wir endlich auch in Deutschland diese leckeren Baguettes bekommen würden. Wobei das Problem wohl eher sein wird, dass das Baguette in Frankreich ja sehr frisch ist, weil es mehrmals am Tag frische gebacken wird. Und bei uns eben nicht.
Eine Bäckerei in Freiburg versuchte vieles, aber das Baguette gelang einfach nicht! Dann kam der "Aha.Effekt", der Bäcker besorgte aus dem Elsass französisches Mehl. Und genau das war es, in Freiburg zumindest bekommt man originalschmeckendes Baguette ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
brux 13.01.2018, 16:40
5. Autsch

Ich lebe als Deutscher in Frankreich und vermisse zwei Dinge: Anständiges Bier und anständiges Brot.
Es ist mir total unklar wie man Brot ohne seine wesentlichen Bestandteile machen kann. Ein Baguette ist ausserdem schon nach ein paar Stunden hart und ungeniessbar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Onkel Drops 13.01.2018, 16:48
6. Volltreffer!!!

beim erblicken der Neuigkeit kam mir der Baguettewitz wieder in den Sinn. et voilà liefert spon den Ansatz auch. ein lässig unter dem Arm geklemmtes Baguette : immer nur. die knusprigen Enden genießen, die Mitte könnte verwürzt sein... das lange Weißbrot das mit Weizen Sauerteig halt gereifter ist und anders schmeckt! ähnliche einem italienischem rechteckigen Brot ohne Oliven und Extras in dünn und lang. was war zu erst da Marco Polos Nudeln aus Asien, oder Maultaschen/Spätzle oder gar Pelmeni ? oder war die Ravioli schneller? Cidre oder Cider? Currywurst Ruhrpott oder Berliner Erfindung. kloppt euch nicht, genießt es einfach und gut ists!!! ein guter Whisky kann auch aus Nippon kommen !!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
eckhart57 13.01.2018, 17:14
7. Was die deutsche Currywurst ist nicht dabei?

Anscheinend braucht es noch einige Jahrzehnte bis auch die letzten Träger deutscher Esskultur verstehen, wie schwierig es ist eine richtige Baguette herzustellen.

Man benötigt dazu das über Jahre hinaus trainierte Feingefühl des französischen Bäckers, der genau seine Mischung mit dem täglichen Luftfeuchtigkeitsgehalt abstimmen muß! Sonst wird daraus Kaugummi, so in der Art der „Baguette“ wie sie in Nordamerika verkauft wird. Ohne die genaue Einhaltung des Rezepts wird es keine knusperige Baguette. Eine solche Kunst gehört schon zum UNESCO Welterbe.....im Gegensatz zu dem berühmt-berüchtigten deutschen KK Brot (sowie es in Frankreich an Anlehnung an das kaiserliche und königliche deutsche Sägemehl-Brot aus dem ersten Weltkrieg genannt wird;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gersois 13.01.2018, 17:19
8.

Zitat von steffen.ganzmann
Eine Bäckerei in Freiburg versuchte vieles, aber das Baguette gelang einfach nicht! Dann kam der "Aha.Effekt", der Bäcker besorgte aus dem Elsass französisches Mehl. Und genau das war es, in Freiburg zumindest bekommt man originalschmeckendes Baguette ...
DAS französische Baguette gibt es ohnehin nicht, ebenso wenig DAS französische Mehl. Ich hol mir mein Brot bei den unterschiedlichen Bäckern im Umkreis. Da fallen die Weißbrote durchaus unterschiedlich aus, in der Qualität, in der Struktur des Teigs oder in seiner Helligkeit. Die Bäcker haben ja auch unterschiedliche Mehrlieferanten, da ist das Mehl nicht gleich.
Noch größer sind die Unterschiede bei den Croissants.
Aber eines ist klar: Boulangerie (Bäckerei) darf sich nur nennen, wo auch wirklich gebacken wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
acroflyer 13.01.2018, 18:03
9. Baguette, Flute...

hier in der Region um Mannheim gibt es Bäckereien, die nennen ihr Weißbrot einfach Baguette, klingt so französisch, weil die Deutschen es mögen. Von der Form her hat es nichts mit den französichen Maßen zu tun, zu dick und zu kurz....
Den Vogel schießt eine Großbäckerei im Raum Ludwigshafen ab, die neuerdings ihre neueste Kreation "Flute" nennt....Sie glauben es nicht: dick und ca. 30 cm kurz.....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 3