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Frauen in der Politik: Wenn alles gegen die Wand gefahren ist
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Was haben die SPD und Saudi-Arabien gemeinsam? Frauen kommen hier erst ans Steuer, wenn es gar nicht mehr anders geht. Ein Armutszeugnis.

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arac 03.10.2017, 12:21
50. Ach so

Ich wusste gar nicht, dass es nach Thomas de Maizière als Verteidigungsminister niemand außer Ursula von der Leyen als Option für das Amt zur Verfügung stand. Und wären zu der Zeit, als Frau Merkel den CDU-Bundesvorsitz übernahm, nicht vielleicht auch Christian Wulff, Volker Rühe oder Friedrich Merz potenzielle Kandidaten gewesen? Hätte in der SPD jetzt nicht Schulz den Rückzug der gesamten Führungsriege der SPD verkünden können und den Weg bereitet für einen neuen Wind - ganz egal, welches Geschlecht dann die neue Riege gehabt hätte.

Frau Stokowski untermauert ihre Behauptung, wie so häufig, kaum - abgesehen vom Berufen auf Autorität in der Sache "Frauen in der Politik" bleibt ihr Äußern von Plattitüden ohne argumentative Kraft. Dies ist schade, denn das Thema hätte eine vertiefte historische Analyse verdient. Hierzu ist die Autorin aber leider entweder nicht willens oder nicht in der Lage.

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hagr 03.10.2017, 12:23
51. Larmoyanz

Welche Larmoyanz doch aus diesem Artikel spricht. Schon vergessen, Merkel beginnt gerade ihre vierte Amtszeit. Dies ist zumindest ein Beispiel, dass der Kausalzusammenhang, den sie bei Ihrer Beobachtung unterstellen, vielleicht doch umgekehrt sein könnte? Ich teile aber ihre unschmeichelhafte Beobachtung, dass häufig Frauen am "Steuer" sind, wenn eine Sache irgendwie nicht so ganz richtig geradeaus fährt ;)
Aber eins stimmt natürlich auch. Natürlich ist es so, dass Menschen, die etwas aufgebaut haben, ihre Position erst übergeben, wenn die Sache uninteressant geworden ist. Ist wie in Kindheitstagen. Der Zeitpunkt, wo die kleine Schwester Königin im von den großen Brüdern gebauten Baumhaus sein darf, ist wohl meist der, wo es den Jungs überdrüssig geworden und sie sich etwas anderes suchen. Wer kanns ihnen verdenken?
Larmoyanz ist da aber nicht das richtige Gegenmittel. Wie wäre es mit selbst etwas interessantes aufbauen? Dann darf man auch Chef von was tollem sein. Wo ist die weibliche Facebook, Google oder Microsoftgründerin? Wo ist Dagmar Benz die das nächste große Ding für die Mobilität entwickelt, eine Frima aufbaut und darüber eine Dynastie gründet und einer Volkswirtschaft zu hundert prosperierenden Jahren verhilft? Man muss ja nicht einmal ganz so innovativ sein. Wo ist denn wenigstens die Frau, die ein Geschäftmodell, meinetwegen ein Nagelsstudio, so ausbaut, dass sie eine Kette damit aufbaut und in jeder Stadt ein "Bettys Nagelstudio" mit unschlagbaren Preisen und dem angesagtesten Style entsteht?
Achso, ich vergaß, die bösen Männer. Irgendwie schaffen sie es, all das zu verhindern. Als wenn die nichts besseres zu tun hätten ;)

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kaiserudo 03.10.2017, 12:27
52. Das Problem ist das Patriarchat das Muttersöhne generiert

Und diese zerstörenden Muttersöhnchen werden oft nach oben katapultiert.

Putin. Erdogan. Trump. Beste Beispiele dafür.
Das gilt es abzuschaffen. Mit mehr Gleichberechtigung gibt es auch weniger Muttersöhne.

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schnapporatz 03.10.2017, 12:27
53. Dr. Dr. Dr. Merkel

Zitat von RebeccaVanderbilt
...Frau Dr. Merkel macht es vor. Unsere Wirtschaft brummt, Merkel steckt all dieses widerwärtigen Anwürfe mit verschmitztem Lächeln weg und ackert eine Fettberg nach dem anderen weg undzwar ohne zu heulen.
"Die (Shareholder)Wirtschaft" ist aber kein Fußballverein. Und ich schon lange kein infantiler Fan, der alles beklatscht und bejubelt, was so eine "Ikone" aus purem Eigennutz alles veranstaltet.
Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es den meisten Wektätigen immer schlechter. In Sachen Natur und weltweiter Ressourcenverbrauch dito.

Diese Frau kann dem Feminismus daher nur als schlechtes Beispiel dienen, auch wenn sie bei all ihren negativen Taten und willenlosem Großwirtschaftslakaientum immer noch so schön unaufgeregt lächeln kann.

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budisov 03.10.2017, 12:37
54. Frauen

Das fällt mir doch schon lange auf. Die angeblich so fortschrittliche SPD hatte noch nie eine Kanzlerkandidatin, Parteivorsitzende und immer nur dann eine Bundespräsidentenkandidatin, wenn es eh keine Mehrheit in der Bundesversammlung gab. Und jetzt als letzte Partei eine Fraktionsvorsitzende. Aber: In meinem Wahlkreis treten jedes Mal eine SPD-Frau gegen einen CDU-Mann an. Die Personen wechseln, aber gewählt wird immer der Mann. So ist das in der Demokratie. Frauen sind nicht immer besser, man denke an Frau Weidel, Frau von Storch, Frau Petry, Madame Le Pen. Letztlich kommt es vielleicht nicht auf das Geschlecht, sondern auf etwas ganz anderes an?

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peter.di 03.10.2017, 12:42
55. Die SPD ist da vielleicht wirklich etwas hinterher

Und das in Zeiten in denen zum ersten Mal eine Partei im Bundestag vertreten ist, die eine offen gleichgeschlechtliche Frau als Parteivorsitzende hat.

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burlei 03.10.2017, 12:54
56. Mein Gott!

Wenn man diese Kommentare liest, sieht man Deutschland mit ganz anderen Augen. Eine Ansammlung verbiesterter Männer, für die Frauen grade gut genug zum Pantoffel und Bier holen sind. Leute, wir Männer sind nicht si toll, wie wir es gerne hätten. Frauen sind in Vielem mindestens gleich gut, wenn nicht sogar besser als wir. Ob Nahles oder Merkel, beide sind mindestens so gut oder schlecht wie Schröder oder Kohl, da tut sich nichts. Also, kommt mal auf den Boden der Tatsachen an und holt euer Bier mal selber, das geht tatsächlich.

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medium07 03.10.2017, 13:01
57. Wie jetzt?

Zitat von kaiserudo
Und diese zerstörenden Muttersöhnchen werden oft nach oben katapultiert. Putin. Erdogan. Trump. Beste Beispiele dafür. Das gilt es abzuschaffen. Mit mehr Gleichberechtigung gibt es auch weniger Muttersöhne.
Patriarchat und Muttersöhchen? Über den sich daraus ergebenden Widerspruch sollten Sie vielleicht nochmals nachdenken. Und wieso und von wem um alles in der Welt werden "zerstörende" (!?) Muttersöhnchen nach oben "katapultiert" (??!!).

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Newspeak 03.10.2017, 13:21
58. ...

Was hindert Frauen eigentlich daran eine Partei zu gruenden, ausschliesslich Frauen auf Listenplaetze zu setzen und sich in den Bundestag waehlen zu lassen?

Dieses ewige Gejammer man werde immer nur benachteiligt. Macht halt mal was. Und zwar nicht (sekundaer) protestieren, sondern (primaer) dasselbe, was auch Maenner "einfach" tun.

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spon-1309986622190 03.10.2017, 13:22
59. Verhältnis

Im Bundestag sind Frauen im Verhältnis zu ihren Anteil in der Parteibasis übrigens überrepräsentiert.

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