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Frauen in Parteien : Die gehen nicht so leicht weg
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Selbst für Angela Merkel ist der Frauenanteil in der CDU eine "Existenzfrage" - langsam merken auch die vertrocknetsten Vereine, dass sie an mehr Frauenrechten nicht vorbeikommen, wenn sie bestehen wollen. Oder?

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pizzerino 15.05.2018, 14:43
1. "unüberwindlichen Ekel"...

hier muss man aber doch auf etwas andere Zeiten verweisen. Ob ein Beispiel von 1911 taugt? Im Gegenzug frage ich mich ob Aufnahmeanträge von Frauen in der CDU vermehrt abgelehnt werden, oder ob sich einfach zu wenige melden?

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az26 15.05.2018, 14:48
2. Genderideologen meinen

wenn in einer Firma nur 10% Frauen beschäftigt sind, dann müssen Vorstand und Betriebsrat zu 50% gleich besetzt sein. Muss dann in einer Firma, in der 90% Frauen beschäftigt sind, auch 50% gleich besetzt sein?
Genderideologen meinen, Gleichstellungsbeauftragte dürften nur von Frauen besetzt werden.
Genderideologen meinen, es müssten nur genügend Frauen regieren, dann wäre die Welt ein besserer Ort - und vergessen dabei all die zuvor kritisierten Frauen (Merkel, Clinton, Bhutto, etc.).
Genderideologen sprechen den Frauen grundsätzlich nur positive Eigenschaften zu und schlagen rechtsstaatliche Grundsätze in den Wind, nämlich "Im Zweifel für den Angeklagten" und "Kein Urteil ohne Beweis oder belastbare Indizien" und "Vor dem Gesetzt sind alle gleich". Wer als Mann aktuelle Gerichtsverfahren hinterfragt, wo sich hinterher die Beschuldigung als Falschbeschuldigung und Falschaussage herausstellte, wird man umgehend als Feministenfresser, Angry White Man und Patriarch verunglimpft.
Ja Frau Stokowski, so ist das mit den Genderideologen und deren Kritikern.

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roenga 15.05.2018, 14:57
3. Selbstverständlichkeiten

1. Institutionen wie politische Parteien verändert man am besten von innen.
2. Es gibt in diesem Land keinerlei Beschränkungen für Frauen beim Eintritt in eine Partei.
3. Mehrheiten bestimmen innerhalb einer Partei. In einer Partei mit einem Frauenanteil von mehr als 50% würden auf Dauer sämtliche Gremien au allen Ebenen mehrheitlich von Frauen besetzt werden, das würde auch auf die FDP zutreffen, denn die Mehrheit wählt Ihre Repräsentanten bzw Repräsentantinnen.
4. Der Geschlechteranteil in einer Partei sollte sich demzufolge auch im Geschlechteranteil dieser Partei in den Parlamenten widerspiegeln. Das ist in allen Parteien aktuell mehr oder weniger der Fall. kein Grund zur Empörung von den üblichen Verdächtigen also!
5. Wer das ändern will, hat dazu die Möglichkeit - siehe 1. und 2.

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allufewi 15.05.2018, 15:03
4. Parteiarbeit

ist staubig, uninspirierend und voller Rückschläge. Vor allem ist sie auch kompetitiv und zeitintensiv. Das ist wie in den meisten Firmen und liegt in der Natur der Sache: Es können halt nur ein paar wenige ganz nach oben. Das scheinen die meisten Frauen überhaupt nicht zu mögen. Selbst in so progressiven Parteien wie den Grünen sind knapp 2/3 der Mitglieder männlich.

Immerhin, in der wesentlich bequemeren #Hashtagpolitik haben die Frauen erfolgreich Boden gewonnen.

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hrimfaxi 15.05.2018, 15:15
5.

Zitat von allufewi
Das ist wie in den meisten Firmen und liegt in der Natur der Sache.
Das ist wohl weniger Natur, als gemachte Strukturen. Und ja: die Strukturen müssen sich ändern. Es reicht nicht, kompetitive Männer durch Frauen zu ersetzen.

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JustFunKiro 15.05.2018, 15:20
6. Die Frauenquote...

...hat ein paar Ungenauigkeiten. Ja, Ungenauigkeiten. Nicht Fehler, nicht Schwächen, Ungenauigkeiten.
1. Ist es sinnvoll, dieselbe Quote für jedwede Branche zu nutzen? Beim Thema Abtreibung zum Beispiel (was zugegebenermaßen zu klein für eine eigene Branche ist) könnte es sinnvoller sein, mehr Frauen sowohl in Führungspositionen als auch generell eingestellt zu haben, als beim weltgrößten Viagra-Hersteller. Nur so eine Idee, mit schlechten Beispielen, aber das Prinzip ist hoffentlich klar.
2. Die angesprochene Reduktion auf das zufällige Geschlecht kommt eben bei keiner Seite gut an. Weil sich keine Frau den Vorwurf gefallen lassen will, nur aufgrund einer Quote in der Position zu sein, gäbe es in einer idealen Welt auch keine solche Quote, da diese die Differenzen leider schärft. Ich glaube, man sollte bei der Frauenquote erwähnen, dass man sie auch irgendwann wieder abschaffen will. In frühestens 50 Jahren oder so, optimistisch geschätzt. Wenn es normal ist, dass Männer und Frauen einander gleichgestellt sind (nicht gleichberechtigt, die derzeitigen Unterschiede sind auch keine Folge von Gesetzen, daher ist Gleichberechtigung nicht länger das Ziel). Aber im Moment ist die Quote wohl notwendig.
3. Biologisch gesehen ist es so, dass Frauen eventuell schwanger werden, dadurch einige Zeit mehr oder weniger arbeitunfähig sind, und dass sie häufiger eine stärkere Bindung zu den gemeinsamen Kindern entwickeln (auch durchs Stillen). Daher werden wir, realistisch gesehen, die Gleichstellung bezüglich "Wer bleibt bei den Kindern?" erst haben, wenn wir die biologischen Regeln umschreiben. Ich spreche mich damit in keinster Weise dafür aus, Männer im Beruf zu bevorzugen, ich möchte nur zu verstehen geben, dass es für die Ungleichheit bei Partnerschaften mit Kindern sehr wohl Gründe gibt und dass Männer und Frauen sehr wohl Unterschiede aufweisen, größere als Schwarze und Weiße zum Beispiel.

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markus_wienken 15.05.2018, 15:24
7.

Zitat von hrimfaxi
Das ist wohl weniger Natur, als gemachte Strukturen. Und ja: die Strukturen müssen sich ändern. Es reicht nicht, kompetitive Männer durch Frauen zu ersetzen.
Warum sollten sich die Strukturen ändern?
Der Wettbewerb, bzw. der Hang zum Wettbewerb gehört nun einmal zur menschlichen Natur und diese können Sie nicht ändern und bei Firmen/Institutionen die dem keine Rechnung tragen sind automatisch zu scheitern verurteilt.

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medium07 15.05.2018, 15:33
8. Erfreulich

finde ich, dass Frau Stokowsky die Äusserungen von Herrn Röhler immerhin auch "schlimm" findet. Das Nötige hierzu haben bereits die Foristen in der ZEIT beigetragen. Allerdings fällt sie dann doch unvermeidlich in ihre altbekannte Kampfrhetorik zurück. Das Thema "Frauen sowie Frauenärztinnen und -ärzten weiterhin das Leben unnötig schwer machen" hat Herr Fischer in seiner neuen Kolumne soeben mit nürchternen Argumenten vom Kopf auf die Füße gestellt. Sodann stellt sich die Frage, welche Richtungsangabe sich genau unter "vorwärts" verbirgt. Schließlich wird die Kritik an der "Genderideologie" wieder reflexartig mit dem Stempel "rechter Kampfbegriff" und damit der Behandlung mit der Brechzannge anheim gegeben. Dabei sind die allermeisten Dogmen dieser sich wissenschaftlich gebärdenden Ideologie, also z.B. die Gender Pay Gab, struktureller Sexismus, Diktatur des Patricharchats, soziale Prägung von Geschlechterrollen, Rape Culture, gläserene Decke usw. usw. längst überzeugend durch entsprechende Studien unzweifelhaft widerlegt. Schließlich sollte in punkto Einführung des Frauenwhlrechts noch angemerkt werden, dass die Wählerinnen ihre Stimmen damals in der Mehrzahl für konservative Parteien abgaben.

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Hammelinda 15.05.2018, 15:38
9. Typisch Margarete!

Frauen haben inzwischen praktisch alle Freiheiten der Welt. Nur dass man sich diese auch nehmen muss - dumme Kommentare von der Seitenlinie dabei ignorierend! - wäre für sie wohl all zu leicht. Niemand wird aus dem Mathe-Hörsaal an der Uni gezehrt, weil sie eine Frau ist - aber trotzdem jammert man, dass die Frauen-Quote im MINT-Bereich seit Jahren stagniert oder sogar sinkt (selbst hat Stokowski natürlich Philosiphie im Lebenslauf stehen). Auch Parteibücher werden niemandem vorenthalten, weil man das "falsche" Geschlecht hätte. Und das Frauenwahlrecht stellen wirklich nur 0,02% der deutschen Bevölkerung in Frage. All das hilft nicht: wenn die Welt bei Feministinen nicht ist widde-widde-wie sie ihnen gefällt, dann steckt ein Mann dahinter!

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