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Furiose Mystery-Serie "Weinberg": Wein, Weib, Gewalt
Turner Entertainment/ Time Warner

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Pless1 29.09.2015, 14:26
1.

Nach diesem Artikel bleibt zu befürchten, dass diese Serie einmal mehr ihren Honig daraus saugt, ländliches Leben so darzustellen, wie es sich die urbane Mehrheitsbevölkerung gern vorstellt: archaisch und ein bisschen debil, in jedem Fall aber dem eigenen Lebensentwurf deutlich unterlegen. Da bleibt das gute Gefühl, selbst einen deutlich weiteren Horizont zu haben als die Dargestellten, auch wenn man mit der Ergötzung an den Stereotypen genau das Gegenteil unter Beweis stellt.

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jawollja2014 29.09.2015, 14:41
2. Ein Drehbuchautor...

...namens Arne Nolting hat zusammen mit dem Drehbuchautor und Regisseur Jan Martin Scharf die Serie "Weinberg" erfunden und ist von daher mindestens ebenso verantwortlich. Warum unterschlagen Sie diesen Umstand? Oder haben Sie das nur vergessen? Bitte seien Sie doch so nett, und erwähnen zukünftig diejenigen, ohne deren Arbeit die meisten RegisseurInnen und SchauspielerInnen hierzulande in der Regel nichts zu tun hätten. Oder wie würden Sie es finden, wenn man als Verantwortlichen für Ihren Artikel die Layouterin und den Drucker nennt?

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atwille 29.09.2015, 14:47
3.

Ist mir ein Rätsel, warum deutsche Serien und Filme "internationalen Erzählstandards" und "US-Seriengesetzen" entsprechen müssen und warum dass so penetrant in der deutschen Medienlandschaft wiederholt und eingefordert wird. Mir ist eine von diesen Floskeln und Normen unabhängige Ausdrucksweise und Formensprache allemal lieber.

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Celestine 29.09.2015, 15:19
4.

Zitat von atwille
Ist mir ein Rätsel, warum deutsche Serien und Filme "internationalen Erzählstandards" und "US-Seriengesetzen" entsprechen müssen und warum dass so penetrant in der deutschen Medienlandschaft wiederholt und eingefordert wird. Mir ist eine von diesen Floskeln und Normen unabhängige Ausdrucksweise und Formensprache allemal lieber.
Mir ist es kein Rätsel. Deutsche Serien sind heutzutage zu 99% unerträglich schlecht. Wie iÜ das gesamte ÖR Programm. Beispiel das Montagskino: Die Filme sind auf den Privaten schon x mal durch oder sind schlechte B-Filme. Selbst auf arte und 3sat geht die Qualität immer mehr den Bach runter, Ausnahme: gelegentliche Konzert- oder Opernvorführungen. Dies ist besonders dreist, nachdem mittellose Bürger diesen Verein mit Zwangsgebühren mit finanzieren müssen.

Deutsche ÖR Serien-Produzenten besetzen die Nebenrollen gerne durch Laien, weil es billiger ist. Dies kann die ganze Darbietung vermiesen. Wird iÜ auch gerne in der Synchronisation so gemacht. Wenn Kinder eingesetzt werden, sind die oft so schlecht, dass ich annehme, dass eigene Kinder oder Kinder von Freunden aus Gefälligkeit mitspielen dürfen. All das beobachte ich in den ausländischen Produktionen nie.

Mir ist die Ausdrucksweise völlig egal, aber die Qualität sollte schon stimmen. Die besten amerikanischen, britischen und sogar skandinavischen Serien sind im Vergleich zu den deutschen um Welten besser.

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gemüsepeter 29.09.2015, 16:07
5.

Ich kenne TNT gar nicht. Wie schaut man das denn? Selbst auf der Homepage von TNT steht nicht wie man das überhaupt empfangen/streamen kann. Bin ich blind?

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sawn1979 29.09.2015, 17:51
6.

Ich habe lange auf dem Land gelebt, aber auch in Städten unterschiedlicher Größe; und ich kann daher sagen, dass die Vorurteile über Menschen aus ländlichen Gebieten schon ihre Berechtigung haben. Die Leute selbst begreifen das natürlich nicht, aber der Horizont derjenigen, die nie woanders gelebt haben, reicht in der Regel nur bis zur nächsten Kleinstadt. Klar gibt es auch immer ein paar normale moderne Menschen, für die der Umzug aufs Land nur eine Lifestyle-Entscheidung war. Die Jugend versucht sich meist weltoffen zu geben, aber macht sich dabei oft lächerlich, ähnlich dem Beispiel mit der Band. Allerdings bedeutet das nicht zwangsläufig, dass das ländliche Leben in der Serie akkurat dargestellt wird. Kann ich nicht beurteilen, da ich sie noch nicht gesehen habe.

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demiurg666 29.09.2015, 18:12
7. @2

Wo Du Recht hast, hast Du Recht, Arne!

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Serena 29.09.2015, 18:41
8.

@2 : Meine volle Zustimmung. Es ist schon mehr als ärgerlich, wenn in einer nahezu hymnischen Kritik der Name des Autors nicht ein einziges mal erwähnt wird. Und das bei einer Serie! Es sollte sich doch mittlerweile herumgesprochen haben, dass der Erfolg der amerikanischen Serien wesentlich von den Autoren abhängt. So lange sich die Stellung des Autors hierzulande nicht bessert, werden wir auch kein besseres Fernsehen bekommen. Auch die Qualität des Spiegel hängt von seinen Contentlieferanten ab, also den Journalisten, und nicht von der Optik des Covers.

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P.Delalande 29.09.2015, 18:42
9.

Zitat von Celestine
Mir ist die Ausdrucksweise völlig egal, aber die Qualität sollte schon stimmen. Die besten amerikanischen, britischen und sogar skandinavischen Serien sind im Vergleich zu den deutschen um Welten besser.
Natürlich gibt es amerikanische Serien die mit großem Aufwand, Spitzenautoren und Weltstars inszeniert werden und die dann tatsächlich dieses Kriterium erfüllen. Allerdings sind die meisten amerikanischen Serien ebenso langweilige Dutzendware wie auch die Serien der ÖR.
Bei britischen Serien gibt es auch nur "Sherlock" welches als Ganzes herausragt, z.T. auch "Luther", v.a.wegen Idris Elba, aber der Rest ist doch genauso dröger Stoff wie die Krimis des ZDF.
Und skandinavische Serien sind doch nun wirklich langweilig.
Kleiner Tipp: die neue ZDF-Serie "Lerchenberg", war bisher richtig gut.

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