Forum: Kultur
Geschlechterrollen im TV: Eigentlich alles wie 1975
NDR/ Frederic Batier

Im deutschen Fernsehen und Kino gibt es zu wenig Frauen in Hauptrollen. Zu diesem Schluss kommt eine neue, senderübergreifende Studie. Nur: Das ist seit 40 Jahren bekannt. Zeit, dass sich wirklich was ändert.

Seite 1 von 9
christian simons 12.07.2017, 19:07
1.

OK, dann bin ich mal gespannt wie ein Flitzebogen ob Robin Wright (House Of Cards), Rhea Seehorn (Better Call Saul), Evan Rachel Wood (Westworld), Taylor Schilling (Orange Is The New Black), Julia Louis-Dreyfus (Veep) etc. etc. etc. ernsthafte Konkurrenz von ihren deutschen Kolleginnen droht.

Allein der Name Furtwängler steht da für düstere Prognosen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sok1950 12.07.2017, 19:08
2. Film und Fernsehen wird für Zuschauer gemacht...

und nicht für Quoten-Vereine.
Der beste Regisseur setzt seinen Namen nicht aufs Spiel, nur um einer Quotilde gerecht zu werden.

Noch kann man niemanden Zwingen einen Quotenfilm zu sehen - aber auch das kann man noch von der DDR lernen (Beispiel: kollektives "ins Kino gehen").

Beitrag melden Antworten / Zitieren
niska 12.07.2017, 19:29
3.

Die Offenlegung am Schluss hätte es nicht gebraucht. Der Kommentar ist selbsterklärend.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ericstrip 12.07.2017, 19:29
4. Das große Problem solcher Produktionen...

...welche die Zuschauer erziehen sollen: Niemand will sie sehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dreamdancer2 12.07.2017, 19:33
5. ...

Mal abgesehen von der Geschlechterverteilung.

Sowas
Zitat von
Da sitzen drei über 50-Jährige Frauen auf dem Podium, die blond sind, nicht grau oder weiß, weil auf dem Schirm zu altern den Herren vorbehalten bleibt.
ist einfach nur Blödsinn. Ich bin Frau, über 50, nicht auf irgendeinem Bildschirm zu sehen und hab auch keine grauen oder weißen Haare. Zum einen, weil es die Genetik nicht hergibt (Newsflash: 50 ist nicht *alt*); aber selbst wenn das nicht der Fall wäre und die Kosmetikindustrie nachgeholfen hätte - Frauen färben sich tatsächlich auch die Haare einfach fürs Selbstbild, weil es ihnen einfach besser gefällt oder nicht. Ganz unabhängig von irgendwelchen Bildschirmen.

Es gibt sicher eine Menge zu bemängeln, ich wünsche mir z.B. mehr Actionheldinnen... aber die Frage der Haarfarbe ist jetzt wirklich sehr weit hergeholt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
andreasbln 12.07.2017, 19:33
6. dann ich die falschen Programme

ich muss die falschen Filme und Sendungen sehen.... die großen Talkrunden alle von Frauen und Frauendominanz und die Männer eher Staffage... Maischberger, Will, Illner, Böttinger, Nachrichten gut gemischt, Kiwi Fernsehgarten, Soaps, Müller-Hohenstein (da vielleicht mehr) Frückstücksfernsehen ausgewogen, aber die Frauen viel besser, Tatort ausgewogen.... seit Karin Anselm, Miss Marple und Murder She Wrote auch nichts neues. Politsendungen Chefin im ZDF etc etc... ich kann das nicht wahrnehmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
niska 12.07.2017, 19:50
7.

Also entweder wir schauen immer gerade das falsche, wenn wir mal deutsches Fernsehen schauen, oder die Studien sind nach irgendwelchen Standards aufgestellt, die ich nicht verstehe.
Wenn ich kurz reflektiere, was die letzten Sendungen waren erkenne ich das Problem nicht wirklich. Friesland, 2 weibliche und 2 männliche Hauptrollen, Tagesschau mit Linda Zervakis, Heute Journal mit Marietta Slomka und Kay-Sölve Richter, bei Adlon ist die Hauptrolle unter vielen wichtigen Rollen auch die der Sonja, etc. pp.
Auch im Fernsehprogramm heissen viele Serien Alles Klara, Bettys Diagnose etc. Da hat wohl auch nicht unbedingt ein Mann die Hauptrolle.
Von mir aus dürfen aber gerne mehr starke Drehbücher für strake Frauenrollen dazukommen. Aber Quote ist Teufelswerk, da sie die Qualität killt.
Sowas wie "Our Girl" von BBC könnte man sich für D auch nur wünschen. Aber ich glaube ich verstehe jetzt. "Our Girl" ist zwar mit weiblicher Hauptrolle, aber die anderen Hauptrollen sind, bis auf das Afghanenmädel alle mit männlichen Soldatendarstellern besetzt. Also flösse die Serie als Negativbeispiel in die Studie ein. Obwohl feministisch und gut.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bienchen-maja 12.07.2017, 19:51
8. " Heldinnen gesucht und man kam mit Mühe"

" Heldinnen gesucht und man kam mit Mühe", wenn sie das Mühe kostet, dann sehen sie diese wohl selber nicht... Zudem haben sie die "Alien-Reihe" mit Sigourney Weaver vergessen, einiges mit Jodie Foster und und und.

Christiane Paul, Heike Makatsch, Nora Marie Tschirner (Tatort!) nicht einmal erwänt. Und z.B. Sibel Kekilli kennt sie wohl auch nicht....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bienchen-maja 12.07.2017, 19:55
9. " Heldinnen gesucht und man kam mit Mühe"

" Heldinnen gesucht und man kam mit Mühe", wenn sie das Mühe kostet, dann sehen sie diese wohl selber nicht... Zudem haben sie die "Alien-Reihe" mit Sigourney Weaver vergessen, einiges mit Jodie Foster, Lara Croft und und und.

Christiane Paul, Heike Makatsch, Nora Marie Tschirner (Tatort!) nicht einmal erwänt. Und z.B. Sibel Kekilli kennt sie wohl auch nicht....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 9