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Gewalt gegen Frauen und Homosexuelle: Krise der Männlichkeit
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Frauen und Homosexuelle werden zunehmend als Lebewesen wahrgenommen. Vielen Männern macht das Angst - sie versuchen, diese Entwicklung gewaltsam aufzuhalten. Da hilft nur eins: Gegenwehr.

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roenga 23.06.2018, 16:26
1. "Von der Natur, an deren Raubbau sie beteiligt waren"

Jetzt ist es also bewiesen, der sogenannte Carbon Foot Print existiert nicht für Frauen. Warum sonst sollte Frau Berg Umweltzerstörung als Männerthema begreifen und auflisten? Lediglich Männer tragen zur Umweltzerstörung bei und zwar zu 100%!! Wer irgendwelche Zweifel an dieser (natürlich streng wissenschaftlichen) These hat, bei dem kann es sich nur um einen verängstigten, Frauen hassenden Mann handeln! Jawoll! Auch vollkommen legitim und nachvollziehbar - die Frau in der westlichen Welt als verfolgte Minderheit darzustellen, indem man sie mit einer (tatsächlich) verfolgten Minderheit, nämlich Homosexuellen, gleichsetzt. Rhetorisch prima gelöst, von Moral wollen wir in diesem Zusammenhang mal nicht reden!

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spdf 23.06.2018, 16:34
2. Komisch

Die Wahrscheinlichkeit von einem Mann angegriffen zu werden, ist für einen Mann um den Faktor 10 höher als für Frauen. Das sollte man nie vergessen. Ein Mann sollte eher Angst haben nachts durch einen Park zu laufen als eine Frau. Deswegen verstehe ich nicht, warum manche Leute ständig meinen, Frauen Angst machen zu müssen.

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paulz+ 23.06.2018, 16:34
3. Ziele richtig, Methoden falsch

Der moderne Feminismus ist, sofern ich weiß, ein Ableger des Puritanismus, und der Flirt mit der Flower Power scheint nicht viel geändert zu haben. Außerdem ist er weitgehend in eine puritanische Relideologie namens Politische Korrektheit integriert. Der Puritanismus in all seinen Formen kann in einem angstfreien Geist nicht überleben, deswegen schürt er die Probleme, die er zu bekämpfen behauptet, indem er sie mit Aggression vollpumpt. /// Ich bin sehr für die Gleichheit von Frauen und Homosexuellen. Es fällt mir sehr leicht, da ich das Meiste, was mir der Feminismus weiß machen will, über Bord geworfen habe. Er missversteht und pervertiert alles, was einen ungezwungenen Umgang miteinander ermöglicht und versucht, es durch Verhaltensweisen zu ersetzen, die für alle Beteiligten so unmöglich sind, dass man nur daran scheitern kann. Was zu den geliebten puritanischen Ängsten und Schuldgefühlen fühlt. /// Nicht ganz so schlaue Menschen verwechseln die Ursachen und bekämpfen aus Notwehr Frauen und Homosexuelle, statt der Methoden, mit denen die Gleichberechtigung erreicht werden soll. Feminismus reagiert mit Kontrollwahn und Zwängen, was zu verstärkter Gewalt gegenüber Frauen und Homosexuellen führt. Sie müssen sich entscheiden, ob Sie Frauen-/Menschenrechtlerin sein wollen, oder Feministin. Denn wir haben hier nicht zwei Fronten, sondern drei.

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PJanik 23.06.2018, 16:49
4. Ich bin für 100% Gleichberechtigung

Trommeln wir bitte so lange bis exakt 50% der CEOs, Anwälte, Ärzte, Soldaten, Müllmänner, Straßenbauarbeiter, Kindergärtner, Hebammen, Gerüstbauer, Fleischer und Abwassertechniker weiblich sind.

Das möchte ich gerne gesetzlich festhalten lassen.
Alles andere ist einfach nicht gerecht, weil, Zahlen lügen ja bekanntlich nicht.

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Igelnatz 23.06.2018, 17:12
5. es ist leider so,

dass das Thema Gewalt und auch Mobbing den Menschen weiterhin begleiten wird. Ein gewisser Anteil Psychopathen - Menschen ohne Empathie - begleitet uns. Aufgrund physischer Überlegenheit werden sie eine Chance zu Vergewaltigung zu nutzen wissen. Damit muss eine Gesellschaft klarkommen. Im Gegensatz zu Autorin habe ich das Gefühl, dass Homosexualität stärker akzeptiert wird. Der Hass und das Mobbing: Ist nicht gut, aber die Autorin hat auch Ihre Feindbilder und provoziert - sprachlich wird Gewalt geübt gegen vermeintliche Feindbilder. Wir sind alle Menschen! Das sollte die Autorin verstehen lernen. Mein Feindbild kann ich selbst sein! Was hilft? Gewaltfreie Kommunikation, Täter-Opfer-Ausgleich, ein positives wenn auch nicht naives Menschenbild und auch Menschenfreund sein und z.B. verzeihen können.

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im_ernst_56 23.06.2018, 17:33
6. Der Mann als Wurzel allen Übels

Frauen und Homosexuelle gleich zu setzen finde ich ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Frauen sind keine Minderheit, Homosexuelle schon. Wenn es also um den Schutz von Minderheiten geht, kann es also nicht um Frauen gehen, die - wenn sie wollten und sich nicht von vermeintlichen Feministinnen wie Frau Berg in die permanente Opferrolle schreiben ließen - durchaus Macht ausüben könnten und es ja bisweilen auch tun. Insofern drängt sich für mich der Eindruck auf, dass Frau Berg in dem Stereotyp des Butlerismus stecken geblieben ist, wonach der heterosexuelle weiße Mann die Wurzel allen Übels ist.

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matty-b 23.06.2018, 17:39
7. Legenden

Zitat von paulz+
Der moderne Feminismus ist, sofern ich weiß, ein Ableger des Puritanismus, und der Flirt mit der Flower Power scheint nicht viel geändert zu haben. Außerdem ist er weitgehend in eine puritanische Relideologie namens Politische Korrektheit integriert. Der Puritanismus in all seinen Formen kann in einem angstfreien Geist nicht überleben, deswegen schürt er die Probleme, die er zu bekämpfen behauptet, indem er sie mit Aggression vollpumpt. /// Ich bin sehr für die Gleichheit von Frauen und Homosexuellen. Es fällt mir sehr leicht, da ich das Meiste, was mir der Feminismus weiß machen will, über Bord geworfen habe. Er missversteht und pervertiert alles, was einen ungezwungenen Umgang miteinander ermöglicht und versucht, es durch Verhaltensweisen zu ersetzen, die für alle Beteiligten so unmöglich sind, dass man nur daran scheitern kann. Was zu den geliebten puritanischen Ängsten und Schuldgefühlen fühlt. /// Nicht ganz so schlaue Menschen verwechseln die Ursachen und bekämpfen aus Notwehr Frauen und Homosexuelle, statt der Methoden, mit denen die Gleichberechtigung erreicht werden soll. Feminismus reagiert mit Kontrollwahn und Zwängen, was zu verstärkter Gewalt gegenüber Frauen und Homosexuellen führt. Sie müssen sich entscheiden, ob Sie Frauen-/Menschenrechtlerin sein wollen, oder Feministin. Denn wir haben hier nicht zwei Fronten, sondern drei.
Es gibt mindestens vier Legenden, die faschistische Machtstrukturen zu begründen / zu stützen suchen (Überschneidungen möglich):
1. Wir befinden uns im Krieg.
2. Wir handeln aus Notwehr gegen Kräfte, die unseren Niedergang beabsichtigen / aus egoistischen Gründen herbeiführen.
3. Die Täter sind ja auch selbst Opfer, weil "es" (die Natur, die Welt, die Menschheit, die Evolution etc.) nunmal so ist.
4. Wir wollen für alle nur das Beste (und da muss der einzelne zurückstecken, notfalls für die Gemeinschaft ins Gras beißen).
Alle vier Legenden sollen eines leisten: Begründen, warum der Gewalttätige nicht verantwortlich sei für die Gewalt, die er ausübt. Nicht für Ungerechtigkeit, Leid und Tod, die er bringt. Darin sind alle vier Legenden: antidemokratisch und antirechtsstaatlich.

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napoleon2006 23.06.2018, 17:41
8. Fakten bitte...

„Weltweit nehmen Vergewaltigung, Brutalität und Morde an Frauen und Homosexuellen zu.“
Zu dieser Aussage hätte ich doch gern mal ein paar Zahlen als Hintergrund. Oder ist das eher die „gefühlte Zunahme“, die Trump, die AFD und Konsorten auch immer gern in anderen Verbrechenskategorien heranzieht. Im Gegensatz zu Frau Berg meine ich (als alter weisser Mann, der NICHT an Macht interessiert ist), das wir uns durchaus auf einem guten Weg befinden. Und natürlich ist jedes Verbrechen, ob an einer Frau, einem Kind, einem Mann oder der Natur begangen, eines zu viel, aber es sind sicher prozentual nicht mehr als vor 30 Jahren. Auch die Akzeptanz (ich weiß, ein blödes Wort, aber ein besseres fällt mir gerade nicht ein) von Homosexuellen in der Bevölkerung sicher heute deutlich weiter als uns irgendwelche Autokraten und Religionsfürsten weismachen wollen.

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im_ernst_56 23.06.2018, 17:48
9. So bitte nicht!

Zitat von PJanik
Trommeln wir bitte so lange bis exakt 50% der CEOs, Anwälte, Ärzte, Soldaten, Müllmänner, Straßenbauarbeiter, Kindergärtner, Hebammen, Gerüstbauer, Fleischer und Abwassertechniker weiblich sind. Das möchte ich gerne gesetzlich festhalten lassen. Alles andere ist einfach nicht gerecht, weil, Zahlen lügen ja bekanntlich nicht.
Dass Sie auch Soldaten, Müllmänner, Straßenbauarbeiter, Gerüstbauer, Fleischer und Abwassertechniker erwähnen, finde ich jetzt aber echt fies. Das ist nicht im Sinne des Feminismus! Die Drecksarbeit sollen die (heterosexuellen) Männer schön weiter machen. Als Strafe für das seit vielen tausend Jahre herrschende Patriarchat! Und was die Müllmänner angeht, in Berlin haben wir einen weiblichen CEO bei der Müllabfuhr. Dass muss für die Frauenquote bei Abfallbeseitigung genügen.

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