Forum: Kultur
Gewaltdebatte: Wir müssen über Rassismus reden
DPA

Hier Verschwörung, dort Verständnis: Wie kommt es, dass islamistische Gewalt immer als systematisch beschrieben wird, rechte Gewalt aber als individueller Akt? Die Antwort liegt in der Allgegenwärtigkeit des Rassismus.

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asedky 08.10.2017, 11:08
1. endlich

endlich eine objektive stellungsnahme zu dem thema terrorismus usw.

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kurschi 08.10.2017, 11:13
2. Wir und die

Weitergedacht bedeutet es, wenn man rassistische Gewalttaten als Terrorismus einstuft, müsste sich jeder Bürger, der offen oder stillschweigend zustimmt, selbst zu seiner Einstellung zum Terrorismus hinterfragen, was für viele ein hartes Brot ist. So werden viele, nicht verbundene Einzelfälle jeweils als singulare Taten eines Idioten abgetan. Soweit würde man selbst ja nicht gehen, aber...
Die Ursache liegt vor Allem im konservativen Charakter der höheren und höchsten wirtschaftlichen und größtenteils politischen Führungskräfte, die das einerseits für ihre Zwecke instrumentalisieren können in Form von Repressalien gegenüber Bürgern mit Migrationshintergrund, wie auch der Schaffung eines "naheliegenden" Feindbildes (=>Judenverfolgung). Damit kann prima von anderen Problemen abgelenkt werden, wie z.B. der Ungleichheit der Vermögensverteilung, prekärer Beschäftigungen, Altersarmut etc. Hat zur letzten BTW sehr gut funkioniert.
Das bedeutet im Klartext: Rechtsterrorismus wurde und wird in DE geduldet und und durch die Instrumentalisierung kann man schon von einer versteckten Förderung sprechen.

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chrmayerer 08.10.2017, 11:15
3. Keine Gewalt ist systematisch

Herr Diez, 80% der Moslems sind friedlich, 80% der Deutschen sind friedlich. Das heisst, werde IS noch NSU sind systematisch. Beide sind kein Vorwand, Vorurtleile rauszublasen. Das heißt aber auch: "Die" müssen genauso über Rassismus reden.

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ole#frosch 08.10.2017, 11:22
4. Das geschriebene trifft so ziemlich genau auf meine Sichtweise.

Es ist immer ein Individuum. Täter suchen sich immer eine Rechtfertigung für ihr Handeln. Das bedeutet nicht, dass die Rechtfertigung tatsächlich der Grund ist. Es obliegt jedem Menschen sich zu entscheiden was er / sie tut.
Biographien können zu einem bestimmten Verhalten führen, die Tat ist dann jedoch immer individuell von der Person begangen.

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whugo 08.10.2017, 11:25
5. Simple Erklärung

"Wie kommt es, dass islamistische Gewalt immer als systematisch beschrieben wird, rechte Gewalt aber als individueller Akt? "
Das liegt daran, dass sich rechte Gewalt zumeist "nur" individuell gegen einzelne, bestimmte Personen richtet, die den Rechten verhasst sind, islamistischen Gewalttätern hingegen geht es vielmehr darum, möglichst weitreichend und systematisch Schrecken, Angst und Terror zu verbreiten, und zu suggerieren, es könne jeden treffen.

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commandertom 08.10.2017, 11:25
6. Verdrehung der Wirklichkeit

Wenn Herr Diez seine Schlussfolgerungen wirklich ernst meint und Terror als (Zit.) " nichts Überraschendes und Außergewöhnliches" sieht, was "jeder Gesellschaft zu eigen" sein soll, dann stellt er damit eigentlich fest, dass die Opfer des Terrors doch selbst schuld sind, zumindest ihre Gesellschaftsform ist verantwortlich. Dieser pervertierten Darstellung muss widersprochen werden. Terror gehört nicht zu jeder Gesellschaftsform.
Herr Diez sollte erst den Inhalt eines Buches (Mishra) ausgiebig reflektieren, bevor er meint, derartige Publikationen machen zu müssen.

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D. Brock 08.10.2017, 11:29
7. Was wohl heißen soll, ...

Zitat von chrmayerer
Herr Diez, 80% der Moslems sind friedlich, 80% der Deutschen sind friedlich. Das heisst, werde IS noch NSU sind systematisch. Beide sind kein Vorwand, Vorurtleile rauszublasen. Das heißt aber auch: "Die" müssen genauso über Rassismus reden.
... "sollen 'DIE' erst mal damit anfangen."?
Also doch wieder "wir" und "die"?
Echt? Ich hätte den Artikel tatsächlich anders verstanden.

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peacelovehappiness 08.10.2017, 11:30
8. Danke für die Ehrlichkeit

Mit Abstand einer der ehrlichsten und objektivsten Artikel den ich je auf Spiegel gelesen habe. Lasst uns der gewaltbereiten Sytsematik auf allen Seiten keinen Nährboden geben. Lasst uns die Einstellung der Menschen zueinander positiv verändern - durch Medien und ehrliche Artikel wie diesen.

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chardon 08.10.2017, 11:35
9. @# 5 whugo

Zitat von whugo
"Wie kommt es, dass islamistische Gewalt immer als systematisch beschrieben wird, rechte Gewalt aber als individueller Akt? " Das liegt daran, dass sich rechte Gewalt zumeist "nur" individuell gegen einzelne, bestimmte Personen richtet, die den Rechten verhasst sind, islamistischen Gewalttätern hingegen geht es vielmehr darum, möglichst weitreichend und systematisch Schrecken, Angst und Terror zu verbreiten, und zu suggerieren, es könne jeden treffen.
Aha, und wer sagt das, ausser Ihnen? Wo steht dieses Wissen geschrieben?

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