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Glasgow-Krimi "Die tote Stunde": Schlechte Nachrichten aus der Nachtschicht
Miriam Berkley

Was die Journalistin Paddy in einer Glasgower Nacht entdeckt, müsste die Polizei interessieren. Weil dem nicht so ist, hofft Paddy auf einen Scoop. Ein Roman, der von seiner dickköpfigen Heldin lebt.

ambulans 04.07.2016, 18:31
1. wenn

schon von - wie dankenswerterweise und korrekt benannt - david peace (GB 84, aber auch anderes vom selben autor), dazu auch etwa william mcilvanney's glasgow-trilogie, ian rankin's inspector rebus, ted lewis' früh-siebziger novels über (fast) realistische kriminalität im norden englands (and so on) die rede ist - warum dann noch ein weiteres mal etwas vorführen, was andere bereits fachlich und selbstverständlich auch schriftstellerisch überaus kompetent vorgezeigt haben? vielleicht mädels-quote? oder futterneid? manchmal isses einfach wirklich genug, findet dr. ambulans (heute auch kriminalistisch/forensisch)

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mitchreader 05.07.2016, 08:16
2. Drei Fragen:

Wer schrieb den Artikel? Was ist ein Scoop? Was sind 'Wiedergänger von "toughen" Journalisten'?

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Grammatikfreund 05.07.2016, 13:13
3. Holprig?

Die Romane mit Paddy Meehan habe ich vor Jahren auf Englisch gelesen, und sie haben mir ziemlich gut gefallen. Ich kenne Glasgow ein bisschen und die Atmosphäre schien mir gut wiedergegeben zu sein.

Dass der Verlag den zweiten Roman zuerst veröffentlicht, finde ich sehr sonderbar, zumal die Hauptfigur eine Entwicklung durchmacht. Im ersten Buch ist sie bloß eine Art Volontärin.

Wenn der Kritiker sich schon über die "holprige Übersetzung" beklagt, wären ein, zwei Beispiele nett gewesen, allein schon aus Respekt gegenüber der - mir unbekannten - Frau Schlauerer.

Und man darf nicht vergessen, dass Heyne für eine Übersetzung, die als Original-Taschenbuch erscheint, vermutlich nicht allzu viel bezahlt. Arno Schmidt hat, glaube ich, mal zu einem Verleger gesagt: Wenn Sie mir nur 500 Mark für die Übersetzung bezahlen, bekommen Sie auch nur eine 500-Mark-Übersetzung.

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hh22763 05.07.2016, 19:31
4. Die

Der erschien bereits im Juli 2013 bei Heyne unter dem Titel "Der letzte Wille". Statt die Übersetzerin kritisiert und den Plot größtenteils nacherzählt zu bekommen, wäre so ein kleines bisschen Recherche willkommen gewesen.

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