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Grammys 2019: "This Is America" zum besten Song gekürt, "Golden Hour" zum besten Albu
AFP

Childish Gambino ist einer der großen Gewinner der Grammys - der Musiker blieb der Preisverleihung aber fern. Im Gegensatz zu Michelle Obama, die für ihren Überraschungsauftritt Applaus bekam. Alles Wichtige zur Show.

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grandma_moses 11.02.2019, 10:57
1. Starke Auftritte von starken Frauen...

...die sicherlich aufgrund ihrer 'Stärke' alle komplett beinfrei und mit Riesen-Dekolleté auftreten, um dann in eindeutigen Tanzposen zu zeigen, wie eindeutig in der Postmoderne immer noch gilt: 'Sex sells'. Natürlich sind die weiblichen Sängerinnen auch zufällig alle äusserst attraktiv und durchtrainiert, was natürlich als Zeichen ihrer Stärke gedeutet werden kann - oder als Zeichen dafür, dass Pop so bedeutungslos und irrelevant wurde, dass nur noch attraktive, lasziv tanzende Damen - die nirgends anecken - als Weltstars aufgebaut werden können. Wobei sich amüsanterweise andererseits die Damen unter den Popkonsumenten eher nach der Kaminfeuerromantik und dem Bären-Charme eines Ed Sheeran zu sehnen scheinen als nach Waschbrettbäuchen und Tanzchoreografien. Lange Rede, wenig Sinn: Wo ein Autor starke Damen in starken Performances erkennt, kann ein Leser sich die Bilder des Artikels ansehen und sich fragen, warum denn Damen, die wie Models aussehen und halbnackt auftreten, um mit ihrem Körper Musik zu verkaufen, die keine eigenen Lieder schreiben und die kein Instrument spielen, eigentlich in irgendeiner Metrik als stark bezeichnet werden können. Aber wahrscheinlich geht das dann für den Autor als Selbstermächtigung der weiblichen Stars durch - was es natürlich nicht ist, da eine Sängerin für ihre Stimme bewertet werden möchte, nicht für ihren Körper. Also würde auch keine Sängerin auf die Idee kommen zu sagen 'Ich finde das Lied gut, es fehlt nur noch etwas Nacktheit auf der Bühne, dann ist es ein Hit!' Insofern darf man auch einmal nachdenken, wer oder was die 'starken' Damen dann dazu bringt, sich so zu vermarkten - und man darf sicherlich auch darüber nachdenken, ob die Art und Weise, mit der sie es tun, nicht zutiefst sexistisch und triebbedienend ist. Und letztlich könnte man sich dann auch fragen, was daran, sich dieser Maschinerie hinzugeben und das Spiel mitzuspielen, eigentlich genau eine Frau 'stark' machen soll.

Vielen Dank fürs Lesen, einen schönen Tag.

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H.P. 11.02.2019, 11:28
2. Alternativen

Zumindest Björk hat ja eine Nominierung bekommen, die ja nun eindeutiog nicht dem kritisiertem Klischee entspricht, ansonsten finden sich die wirklich spannenden Interpretinnen und Interpreten abseits vom Mainstream, z.B. Aurora Aksnes, Marjana Semkina (Iamthemorning), Daughter, Steven Wilson (sogar sein letztes, eher seichtes Album, übertrifft den grössten Teil der sogenannten "Mainstream" Musik), Haken (und die meisten genannten auch mit zumindest 2-stellligen Millionen Views auf Youtune).

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enforca 11.02.2019, 11:34
3.

Zitat von grandma_moses
...die sicherlich aufgrund ihrer 'Stärke' alle komplett beinfrei und mit Riesen-Dekolleté auftreten, um dann in eindeutigen Tanzposen zu zeigen, wie eindeutig in der Postmoderne immer noch gilt: 'Sex sells'. Natürlich sind die weiblichen Sängerinnen auch zufällig alle äusserst attraktiv und durchtrainiert, was natürlich als Zeichen ihrer Stärke gedeutet werden kann - oder als Zeichen dafür, dass Pop so bedeutungslos und irrelevant wurde, dass nur noch attraktive, lasziv tanzende Damen - die nirgends anecken - als Weltstars aufgebaut werden können. Wobei sich amüsanterweise andererseits die Damen unter den Popkonsumenten eher nach der Kaminfeuerromantik und dem Bären-Charme eines Ed Sheeran zu sehnen scheinen als nach Waschbrettbäuchen und Tanzchoreografien. Lange Rede, wenig Sinn: Wo ein Autor starke Damen in starken Performances erkennt, kann ein Leser sich die Bilder des Artikels ansehen und sich fragen, warum denn Damen, die wie Models aussehen und halbnackt auftreten, um mit ihrem Körper Musik zu verkaufen, die keine eigenen Lieder schreiben und die kein Instrument spielen, eigentlich in irgendeiner Metrik als stark bezeichnet werden können. Aber wahrscheinlich geht das dann für den Autor als Selbstermächtigung der weiblichen Stars durch - was es natürlich nicht ist, da eine Sängerin für ihre Stimme bewertet werden möchte, nicht für ihren Körper. Also würde auch keine Sängerin auf die Idee kommen zu sagen 'Ich finde das Lied gut, es fehlt nur noch etwas Nacktheit auf der Bühne, dann ist es ein Hit!' Insofern darf man auch einmal nachdenken, wer oder was die 'starken' Damen dann dazu bringt, sich so zu vermarkten - und man darf sicherlich auch darüber nachdenken, ob die Art und Weise, mit der sie es tun, nicht zutiefst sexistisch und triebbedienend ist. Und letztlich könnte man sich dann auch fragen, was daran, sich dieser Maschinerie hinzugeben und das Spiel mitzuspielen, eigentlich genau eine Frau 'stark' machen soll. Vielen Dank fürs Lesen, einen schönen Tag.
Es mag Sie schockieren, aber es soll wohl durchaus Frauen geben, die gerne für ihre Schönheit bewundert werden und denen ihr Äußeres wichtig ist. Es soll Frauen geben, die sich stylen, um sich selbst zu gefallen. Es soll auch Frauen geben, die gerne Komplimente bekommen. Es gibt aber auch ebenso Frauen, die nicht wie Topmodels aussehen und dennoch Millionen Platten verkaufen, wie z.B. Adele. Popmusik war schon immer "bedeutungslos" und nicht tiefsinnig oder anspruchsvoll.

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TS_Alien 11.02.2019, 11:53
4.

Wenn man seit mehr als zehn Jahren die Chartmusik verpasst hat, hat man musikalisch tatsächlich nichts verpasst. Sehr seichte Musik, die im besten Fall nicht nach wenigen Sekunden extrem auf die Nerven fällt, ist nicht die Musik, die ich mit Preisen ausgezeichnet haben möchte.
Dazu noch Sängerinnen, denen ich abspreche, gute Sängerinnen zu sein. Und tanzen können sie auch nicht. In Kombination wird es nicht besser.
Die 80er waren musikalisch das letzte Jahrzehnt, in dem es sehr gute Chartmusik gegeben hat.

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karl-wanninger 11.02.2019, 12:43
5.

Zitat von grandma_moses
...die sicherlich aufgrund ihrer 'Stärke' alle komplett beinfrei und mit Riesen-Dekolleté auftreten, um dann in eindeutigen Tanzposen zu zeigen, wie eindeutig in der Postmoderne immer noch gilt: 'Sex sells'. Natürlich sind die weiblichen Sängerinnen auch zufällig alle äusserst attraktiv und durchtrainiert, was natürlich als Zeichen ihrer Stärke gedeutet werden kann - oder als Zeichen dafür, dass Pop so bedeutungslos und irrelevant wurde, dass nur noch attraktive, lasziv tanzende Damen - die nirgends anecken - als Weltstars aufgebaut werden können. Wobei sich amüsanterweise andererseits die Damen unter den Popkonsumenten eher nach der Kaminfeuerromantik und dem Bären-Charme eines Ed Sheeran zu sehnen scheinen als nach Waschbrettbäuchen und Tanzchoreografien. Lange Rede, wenig Sinn: Wo ein Autor starke Damen in starken Performances erkennt, kann ein Leser sich die Bilder des Artikels ansehen und sich fragen, warum denn Damen, die wie Models aussehen und halbnackt auftreten, um mit ihrem Körper Musik zu verkaufen, die keine eigenen Lieder schreiben und die kein Instrument spielen, eigentlich in irgendeiner Metrik als stark bezeichnet werden können. Aber wahrscheinlich geht das dann für den Autor als Selbstermächtigung der weiblichen Stars durch - was es natürlich nicht ist, da eine Sängerin für ihre Stimme bewertet werden möchte, nicht für ihren Körper. Also würde auch keine Sängerin auf die Idee kommen zu sagen 'Ich finde das Lied gut, es fehlt nur noch etwas Nacktheit auf der Bühne, dann ist es ein Hit!' Insofern darf man auch einmal nachdenken, wer oder was die 'starken' Damen dann dazu bringt, sich so zu vermarkten - und man darf sicherlich auch darüber nachdenken, ob die Art und Weise, mit der sie es tun, nicht zutiefst sexistisch und triebbedienend ist. Und letztlich könnte man sich dann auch fragen, was daran, sich dieser Maschinerie hinzugeben und das Spiel mitzuspielen, eigentlich genau eine Frau 'stark' machen soll. Vielen Dank fürs Lesen, einen schönen Tag.
Danke für Ihren Beitrag, Sie haben die Verdrehung der Tatsachen in diesem Zusammenhang wunderbar auf den Punkt gebracht.

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Violator 11.02.2019, 13:48
6. Donald Glover

Comedian, Serienautor, Rapper und LANDO CALRISSIAN! Niemals vergessen :)

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taudorinon 11.02.2019, 15:32
7.

Zitat von grandma_moses
...die sicherlich aufgrund ihrer 'Stärke' alle komplett beinfrei und mit Riesen-Dekolleté auftreten, um dann in eindeutigen Tanzposen zu zeigen, wie eindeutig in der Postmoderne immer noch gilt: 'Sex sells'. Natürlich sind die weiblichen Sängerinnen auch zufällig alle äusserst attraktiv und durchtrainiert, was natürlich als Zeichen ihrer Stärke gedeutet werden kann - oder als Zeichen dafür, dass Pop so bedeutungslos und irrelevant wurde, dass nur noch attraktive, lasziv tanzende Damen - die nirgends anecken - als Weltstars aufgebaut werden können. Wobei sich amüsanterweise andererseits die Damen unter den Popkonsumenten eher nach der Kaminfeuerromantik und dem Bären-Charme eines Ed Sheeran zu sehnen scheinen als nach Waschbrettbäuchen und Tanzchoreografien. Lange Rede, wenig Sinn: Wo ein Autor starke Damen in starken Performances erkennt, kann ein Leser sich die Bilder des Artikels ansehen und sich fragen, warum denn Damen, die wie Models aussehen und halbnackt auftreten, um mit ihrem Körper Musik zu verkaufen, die keine eigenen Lieder schreiben und die kein Instrument spielen, eigentlich in irgendeiner Metrik als stark bezeichnet werden können. Aber wahrscheinlich geht das dann für den Autor als Selbstermächtigung der weiblichen Stars durch - was es natürlich nicht ist, da eine Sängerin für ihre Stimme bewertet werden möchte, nicht für ihren Körper. Also würde auch keine Sängerin auf die Idee kommen zu sagen 'Ich finde das Lied gut, es fehlt nur noch etwas Nacktheit auf der Bühne, dann ist es ein Hit!' Insofern darf man auch einmal nachdenken, wer oder was die 'starken' Damen dann dazu bringt, sich so zu vermarkten - und man darf sicherlich auch darüber nachdenken, ob die Art und Weise, mit der sie es tun, nicht zutiefst sexistisch und triebbedienend ist. Und letztlich könnte man sich dann auch fragen, was daran, sich dieser Maschinerie hinzugeben und das Spiel mitzuspielen, eigentlich genau eine Frau 'stark' machen soll. Vielen Dank fürs Lesen, einen schönen Tag.
Zumindest die Gewinnerin des Besten Albums hat an jedem Lied selbst mitgeschrieben und spielt zumindest Gitarre. Auch das sie im stockkonservativen Genre Country mitunter offen über Tabuthemen singt ist nicht ganz gewöhnlich.
Dennoch verstehe ich den Grundtenor des Beitrags. Auf der anderen Seite wirkt es wie die Erwartungshaltung die Sängerinnen sollten sich nun in Kartoffelsack selbst auf der Gitarre begleiten um seriös zu wirken. Im Grunde sollte es halt einfach egal sein, sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung.

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labellen 11.02.2019, 16:07
8. "This is America" ist ein belangloser

Rap-Song und die mitgewinnenden Damen zeigen in erster Linie Talent als anzügliche Tanzdarsteller.
Mir bleibt unklar, was es dabei "musikalisch" zu prämieren gab.

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.patou 11.02.2019, 21:28
9.

Zitat von labellen
"This is America" ist ein belangloser Rap-Song und die mitgewinnenden Damen zeigen in erster Linie Talent als anzügliche Tanzdarsteller. Mir bleibt unklar, was es dabei "musikalisch" zu prämieren gab.
Unfug. "This is America" ist eine reflektierte Bestandsaufnahme von Gewalt und Rassismus in den USA, wobei ich das Video noch stärker finde als den Song. Sowohl "This is America" als auch "Atlanta" belegen, dass Glover ein Ausnahmetalent ist.


Mich hat vor allem überrascht, dass die langweiligen Greta Van Fleet mehrfach nominiert und mit einen Grammy ausgezeichnet wurden, während die Arctic Monkeys leer ausgegangen sind.

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