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Grandioser "Tatort"-Saisonauftakt: Es kann nur einen geben
ARD

Ein "Tatort" komplett ohne Schnitte: Regisseur Dani Levy inszeniert den Giftanschlag auf einem Musiker mit Backstage-Ermittlungen in einem einzigen langen Take. Schuld und Bühne, hoch verdichtet.

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TS_Alien 03.08.2018, 13:01
10.

Nur weil es möglich ist, muss man es nicht machen. Der Sinn dahinter erschließt sich mir nicht. Bei einem Take ohne zwischenzeitliche Zeitraffer (ist das so?) wird der Fall in knapp 90 Minuten gelöst. Und das bei einem Giftanschlag. Da muss das Labor aber sehr schnell arbeiten.

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troy_mcclure 03.08.2018, 13:06
11. Hm

Diese grandiose Lobhudelei des Autors klingt für mich übersetzt nach schwer verdaulichem Kunstfilm ohne Handlungsstrang.
Wir werden sehen.

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Tante Hilli 03.08.2018, 13:17
12.

Solange wir uns nicht diesen Comedy-Mist aus Münster ansehen müssen, soll mir das recht sein.
Der Tatort aus der Schweiz ist -trotz der schlechten und unnötigen Synchronisation- einer der besten Tatorte.
Der Rest ist meist nur noch Comedy oder Beziehungsdrama.

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franklin1157 03.08.2018, 13:35
13. Nichts für mich!

Ich finde nichts nerviger, als dieses möchtegern-"realistische" Gehampel mit der Kamera. Angelehnt an Kinofilme mit dem Eindruck, man beobachte alles auf einem Handy-Kamera-Life-Mitschnitt.
Mich nervt schon das nun durchgängige "authentische" Genuschel der Schauspieler oder das teeny-mäßige Schnellgelaber bei jüngeren Charakteren. Dazu wird dann die Musik oder Hintergrundgeräusche ebenso "realistisch" aufgepimpt, dass man am Ende kaum versteht, was gesagt wird. Man muss sich so die halbe Geschichte selbst zurechtlegen. Von entspanntem Fernsehen keine Spur.
Ich bin zu alt für so einen Sch....

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3daniel 03.08.2018, 14:06
14. @matteo51

Hitchcock konnte natürlich nicht an einem Stück drehen, so viel Film hätte die Kamera gar nicht fassen können. Würde mich mal interessieren wie die das bei dem Tatort gelöst haben, auch die Modernen professionellen Kameras haben in der Regel keine 90 Minuten Aufnahme bei der Datenrate die die normalerweise produzieren.

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odenkirchener 03.08.2018, 14:27
15. Hört sich interessant an. . .

Ich find das gut, das man sich immer mal wieder traut den TATORT anders aufzuziehen. Betonung auf "mal". Natürlich klappt das nicht immer. Meiner Güte, dafür ist das doch "Öffentlich Rechtlich", da sollte man auch mal Risiken eingehen. Nur auf die Kohle gucken, das kann man den Privaten überlassen. Und hoffentlich funktioniert das jetzt mit der Sprache. Ist bei den TATORT aus Wien nie 'n Thema.

Die anderen können sich ja Konserven der Bremer oder Münsteraner reinziehen.

Ich weiß nur nicht, ob ich den hier, Tobolsk/RUS, gucken kann. So von wg. Geoblocking.

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fhouseman 03.08.2018, 14:47
16. Danke für diesen ausführlichen Hinweis

Somit weiß ich schonmal, was ich am Sonntag nicht anschauen werde. Schwitzerdeutsch, Vergangenheitsbewältigung plus Kameraexperimente, nein, danke.

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Agiles 03.08.2018, 15:29
17. Hitchcock

Zitat von matteo51
ich bin gespannt, erinnert mich an "Cocktail für eine Leiche"....hat zwar (zehn, glaube ich) Schnitte, es sollte dennoch der Eindruck entstehen, als wäre gar kein Schnitt gemacht worden...
Der Film "Cocktail für eine Leiche" hat 11 Schnitte, alle 10-11 Minuten, weil damals eine 35mm Filmrolle die Länge hatte.
Die Schnitte sind fast unsichtbar, d.h. einer geht an der Kamera vorbei, das Bild wird grau/schwarz. Die nächste Szene Aufblende beginnt dann, wenn sich derjenige von der Kamera wegbewegt. In dem Schwarzteil ist dann der Schnitt. Rafiniert.
Ich bin gespannt, ob der Tatort wirklich in einer Einstellung gedreht worden ist.
Schönes Wochenende

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cafewien 03.08.2018, 15:44
18. Abwarten!

Das schweizer Team gehört zwar nicht zum schlechtesten, aber leider zum langweiligsten. Das schlechteste Team ist das aus Ludwigshafen mit der kaum Darstellerin zu nennenden Ulrike Folkerts. Ob nun dieses Experiment, das ich ausdrücklich begrüße, die Langweiligkeit dieses Teams besiegen kann, ist abzuwarten. Die Ödnis dieses Teams kommt ja auch dadurch zustande, dass nachsynchronisiert wird. Der dann entstehende "hohle Ton" mit künstlicher, von der Aktion abgelöster Emotion bewirkt bei dem sowieso eher sedativen Agieren der Schweizer noch einschläfernder. Warum sich nun ausgerechnet die Schweizer dem deutschen Thema Holocaust annehmen, bleibt das Rätsel der verantwortlichen Redaktion. Also, in diesem Fall: Abwarten. Die wieder einmal leider eher hysterisch zu nennende Punktevergabe lässt, wie hier oft und richtig angesprochen, nicht unbedingt Gutes erwarten.

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jurbar 03.08.2018, 16:25
19.

Zitat von franklin1157
Ich finde nichts nerviger, als dieses möchtegern-"realistische" Gehampel mit der Kamera. Angelehnt an Kinofilme mit dem Eindruck, man beobachte alles auf einem Handy-Kamera-Life-Mitschnitt. Mich nervt schon das nun durchgängige "authentische" Genuschel der Schauspieler oder das teeny-mäßige Schnellgelaber bei jüngeren Charakteren. Dazu wird dann die Musik oder Hintergrundgeräusche ebenso "realistisch" aufgepimpt, dass man am Ende kaum versteht, was gesagt wird. Man muss sich so die halbe Geschichte selbst zurechtlegen. Von entspanntem Fernsehen keine Spur. Ich bin zu alt für so einen Sch....
Wo er recht hat... stimmt schon.

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