Forum: Kultur
"Hart aber fair" über Rassismus: Plasberg, der Brückenbauer
WDR/Dirk Borm

Frank Plasberg macht - etwas verspätet - die Özil-Debatte zum Thema und fragt: "Steckt in jedem von uns ein kleiner Rassist?" Die Diskussion verläuft überraschend zivilisiert. Ein Segen, gerade in diesen Tagen.

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markus.w77 28.08.2018, 06:29
10.

interssant von dem Journalisten gegenüber der Bloggerin, die noch keinen Rassismus erlebt hat:" Ach und weil Sie das nicht erlebt haben gibt es das nicht" (Sinngemäß) und dann selbst bei den Hunden und Arabern: " Das kann ich mir nicht vorstellen, das hab ich ja noch nie erlebt/gehört " (Sinngemäß)

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echoanswer 28.08.2018, 06:45
11. Kein Mensch

interessiert sich mehr für Özil. Wer wochenlang in der Sommerpause ist, der sollte nicht anfangen alten Müll aufzuwärmen.

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Andreas1979 28.08.2018, 06:54
12. In jedem steckt ein kleiner Rassist

ist wohl richtig.
Dies hat urmenschliche Ursachen, ist wohl auch richtig. Warum gab es schon immer Kriege auf der Welt!
Die Neandertaler haben erlebt, wie eine andere Rasse (der Homosapien) sie ausgelöscht hat, bis auf Spüren von Vermischungen in den Genen westeuropäischer Menschen.
Wir fürchten uns auch vor dem Säbelzahntiger, obwohl er schon längst ausgestorben ist.
Doch die größten Rassisten sitzen dann in der Politik und bei den Reichen, da man dort fast keine Vermischung zwischen deutschen und Migranten feststellen kann, außer er ist ein erfolgreicher Sportler und verdient viel Geld.

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jhea 28.08.2018, 07:14
13. Wenn man...

auf dem Rad/der Autobahn/woauchimmer, von jemanden in einem Lieferwagen geschnitten wird (und der war halt polnisch) und man ruft dann verdammter Pole, ist das kein Rassismus... das ist Frust.
Genauso könnt ich auch rufen 'verdammtes Arschloch', das wäre dann aber strafbar.

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biesi61 28.08.2018, 07:15
14. Die Sendung war sehr gut!

Und es war richtig, dort den widerlichen, rassistischen Pogrom von Chemnitz nicht zu thematisieren.

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bicyclerepairmen 28.08.2018, 09:00
15. Wenn ich sowas aus Chemnitz höre wie ....

"...Ich bin einfach nicht damit einverstanden, dass so viele Ausländer herkommen. Wenn ich die da drüben sehe, frage ich mich, warum meine Steuern für die ausgegeben werden. Die wollen doch alle nur Fußballprofi und Schlagersänger sein, aber wenn die mal einen Tag Bretter schleppen sollen, tut ihnen der Rücken weh!"

...erinnert mich das an den letztmaligen Umzug. Die offiziell angemeldete, "deutsche" Brigade aus gestandenen Männern der behördlichen Müllabfuhr jammerte und heulte bei jedem sorgsam zusammengeklebten Schrankenden die 3 Stockwerke runter. Fiel sogar sämtlichen Nachbarn auf. Und den hölzernen Brettrahmen wollte man partout nicht mitnehmen, zu groß, zu schwer und überhaupt keine Axt im Haus zum zerkleinern, das geht ja gar nicht...Der blieb also wo er ist.

Der "internationale" Trupp der Umzugsfirma hingegen übernahm klaglos den Job, sogar bei 4 Stockwerke hoch, ohne Fahrstuhl und das mitten im Hochsommer. Und das wohl bei einem Bruchteil des Tagesverdienstes im Vergleich.
Naja, wahrscheinlich sin in Sachsen die Ausländer und natürlich die Biodeutschen aus einem anderen Holz geschnitzt. -Sarkasmus aus - .

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Papazaca 28.08.2018, 09:29
16. Rassismus und viel Allgemeines

Wie ich die Diskussion fand? Hmm, quasi verordnet mit vorhersehbaren Erkenntnissen. Ja, klar, wir haben Rassismus, wie fast jedes Land der Welt. Oft wird der Begriff in seinem eigentlichen Sinn falsch verwendet. Aber Diskrimminierung ist ähnlich zu verurteilen.

Und dann hat man aus meiner Sicht nicht die unbedingt Sympathischsten eingeladen. Der desillionisierte Rechtsanwalt, der sich in Szene setzende Journalist, der eher besänftigende Ratsherr aus Essen, die moralisierende Frau türkischer Abstammung. Am besten gefiel mir die Entertainerin und Schauspielerin (?) mit englisch oder amerikanischem Namen. Sie argumentierte oft emotional und gefühlsmäßig und traf für mich den Kern: Menschlichkeit.

Ach, wir Deutschen. Überfordert mit einem Problem, das viele haben. Voller Schuldgefühle und ohne ausreichendes Selbstgefühl um Rassismus mit Intellekt, Menschlichkeit und Pragmatismus richtig anzugehen.

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Southwest69 28.08.2018, 09:41
17. Bundeszentrale für politische Bildung Stasi & Neonazis

Zitat von thomas0815-1
SPON und andere Medien (verächtlich) vom MOB reden/schreiben, wird sich nichts ändern. Diese Menschen sind (größtenteils) im vereinten Deutschland geboren bzw. ehemalige DDR BürgerInnen. Ich warte darauf, dass endlich mal diskutiert wird, warum es in den letzten 28 Jahren zu .....
Die Bundeszentrale für politische Bildung hat einen hervorragenden Bericht zusammengefasst.
https://www.bpb.de/geschichte/deutsche-geschichte/stasi/218421/neonazis

Um zu wissen wie es zu dieser "Entwicklung" kam, muss man die Zeit vor der Wende analysieren. und nicht die Zeit danach. Zeitzeugen werden das sicherlich wissen ( DDR Fachbegriff: Rowdytum). ;)

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hagr 28.08.2018, 09:43
18. Lauwarm?

Ich fand den Abend alles andere als lauwarm. Ich fand ihn dank Tuba Sarica geradezu revolutionär. Plasberg konnte nur staunen, wie diese junge Frau mit den wenigen Sätzen, die er ihr zugestand, das komplette Konzept seiner Sendung zerlegte. Er brachte kaum etwas von seinen tendenziösen Einspielern unter. Eigentlich war wohl geplant, Sarica und den SPD-Mann neben den drei Opferrollenproklamierern, den Einspielern und dem Psychiater exotisch und dumm dastehen zu lassen. Pustekuchen. Wer Saricas Buch gelesen hat, weiß, dass sie ein Leben lang gegen diese Opferhaltung in sich selbst und ihrer Parallelgesellschaftsumgebung ankämpft und entsprechend erfahren ist, gezielt die Lebenslügen offen zu legen. Sie bleibt derweil derartig charmant und unaufgeregt, dass man nur noch den Hut ziehen kann.
Es ist allein ihr zu verdanken, dass sich an diesem Abend in der althergebrachten, scheinheilig von Migranten und Deutschen geführten Debatte erstmalig in der Primetime deutliche Risse zeigten. Gegen drei Sätze Saricas konnten Soliman und Daimagüler noch so endlos anschwafeln, aber die Katze war für diesen Moment zumindest einmal aus dem Sack. Fair ist zu bewerten, dass man Sarica wenigstens noch Endruschat an die Seite stellte (die beiden verstanden sich merklich gut) und somit das übliche alle gegen (k)einen wenigstens ein alle gegen zwei war. Wobei sich in der Abschlussrunde deutlich zeigte, wie treffsicher Sarica war. Denn Daimagüler, Soliman und Reeves konnten nicht an sich halten und stürmten auf sie los. Sarica schoss nicht billig oder getroffen zurück. Sie zeigte sich zum Abschluss einmal mehr grundsouverän und meinte nur, dass es sie nicht überrascht hat, dass in der Sendung wieder einmal das eigentliche Thema ausgespart blieb.
Da ich jetzt schon recht lang geworden bin, bleibt mir nur noch, das Buch von Tuba Sarica "Ihr Scheinheiligen", einmal mehr zu empfehlen.
Ich habe nichts mit ihr oder ihrem Verlag zu tun. Bin einfach nur ein Fan. Das Getto vieler Deutschtürken und Migranten ist selbstgebaut und die Gitterstäbe bestehen in der selbstgewählten Opferrolle. Dies zu benennen, dafür gebührt Sarica das Verdienstkreuz.

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vish 28.08.2018, 10:28
19.

Ein Berufsempörter ohne Migrationshintergrund empört sich, dass sich ein Mensch mit Migrationshintergrund sich nicht empört. Herrlich.

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