Forum: Kultur
"Hart aber fair" zur Wahl: "Wir sehen, wie schwer das wird mit den Jungs in der Bunde
WDR/Oliver Ziebe

Frank Plasberg wollte Politiker mit Forderungen der Wähler konfrontieren, es ging um Steuern, Rente, Wohnen. Die Sendung wirkte wie ein Treffen verfeindeter Steuerberater, samt männlicher Muskelspiele.

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Seraphan 12.09.2017, 07:35
1.

Also, alles wie sonst auch. In keiner Weise wird an den Bürger gedacht, Probleme werden nicht gelöst, sondern der schwarze Peter wird den anderen zugeschoben, während man sich und seine Partei beweihräuchert.

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kladderadatsch 12.09.2017, 07:44
2. Private Altersvorsorge

ist derzeit praktisch nicht möglich. Zinsen werden besteuert, obwohl sie unter der Inflationsrate liegen und Kursgewinne von Aktien, obwohl die Gewinne schon im Unternehmen versteuert wurden. Bei der Sendung wurde vergessen zu erwähnen, dass das Risiko von Aktien viel höher als bei Zinsanlagen ist. Gerad die hier zitierte Tesla-Aktie wird das zeigen. Deswegen halten die risikoaversen auch Deutsche so gut wie keine Aktien.

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klausbrause 12.09.2017, 07:56
3.

Für politischen Zynismus muß wohl ein neuer Maßstab eingeführt werden. Die Spahn-Skala.
Das ist die Skala, auf der sich minimale Bewegungen in Richtung sozialen Ausgleichs als Neid bezeichnet wird und die mangelnde zusätzliche Geldversorgung von wohlbestallten Staatssekretären (z.B. die mit den pfiffigen Ideen) und Unternehmersöhnen via Kredit trefflich in Übereinstimmungen bringen lassen.

Eigentlich muß man sie nur reden lassen.

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burlei 12.09.2017, 08:05
4. @Urban Spaceman, #1

Nun, in meiner Heimatstadt, 40.000 E., seit Jahrzehnten konservativ regiert (CDU/FDP/BG) wird auch wie verrückt investiert und gebaut. Häuschen von 350.000 Euro aufwärts, jedes mit ein paar Quadratmetern Rasen rundum, Doppelgarage usw. Also etwas, was sich junge Familien nicht leisten können. Sozialer Wohnungsbau? Auch.... Für je 100 Wohnungssuchende gut 15 neue Wohnungen. Die Stadt breitet sich wie eine Krake im Umland aus, immer mehr Fläche wird vernichtet, die Infrastruktur von Straßen über Einkaufsmöglichkeiten (z.B. Nahversorger) bis zu Schulen usw kommt nicht mit. Investitionen hier? Fehlanzeige. Bringt auch keine Rendite. Alle sind unzufrieden, nur CDU/FDP/BG, Investoren und Banken nicht.

Brachflächen gibt es natürlich nicht. Das riesige ehemalige Gelände der Bahn, einst größter Arbeitgeber, jetzt der Privatisierung zum Opfer gefallen, ist entweder mit Hotels und Bürogebäuden zugepflastert worden oder durch einen Urwald überwuchert. Sicher könnte man den als "Brachfläche" bezeichnen, nur ist der offizielle Sprachgebrauch hier "Naturschutzgebiet", weil sich kein Investor findet. Attraktiv ist unsere Stadt auch. Für ein paar Rentnern, Investoren und der regierenden Parteien. Schuldenfrei? Naja, sie steht unter Finanzaufsicht des Regierungspräsidenten, aber für Steuergeschenke und ÖPP ist immer Geld da. Man kennt sich schließlich als Parteifreunde.

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kopi4 12.09.2017, 08:07
5.

Spahn sitzt seit 2012 im Bundestag, er darf sich obendrein den Bonus als parlamentarischer Staatssekretär gönnen, in seinem münsterländischen Wahlkreis würde auch ein Besenstiel als Direktkandidat der CDU gewinnen. Da ist es blanker Hohn wenn er, angesichts Millionen nur befristet Angestellter Arbeitnehmer, behauptet auch seine Kreditwürdigkeit wäre angezweifelt worden. Und so zweifelhaft das er das dubiose Investment beim Startup abblasen müßte war sie dann auch nicht....

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mainemainung 12.09.2017, 08:35
6. Die dreiste Besteuerung

von Menschen mit Kindern war aus meiner Sicht der interessanteste Teil der Sendung. Will die SPD ja immerhin stufenweise abbauen (!?) Das bringt offensichtlich viel Geld, mit dem man Steuergeschenke wie zum Beispiel Dienstwagen der Luxusklasse, Kindergeld für den Balkan u.s.w. finanzieren kann. Stufenweise heißt für mich - Alleinerziehende mit 2 Teenagern - das ich die Wohltat dieser Selbstverständlichkeit nicht mehr erfahren werde. Soviel zum Thema soziale Gerechtigkeit. Wäre ich in der Sendung gewesen, hätte ich mich auch noch bei SPD/CDU (die Grünen waren ja nicht da) für die bei Rentenantritt fällige Plünderung meiner Direktversicherung bedanken können. Apropos Rente: Wird mal Zeit, dass Politiker realisieren, das die Rentenversicherung KEIN Schneeballsystem ist. Erst die Beiträge der geburtenstarken Jahrgänge für versicherungsfremde Leistungen (ja genau - Ostrenten) verbraten und anschließend die Karte "demografischer Faktor" ziehen. Mein Fazit: Will man in diesem Land sozial gerecht behandelt werden, sollte man Beamter werden. Vielleicht liegt das ja auch an der hohen Quote dieser Berufsgruppe im Bundestag.

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Mister Stone 12.09.2017, 08:38
7.

Spahn (Startup-Genie) und Lindner mit seiner überragenden Wirtschaftskompetenz (Wissen Sie wie hoch? Ja, hoch!) haben sich mal ordentlich ins eigene Knie geschossen. Lindner und Plassberg inszenieren Herrn Bartsch als Bedrohung, vor der man sich schützen müsse. Gehts noch? Wer schützt uns denn vor Merkel, Spahn, Lindner?

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MisterD 12.09.2017, 08:39
8. Unfassbar...

wie hier gejammert wird, dass man Aktiengewinne versteuern muss. Dabei sehen viele das Problem gar nicht. Es geht nicht um die paar tausend EUR, die Otto Normal vllt. im Jahr im TecDAX abräumt. Es geht um Milliarden und Abermillarden, die Finanzprofis, die sich damit 24/7 für ihre Kundschaft beschäftigen mit Derivaten verdienen und dafür weniger Steuern zahlen, als ein Spitzenverdiener. Reiche werden so exponentiell reicher, wir alle werden noch erleben, wohin das führt. Die Welt wird in einigen Jahrzehnten einer handvoll Menschen gehören und wir sind ihre Leibeigenen, wie im Mittelalter... schöne neue Welt... übrigens... Aktien, also in Unternehmen INVESTIEREN ist völlig ok. Das Hauptgeschäft sind heute aber Derivate, davon hat die AG gar nix. Der Markt ist aus den Fugen, mit Schwarz Gelb ist die nächste Krise vorprogrammiert...scheitern mit Ansage...

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geschädigter5 12.09.2017, 08:52
9. Die ständigen Unterbrechungen

Von Span ( kenn ich von den Sozialisten) kenn ich bei ihm auch : von den Rechtsradikalen.

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