Forum: Kultur
Helene Fischer in Berlin: Endlich wieder Sommermärchen
Roland Owsnitzki

Lack-Outfits und Ballermann-Musik - bei ihrem Konzert im Berliner Olympiastadion hauchte Helene Fischer der betäubten Fußball-Seele wieder Leben ein: "Spürst Du das?"

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Papazaca 10.07.2018, 09:28
40. Ja! Trotzdem ist Geschmack keine objektive Größe

Zitat von meresi
aber man kann es lernen. Nicht umsonst gibt es einen Leitfaden über die richtigen Proportionen, goldener Schnitt, Farbkombinationen und perfekter Komposition. In Musik u. darstellender Kunst sowie in der Literatur. Alles eine Frage der Bildung. Man kann sich auch verweigern, keine Frage.
Ich stimme zu. Aber nur bedingt. Lange war Vermeer vielen unbekannt. Dann änderte sich das relativ plötzlich.

Vor Jahren wurden Punks wegen ihrer gefärbten Haare vehement
abgelehnt. Heute tragen Hausfrauen locker blaue oder lila Haare.

Geschmack ist also nur bedingt eine Konstante. Und jemand, der Palladio-Villen mag, ist vielleicht kein Freund von Frank Gehry. Das Modell des universal gebildeten Renaissance-Mannes ist eher durch den optimalen Verbraucher abgelöst worden, der sein Toilettenpapier bei Aldi kauft, sein Obst aber auf dem Markt, der Machu Picchu besucht, mit seinen Kindern aber auch Disneyland.

Will heißen: Auch Geschmack ist nur bedingt eine feststehende Größe und auch dem Zeitgeschmack unterworfen. Und der ändert sich immer schneller.

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ClaudiaK 10.07.2018, 23:43
41.

Warum zeigt eigentlich nicht mal der Spiegel genauso viele sexy männliche Körper wie weibliche. Als ob es keine Männer gäbe, die sich gerne zeigen mögen? Gerade im Zuge der MeToo-Debatte und unserer sexualisierten Bevölkerung wäre es heute doch wirklich an der Zeit die gleiche Anzahl an sexy Frauen und Männern zu zeigen und auch darauf zu achten, das die Artikel nicht sexistisch sind (wobei ich nicht diesen Artikel meine, sondern andere ). Wie wäre es z.B. Mit "So schön sehen Männer bei einem Orgasmus aus" - anhand dieser gegengeschlechtlichen Formulierung wird einiges offensichtlicher, was ansonsten in all unseren Köpfen fast schon Normalität geworden ist.

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Proserpin de Grace 11.07.2018, 08:56
42. Ganz natürlich

Zitat von ClaudiaK
Warum zeigt eigentlich nicht mal der Spiegel genauso viele sexy männliche Körper wie weibliche. Als ob es keine Männer gäbe, die sich gerne zeigen mögen? Gerade im Zuge der MeToo-Debatte und unserer sexualisierten Bevölkerung wäre es heute doch wirklich an der Zeit die gleiche Anzahl an sexy Frauen und Männern zu zeigen und auch darauf zu achten, das die Artikel nicht sexistisch sind (wobei ich nicht diesen Artikel meine, sondern andere ). Wie wäre es z.B. Mit "So schön sehen Männer bei einem Orgasmus aus" - anhand dieser gegengeschlechtlichen Formulierung wird einiges offensichtlicher, was ansonsten in all unseren Köpfen fast schon Normalität geworden ist.
Es wäre doch aber sehr sexistisch, wenn der Spiegel nicht über Frau Fischer, die gerade auch so vielen Frauen so viel bedeutet, berichten würde, nur weil sie sich wie eine Professionelle anzieht. Frau Fischer gibt sich schließlich sehr viel Mühe, dass über sie berichtet wird. | Männer zeigen sich gerne beim Sport, damit sie nicht schwul rüberkommen. Gerade ist Tour de France, da ist naturgemäß alles sehr, sehr eng. Und auch der Fußball hatte ja so seine Momente. Auch darüber wird hingebungsvoll berichtet. | Bitte bedenken Sie zudem, dass die Leserschaft des Spiegels mehrheitlich männlich ist, weswegen ab und an ein Teaser über Orgasmen sowie als Offerte an die Frauen von einer Frau das "Jensergeläut" eingestreut werden muss. Das ist doch nur natürlich. Sex sells. Sie können nun wirklich nicht behaupten, dass nicht auch Sie auf Ihre Kosten kommen würden. Natürlich können manche nie genug kriegen. Das kann ein Problem sein. Aber dafür gibt es ja special interest Publikationen. Im Netz sogar für free.

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rooonbeau 14.07.2018, 11:25
43. Verpackung in absoluter Perfektion

Und so inhaltsleer ohne jegliche Substanz.
Allein diese oben im Text genannten Zeilen bringen mich fast zum würgen..
Profis ohne Herz am Werk mit einer einzigen Prämisse. Profit.

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