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Hippie-Konzert: Woodstock kommt wieder - im Doppelpack

Das 50-jährige Woodstock-Jubiläum in diesem Jahr ruft Neuauflagen auf den Plan. Jetzt wirft auch einer der Original-Organisatoren des legendären Konzerts seinen Hut in den Ring.

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bartnelke 10.01.2019, 14:14
1. drei Main stages

und ein Hauptact jagt den nächsten.

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freddykruger 10.01.2019, 18:27
2. Ich bin skeptisch

Zitat Michael Lang - Ihm schwebe ein Mix aus klassischen Bands und aktuellen Pop- und Rap-Stars vor.-- zitatende. Auweia fällt mir dazu nur ein. Aktuelle Pop und Rap Stars gibt es in meinen musikalischen Universum nicht. Also brauch und werde ich mich nicht dazu auslassen. Wenn die klassischen Bands mit denen von 69 gemeint sind dann ebenfalls gute Nacht. Hör heute noch gerne die Bands von damals. Viele von denen möchte ich aber 2019 nicht unbedingt Live sehen. Ausnahmen sind da Neil Young, David Crosby (aktuell sogar wieder gut dabei), Country Joe und natürlich Santana. Kantner und Balin tot, Grace Slick ist mitte 70, Schloweiß und krächtz nur noch. Also kein White Rabbit und Volonteers, gehört einfach zu Woodstock wie auch Judy Blue Eyes von CSN&Y. Aktuell gibt es allerdings sehr gute Retro Bands. Greta Van Fleet, Vintage Caravan, Black Stone Cherry, Graveyard um nur einige zu nennen. Ich denke das Lang solche u.ä. Bands mit seiner Aussage auch meinte. Wie das ganze ausgehen wird kann man wohl erahnen. Eine riesige Gelddruckmaschine die ehr an eine Kirmes erinnert als an ein Festival. Woodstock hätte einmalig bleiben müssen. Den Zeitgeist der 60er kann man nicht in die 2010er transportieren. Das wäre und ist im grunde genommen wohl doch ehr peinlich.

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blueberryhh 10.01.2019, 18:58
4. ehrlich...

freddy hat ja so was von recht! Was die Bands angeht usw. Denke, mit so einem "Revival" versaut man eher den Mythos von Woodstock `69.
Dazu gehören eben auch diese ganzen "legendären" Bands von damals, das kann man nie und nimmer mit aktuellen Bands / Künstlern wieder erreichen. Und stimmt: wer will schon die Leute von damals heute als Rentner beim sich selbst auf der Bühne demontieren und lächerlich machen beobachten? Es gibt doch genug warnende Beispiele heutzutage, wenn z.B. olle Punk Bands sich wieder auf die Bühne quälen und die "Jungs" mit ihren Bierwampen noch mal die alten Sachen von `77 zum besten geben.... gruselig!

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Aberlour A ' Bunadh 10.01.2019, 20:00
5. Mythos und Realität

Grundsätzlich richtig von Laing, einen Mix aus Tradition und "angesagten" Bands für das Jubiläum zu wählen. Es macht ja keinen Sinn in Nostalgie zu schwelgen: die Heroen von damals - Jimi Hendrix, Joe Cocker, Alvin Lee, Sly Sone, Jerry Garcia, Marty Balin, Kantner/Slick - entweder nicht mehr unter den Lebenden oder bereits in den 70er Jahren vom Weg abgekommen. Wer wäre heute aus den damaligen Bands sehenswert und noch aktiv? John Fogerty natürlich, dann Carlos Santana und Blood, Sweat & Tears, die mit Steve Katz als "Musical Director" immerhin ein Originalmitglied an Bord haben. Die Band habe ich vor gar nicht langer Zeit mal live gesehen, das war absolut überzeugend. Roger Daltrey und Pete Townshend gehen noch (mit Abstrichen) und vor allem - freddy deutete es schon an - CSN&Y. Insbesondere die letzten Alben von David Crosby haben mich umgehauen. Das hätte ich ihm nicht mehr zugetraut, vor allem weil er den Mut hat, Neues zu machen, statt ewig die alten Hits nachzuträllern. Da stört mich auch der Bierbauch nicht. Das war's dann aber schon. Um richtig Publikum zu ziehen, muss man natürlich die Jugend ansprechen. War ja damals 69 auch nicht anders.

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freddykruger 10.01.2019, 20:11
6. @blueberryhh

zitat - mit ihren Bierwampen noch mal die alten Sachen von `77 zum besten geben....- zitatende. Ich lach mich schlapp. Dazu gröllen und beschimpfen sie andere dann auch noch als boring old fart.

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Testtubebaby 10.01.2019, 20:14
7. auch skeptisch

Stamme ja auch aus der Zeit, für mein komplettes Umfeld ist Woodstock unweigerlich mit Alvin Lee's "Goin' Home" Spektakel mit Ten Years After verbunden. Viele der alten Helden sind tot. Natürlich könnte man ein Line Up im Geiste der 60er mit Neil Young und Santana, ergänzt mit neueren Vertretern der alten Musik wie Derek Trucks, Seasick Steve und Dweezil Zappa, zusammenstellen. Da landet man dann aber unweigerlich im Gefilde des jährlichen Crossroads-Festivals, das den Spagat zwischen Antike und Moderne im Geist der 60er eigentlich sehr gut umsetzt. Von dem her überflüssig, und das mit den aktuellen Pop- und Rapstars lässt dann doch sehr zweifeln.
Die echten Flashbacks blühen heute eher im Verborgenen. Man kann beispielsweise bei Bill Harkleroad (Captain Beefheart Band, Mallard) für kleines Geld im Live-Videostream Gitarrenunterricht (ähm, für Fortgeschrittene, ja) nehmen. Sowas interessiert mich weitaus mehr als die kommerzielle Ausschlachtung eines Mythos. Naja, bin halt schon älter, sorry.

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madcostelloartist 10.01.2019, 20:34
8. Das Jubiläumsfestival 1994

… hatte ich damals im August ein Wochenende lang mit großer Neugierde im TV auf dem Bezahlsender Premiere verfolgt. Mit Joe Cocker, Blind Melon, Green Day, Melissa Etheridge und Henry Rollins. Fand ich sehr beeindruckend. Viele Musiker wurden in kleinen Kurzportraits vorstellt, zum Beispiel der Rollins im Tonstudio.

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Testtubebaby 10.01.2019, 20:38
9. Bierwampen

zitat - mit ihren Bierwampen noch mal die alten Sachen von `77 zum besten geben....- zitatende
Im Großen und Ganzen richtig, aber es gibt Ausnahmen. Die Violent Femmes sind wie guter Rotwein und haben nie besser gespielt als in den letzten Jahren, meine Meinung. Und Patti Smith mit Tom Verlaine (Television) an der Gitarre kann es an einem guten Tag noch immer richtig schön krachen lassen. Wer den Geist des Punk in neu einfangen will, kann sich ja mal die Sleaford Mods live reinziehen, am besten in England.

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