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Horrorautoren Stephen King und Owen King: "Wie wäre es, wenn auf einmal alle Frauen w
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Stephen King hat zusammen mit seinem Sohn Owen einen Roman geschrieben: "Sleeping Beauties". Im Interview erzählen sie, wie die Geschichte entstanden ist - und was sie mit Donald Trump zu tun hat.

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christian simons 13.11.2017, 18:32
1.

Bei aller Liebe für die Trapp-Familie des Horrorgenres; diese Idee ist nicht neu.
Es gab da vor vielen Jahrzehnten einen SciFi-Roman, in dem parallel eine Welt ohne Frauen bzw. ohne Männer geschildert wurde. Da ich sowohl den Titel als auch den Autor vergessen habe, kann ich nicht googeln.

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biber01 13.11.2017, 18:55
2. Oh Mann

Stephen King ist ein Frauenversteher!
Ich fass es nicht;-))

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Atheist_Crusader 13.11.2017, 19:08
3.

Würden alle Männer einschlafen, würden die Frauen sehr gut miteinander klarkommen???

Das ist alberner Sexismus. Vielleicht nett gemeint, aber ultimativ herablassend, misandristisch und weltfremd. Dazu eine ganz einfache Übung: wenn solche Sätze kommen, einfach mal das Wort "Männer" durch "Juden" oder "Homosexuelle" und das Wort "Frauen" durch "der Rest der Menschheit" ersetzen. Wenn das Ergebnis dann klingt wie eine Passage aus "Mein Kampf", dann sollte man seine Prämisse lieber nochmal überdenken.

Frauen sind mitnichten das sanfte, friedliche Geschlecht, das nur durch die bösen Männer verdorben wird. Im Gegenteil: Frauen sind sehr gut dabei einander herunterzumachen und auszubeuten, von der Vorstandsetage bis in den Einzelhandel.
Eine Welt ohne Männer wäre definitiv eine andere Welt als eine ohne Frauen, aber nett und friedlich wäre die beileibe nicht. Ich vermute mal, es würde generell weniger passieren, weil Frauen mehr zum Streben nach einem Konsens tendieren als Männer - aber das gilt für Angriffskriege genauso wie für den Brückenbau.
Konflikte wären ebenso zahlreich, würden aber wohl oft unter der Oberfläche ausgetragen werden - aber auch nicht immer. Fast die Hälfte aller häuslichen Gewalt geht von Frauen aus, das sollte man nicht vergessen. Dass Frauen im Alltag so oft Opfer von Gewalt werden, liegt ja unter Anderem an dem relativen Kraftgefälle zwischen den Geschlechtern - selbst ein untrainierter Mann ist den meisten Frauen körperlich überlegen. In einer Welt ohne Männer wären die durchtrainierten Frauen dann die Spitze der Nahrungskette. Würden sie mit dieser Position weise und fair umgehen? Ich bezweifle es.

Dass eine gesteigerte Teilhabe von Frauen an wichtigen Entscheidungen (Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, ...) tendenziell zu besseren Resultaten für alle Beteiligten führt, ist wohl auch eher dem Ausgleich der fehlenden Repräsentation ihres Geschlechtes geschuldet als einer vermeintlichen geistigen oder moralischen Überlegenheit gegenüber Männern. Lies: die Dinge werden nicht besser weil mehr Frauen an sich gut sind, sondern weil eine angemessene Repräsentation aller Gruppen eben dafür sorgt dass diese Gruppen eine Stimme haben und nicht so leicht marginalisiert werden können.
Denn immer wo nur ein Geschlecht klar dominiert, kommt es fast zwangsweise zu Seltsamkeiten, von verzerrten Ideen bis hin zu Akten der Barbarei (siehe die meisten religiösen Institutionen, siehe Knast, siehe Militär).

Von daher: Gut dass es beide Geschlechter gibt. Und zwar für alle Beteiligten. Es gibt noch viel Raum für Verbesserung, aber keinen für den Verzicht auf die eine oder andere Gruppe.

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Euronymus 13.11.2017, 19:35
4. King

Stephen King ist ein phantastischer Autor, den man nicht nur auf Horror reduzieren kann. Stand by me, Green Mile, die Verurteilten.. gut erzählte Geschichten.

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loeweneule 13.11.2017, 20:11
5.

Zitat von Euronymus
Stephen King ist ein phantastischer Autor, den man nicht nur auf Horror reduzieren kann. Stand by me, Green Mile, die Verurteilten.. gut erzählte Geschichten.
Ich möchte mal behaupten, daß die meisten nicht Stephen King kennen, sondern nur das Stephen-King-Klischee, u.a. genährt durch miese Filme, die sich auf ihn berufen.

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uwegrossberndt 13.11.2017, 20:19
6.

Zitat von Atheist_Crusader
Würden alle Männer einschlafen, würden die Frauen sehr gut miteinander klarkommen??? Das ist alberner Sexismus. Vielleicht nett gemeint, aber ultimativ herablassend, misandristisch und weltfremd. Dazu eine ganz einfache Übung: wenn solche Sätze kommen, einfach mal das Wort "Männer" durch "Juden" oder "Homosexuelle" und das Wort "Frauen" durch "der Rest der Menschheit" ersetzen. Wenn das Ergebnis dann klingt wie eine Passage aus "Mein Kampf", dann sollte man seine Prämisse lieber nochmal überdenken. Frauen sind mitnichten das sanfte, friedliche Geschlecht, das nur durch die bösen Männer verdorben wird. Im Gegenteil: Frauen sind sehr gut dabei einander herunterzumachen und auszubeuten, von der Vorstandsetage bis in den Einzelhandel. Eine Welt ohne Männer wäre definitiv eine andere Welt als eine ohne Frauen, aber nett und friedlich wäre die beileibe nicht. Ich vermute mal, es würde generell weniger passieren, weil Frauen mehr zum Streben nach einem Konsens tendieren als Männer - aber das gilt für Angriffskriege genauso wie für den Brückenbau. Konflikte wären ebenso zahlreich, würden aber wohl oft unter der Oberfläche ausgetragen werden - aber auch nicht immer. Fast die Hälfte aller häuslichen Gewalt geht von Frauen aus, das sollte man nicht vergessen. Dass Frauen im Alltag so oft Opfer von Gewalt werden, liegt ja unter Anderem an dem relativen Kraftgefälle zwischen den Geschlechtern - selbst ein untrainierter Mann ist den meisten Frauen körperlich überlegen. In einer Welt ohne Männer wären die durchtrainierten Frauen dann die Spitze der Nahrungskette. Würden sie mit dieser Position weise und fair umgehen? Ich bezweifle es. Dass eine gesteigerte Teilhabe von Frauen an wichtigen Entscheidungen (Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, ...) tendenziell zu besseren Resultaten für alle Beteiligten führt, ist wohl auch eher dem Ausgleich der fehlenden Repräsentation ihres Geschlechtes geschuldet als einer vermeintlichen geistigen oder moralischen Überlegenheit gegenüber Männern. Lies: die Dinge werden nicht besser weil mehr Frauen an sich gut sind, sondern weil eine angemessene Repräsentation aller Gruppen eben dafür sorgt dass diese Gruppen eine Stimme haben und nicht so leicht marginalisiert werden können. Denn immer wo nur ein Geschlecht klar dominiert, kommt es fast zwangsweise zu Seltsamkeiten, von verzerrten Ideen bis hin zu Akten der Barbarei (siehe die meisten religiösen Institutionen, siehe Knast, siehe Militär). Von daher: Gut dass es beide Geschlechter gibt. Und zwar für alle Beteiligten. Es gibt noch viel Raum für Verbesserung, aber keinen für den Verzicht auf die eine oder andere Gruppe.
Uhhh, wenn Sie wegen der ersten Zeilen in die Sexisten Hölle kommen.
Fakt ist, dass Frauen sich nicht auf der Strasse prügeln, dann aufstehen sich bei einem Bier entschuldigen.
Frauen gehen dezenter und effektiver vor. Eenn sie mit ihren Opfern fertig sind bleibt nur verbrannte Erde.

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Cito 13.11.2017, 22:53
7. Geteilte Welt

@christian simons "Geteilte Welt" So heisst der Roman, da bin ich mir ziemlich sicher. Ich hab als Autor einen Bernhard Mannheim gefunden - dem Cover nach Ich dachte, der sei viel bekannter, ist aber offenbar nicht mal mehr antiquarisch zu kriegen. Der Plot war noch viel besser: Eines morgens sind für die Frauen alle Männer weg und für die Männer alle Frauen. Sie leben in Parallel-Welten und ebenso parallel wird erzählt, wie sich diese Welten im Lauf von ein oder zwei Jahren entwickeln.

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renageh 13.11.2017, 22:54
8. Philip Wylie: Das große Verschwinden, 1954

Auf einmal sind die Frauen weg. Was passiert in der Welt der Männer? Auf einmal sind die Männer weg. Was passiert in der Welt der Frauen? Wylie hat das Thema schon 1954 meisterhaft erzählt. Ob die Kings daran kommen?

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renageh 14.11.2017, 23:00
9. Philip Wylie: Das große Verschwinden, 1954

Auf einmal sind die Frauen weg. Was passiert in der Welt der Männer? Auf einmal sind die Männer weg. Was passiert in der Welt der Frauen? Wylie hat das Thema schon 1954 meisterhaft erzählt. Ob die Kings daran kommen?

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