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"Hostiles" mit Christian Bale: Wider den Mythos vom wilden Westen
Universum

Sie bekämpften sich bis aufs Blut. Nun soll der weiße Soldat einem todkranken Häuptling das letzte Geleit erweisen: "Hostiles - Feinde" erzählt von Versöhnung in einer Welt voller Gewalt.

xcountzerox 30.05.2018, 17:49
1. Sehr gut

Sehr gutes movie. Aktueller den je. Bale mal wieder herausragend. Manche Szenen regelrecht herzzerreißend.

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cinkor 30.05.2018, 18:28
2. Absolut sehenswert!

Hervorragende Schauspielkunst und kein bisschen Makeup um den Wilden Westen zu verschönern.

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vantast64 30.05.2018, 18:32
3. Freue mich immer, wenn die Indianer siegen,

leider weiß ich, daß letztlich der Strom unerwünschter Einwanderer
nie abriß, da halfen auch keine Siege mehr, die Einwandererflut war
unbegrenzt.
Es wäre gut, wenn die Indianer die Weißen ausweisen würden,
denn die haben alle keine Einwanderungserlaubnis, sie sind illegal im Land.

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ruhepuls 31.05.2018, 23:16
4. Tolle Idee

Zitat von vantast64
leider weiß ich, daß letztlich der Strom unerwünschter Einwanderer nie abriß, da halfen auch keine Siege mehr, die Einwandererflut war unbegrenzt. Es wäre gut, wenn die Indianer die Weißen ausweisen würden, denn die haben alle keine Einwanderungserlaubnis, sie sind illegal im Land.
Es sind inzwischen ungefähr 300 Millionen "non native" Americans. Wo sollten die alle hin? In ihre Heimat? Dann kämen etwa 100 Millionen zu uns, denn die Deutschen waren eine der stärksten Einwanderungsgruppen...
Na. dann Mal viel Spass!

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Little_Nemo 31.05.2018, 06:34
5. Die Suchenden

Interessanter Film, den ich mir auf jeden Fall ansehen werde. Beim Lesen des Artikels musste ich an John Fords Klassiker "The Searchers" denken, der in Deutschland seltsamerweise als "Der schwarze Falke" bekannt ist, was der Name des Komantschenhäuptlings ist, den die Protagonisten jagen, der im Original allerdings vielsagend "Scars" (Narben) heißt. John Wayne spielt in diesem Film einen sehr ambivalenten Charakter. Auf der einen Seite ist er der stets überlegene, dominante Held, wie man ihn kennt. Ganz der Duke. Auf der anderen aber ist er auch ein vom Hass zerfressener, manischer Rassist mit Anklängen von Sadismus. Und das Ende des Films drängt die Lesart auf, dass für solche Menschen kein Platz mehr in der Welt, dass ihre Zeit abgelaufen sei. Ähnlich ambivalente Charaktere präsentierte Ford ja auch z.B. in "The Man who shot Liberty Valance", in dem Wayne einen raubeinigen Mann vom alten Schlage spielt, der sich tatsächlich noch einen schwarzen Boy (Woody Strode) hält und das Gesetz gern in die eigene Hand nimmt. James Steward hingegen ist Ransom Stoddard, ein Anwalt und Stutzer aus dem Osten, der stur und zutiefst moralisch motiviert das Gesetz in den Wilden Westen bringt. Am Ende zeigt sich, dass es gerade der einfache Mann Tom Donovan (Wayne) war, der das Gesetz im Westen durchgesetzt hat, weil er dessen Richtigkeit, dank Stoddard, eingesehen hat, wohingegen Stoddard selbst am Schluss als moralisch zwiespältige und vom politischen Betrieb korrumpierte Figur dasteht. Ford hat ohne Zweifel in vielen seiner Filme Heldenmythen gestrickt bis zum Erbrechen. Ich habe ihn deshalb auch schon mal als amerikanische Leni Riefenstahl bezeichnet. Aber er konnte eben auch wesentlich differenzierter und tiefgründiger.

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vulcan 31.05.2018, 18:11
6.

Zitat von vantast64
leider weiß ich, daß letztlich der Strom unerwünschter Einwanderer nie abriß, da halfen auch keine Siege mehr, die Einwandererflut war unbegrenzt. Es wäre gut, wenn die Indianer die Weißen ausweisen würden, denn die haben alle keine Einwanderungserlaubnis, sie sind illegal im Land.
Was gibt'da zu 'freuen'?
Das ist doch Unsinn - 'freuen' Sie sich auch, wenn die Gallier gegen die Römer siegen?
Geschichte ist Fakt, nichts anderes. Und glauben Sie mir - die Indianer waren auch nicht die besseren Menschen, ganz sicher nicht. Sie waren den Weißen nur unterlegen.
Ach ja - wir müssten dann z. B. auch alle Australier, die nicht Aboriginies sind, zurückschicken; die meisten wohl nach Großbritannien. Und von dort schicken wir dann die ganzen Skandinavier und Normannen zurück 'in ihre Heimat', nicht wahr?

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