Forum: Kultur
Illner-Talk über Brexit: Britannien wird nicht im Atlantik verschwinden
ZDF/ Christian Schoppe

Maybrit Illner fragt, was der Brexit für Europa bedeutet. Das wisse nicht einmal Gott, sinniert Polit-Oldie Edmund Stoiber. Und Katarina Barley? Ja, Nein, Vielleicht. Ein etwas ratloser Talk zur "state of the union".

hausfeen 23.11.2018, 07:20
1. Ja, das war schwach von den Politikern.

Dabei zeichnet sich doch jetzt klar ab, dass die Briten am Ende fast alles so arrangieren werden, wie schon als EU-Mitglied. Nur eben in 100en von Einzelabkommen. Nur ohne Mitsprache in den EU-Gremien eben. Wird sich zeigen, wer davon profitiert.

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fatherted98 23.11.2018, 07:38
2. Farblose Runde....

....ohne jede Expertise oder Ahnung. Wer diese Gäste wohl ausgesucht hat? Naja....vielleicht hat Illner nicht mehr bekommen.
Diese Sendungen werden immer uninteressanter und bleiben ohne jede neue Erkenntnis. Ausschalten trotz Gebührenzahlung ist angesagt.

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Rupert Neve 23.11.2018, 07:50
3. Binse

"Binse des Abends: Kam von Andreas Rödder, Historiker: "Nur weil die Briten aus der Europäischen Union austreten, verschwinden die britischen Inseln ja nicht in den Tiefen des Atlantiks"."

Wenn man die aktuelle Berichterstattung verfolgt, ist das keineswegs eine Binse. Die Deutsche Medienlandschaft scheint sich ja sicher zu sein, dass der Brexit zu katastrophalen Verhältnissen in GB führen wird.

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kritischer-spiegelleser 23.11.2018, 08:23
4. Die Erwartungen sind nicht allzu euphorisch.

Aber wie auch? Die EU hat versäumt, ihre Arbeit zu machen und nur Geld verteilt und neue Mitglieder dazugekauft. Deren Interessen sie jetz nicht mehr unter einen Schirm bringt. Hoffentlich trauen sich unsere Parteien vor dieser Schein-EU-Wahl endlich einmal ihre Sicht der EU offenzulegen.

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AxelSchudak 23.11.2018, 08:40
5. AfD und Piratenpartei? - Nö...

Der Vergleich der Piratenpartei mit der 5*-Bewegung ist eher eine Beleidigung für die Piratenpartei. Die Piratenpartei war im Kern politisch pragmatisch und modern, konnte aber aufgrund organisatorischer (und teils menschlicher) Unfähigkeit keine Durchsetzungsfähigkeit entwickeln. Die Fünf Sterne sind das genaue Gegenteil - keinerlei politische Perspektive, nur Getöse und dagegen sein, dafür aber eine effiziente Führung.

Ich wage mal zu behaupten, dass zweiteres deutlich schädlicher für Italien ist.

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mirage122 23.11.2018, 09:08
6. Die Gäste bei Illner

Da wird man wirklich den Verdacht nicht los, dass kaum noch jemand in derartigen Talkshow-Formate quasseln will. Das zeigt sich an der Qualität der "Diskussionen", die ja eigentlich gar keine sind. Was soll so jemand wie Stoiber schon von sich geben: ein typischer" Opa", der aus purer "Dankbarkeit für seine Verdienste" nach Europa entsandt wurde. Und über die Gesprächsführung von Frau Illner muss man sich schon gar nicht mehr äußern. Wie sieht es da überhaupt mit der Quote aus? Einfach abschaffen, das reicht schon!

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DrStrang3love 23.11.2018, 09:45
7.

Ich konnte gestern nur einen Teil der Sendung sehen, aber aus der Zusammenfassung hier wird klar, dass ich nichts entscheidendes verpasst habe.

Es haben zwar alle Beteiligten mehr (Rödder) oder weniger (Stoiber) eloquent und prägnant analysiert, dass die (noch) 28 Mitgliedsstaaten keine homogene Masse sind und zum Teil vollkommen andere Meinungen und Verhältnisse zur EU haben. Aber wenn es darum ging, irgendwelche Schlüsse daraus zu ziehen, versumpften die Diskussionsbeiträge doch eher im Nebulösen. Was soll denn bitte schön Rödders "empathischer Realismus" sein? Wie soll sich die von ihm geforderte "Flexibilität" denn in der Politik niederschlagen? Wie soll ein Europa der verschiedenen Integrationsstufen aussehen? (In diesem Zusammenhang konnte er nichts anderes bieten, als aufzuzählen, welche verschiedenen Integrationsstufen - EU-Mitglieder, Eurogruppe, assoziierte Staaten - es bereits gibt.)

Und Linn Selle mag zwar recht haben, dass es schade ist, dass immer nur von den Regierungen der EU-kritischen Staaten geredet wird, und dass es unter der Bevölkerung immer noch viel Begeisterung für Europa gäbe. (An dieser Stelle wurde sie von Stoiber mit einem langatmigen verschwurbelten Einwurf unterbrochen.) Aber was soll das denn für Folgen für die Politik der EU gegenüber diesen Ländern haben? Abbau der Rechtsstaatlichkeit einfach abnicken, weil das ja "nur" von den Regierungen kommt? Und warum wählt die angeblich mehrheitlich EU-begeisterte Völker dann EU-kritische oder offen EU-feindliche Regierungen, zum Teil mehrfach?

Viel Gerede, wenig Antworten.

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isi-dor 23.11.2018, 12:36
8.

Auch in dieser Sendung wurde von den Brexiteers nicht ein einziger schlüssiger Sachgrund genannt, warum man für eine solch weitreichende Entscheidung eines Landes ein durch groteske Lügen erschlichenes Referendum zugrunde legt.
Und da ja nun selbst Raab sagt, dass Mays Austrittsdeal schlechter ist, als ein Verbleib in der EU, was hindert diese Leute dann, über diesen Deal ein ordnungsgemäßes Referendum abzuhalten?

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polaris65428 23.11.2018, 14:29
9. Selbst Schuld ?

Selbstredend ist es richtig, dass der "Wille des Landes" nicht nur aufgrund der Entscheidunden seiner Regierung beurteilt werden kann und darf.
Aber wenn ein Großteil derer, die seinerzeit zur Abstimmung über den Brexiit aufgerufen waren (nämlich gerade die jungen Generation, die jetzt am meisten wehklagt) genau dieser fernblieb, sorry, dann fehlt mit das Verständnis. Demokratie ist etwas für alle. Auch wenn mir heute meine sogenannten sozialen Medien, meine komfortablen Lebensumstände wichtiger erscheinen. So etwas ist irgendwann lebensentscheidend.
Die Folgen der Nichtteilnahme an der Brexit- Entscheidung sind den Meisten heute klar. Aber leider zu spät !
Sollten noch mehr Staaten, oder besser deren Bürger, für einen xxxExit stimmen, müssen sie wissen, dass Europa einem Chaos entgegegdriftet. Es gibt Möglichkeiten, Umstände zu verändern (auf demokratische Weise), aber kein Zurück aus Europa !

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