Forum: Kultur
"Illner"-Talk zu Trumps Nahost-Politik: "Das Transatlantische Bündnis liegt im Koma"
Jule Roehr/ZDF

Nach den jüngsten US-Entscheidungen zu Iran und Jerusalem will Moderatorin Illner wissen: "Kann Europa Krieg verhindern?" Ihre Gäste beschwören - und bezweifeln - die Handlungsfähigkeit der EU.

Seite 1 von 2
weltenbummler2015 18.05.2018, 05:11
1.

"Stattdessen verkaufe man nun, nach dem Rückzug der USA, für Geschäfte seine "Moral an den Teufel" und versuche, das Ajatollah-Regime zu besänftigen - das Abkommen ist für Deutschland schließlich auch wirtschaftlich interessant."
Lieber mal für den Weltfrieden Kompromisse mit der Regierung in Teheran eingehen, als sich von der Hegemonialmacht USA weiterhin erpressen zu lassen! Abgesehen davon, dass man dabei auch noch die liberalen Kräfte im Iran unterstützt! Europa muss endlich ein Zeichen setzen und sich der aggressiven Politik der USA, die auch schon vor Trump existierte, widersetzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Actionscript 18.05.2018, 05:53
2. Sehr gute Sendung, Kongratulation an Frau Illner

Dies war eine sehr gute Diskussion. Auch die Auswahl der Gäste war sehr gut gewählt. Es war kein Amerikaner präsent. Doch das hätte nicht viel geändert.

Frau Sucharewicz ist eindeutig ein Hardliner und steht der Netanjahu Regierung nahe. Sie behauptet, dass Iran momentan Atomwaffen baut, obwohl dies eindeutig soweit nicht von der IAEA bestätigt werden konnte. Auch kritisierte sie, dass Iran konventionell aufrüstet, was vertraglich verboten werden sollte. Dann jedoch hätte dieser Vertrag von vornherein nie abgeschlossen werden sollen. Doch eine Reihe von Staaten inklusive die USA haben den Vertrag unterschrieben, und soweit gibt es kein Beweis, dass er nicht eingehalten wird. Auch kritisierte Peter Altmaier zu Recht, dass die USA sich nicht mit den anderen Vertragspartnern vorher abgesprochen haben, um dann einfach aus dem Vertrag auszusteigen.

Frau Sucharewicz schwang auch wieder die "schlechte Gewissen Keule Holocaust" an die deutsche Regierung und brachte die deutschen Vertreter etwas in Verlegenheit, wenn es darum ging, Israel total zu folgen. Eins wurde klar in dieser Sendung, dass mit Trump und Netanjahu die Kriegsgefahr in der Region enorm gestiegen ist. Es kommt jetzt auf die Besonnenheit der anderen Vertragspartner an, hier einen Ausgleich zu schaffen. Frau Merkels Besuch bei Putin wird hier sehr wichtig sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vliege 18.05.2018, 05:54
3. Unberechenbar

Trump ist unberechenbar, was heute gilt, ist morgen passé. "Freunde und Partner" werden zu bestimmten Positionen gedrängt oder erpresst. Eine politische Wundertüte, mit der die schnarchnasigen Europäischen Politiker nicht wissen mit umzugehen. Seine Wirtschaftlichen Entscheidungen mögen im Bezug auf "America First" noch teilweise plausibel sein. Die Militärischen sind es definitiv nicht. Es heißt: Jeder Amerikanische Präsident braucht seinen Krieg. Der bevorzugte Kriegs(spiel)platz, der Nahe Osten. Trump destabilisiert die gesamte Region noch weiter, die Probleme werden aber wir Europäer haben. Die Parallelen zum Irakkrieg sind übrigens fast gleich. Die Kriegshetzer waren damals wie heute Netanjahu und der amerikanische Sicherheitsberater Bolton. https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/iran-atomdeal-100.html

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nofreemen 18.05.2018, 05:55
4. hallo auf wachen

Baerbock gr?n und Frau kennt fie Lösung für Ruropa; Gewalt zeugt Gegengewalt und das findet sie gut. Nun, das ist das Prinzip Arabien und Iran und gilt es ja gerade zu vermeiden. Europa muss zusammen mit Israel und den USA dem Iran klare Kante zeigen, Iran Hardleinern hin oder her. Das geht auch zusammen mit den USA selbst bach dem einseitigen Vertrags Ausstieg der USA. Was tut Europa und Leute wie Baerbock? Dir dpielen die beleidigte Leberwurst und schlagen sich demonstrativ auf die Seiter der Mullahs und bestreiten es noch frech. Wenn man solche Leute heiratet, dann braucht es keine Eheschlichter mehr. Fakt ist; die USA sind immer noch die einzigen verläßlichen Beschützer Europas und es gibt wenig Grund daran zu zweifeln. Daran ändern auch die Nebelgranaten Baernocks und von Merkel aus Sofia nichts. Meinungs Änderungen (USA) müssen nicht pubertär angegangen werden in dem man alles demonstrativ und populär hinschmeißt. Sozislkompetenz geht anders und nicht auf Baerbokisch. Das müßte eigentlich jeder hin kriegen, oder?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
horst01 18.05.2018, 08:50
5. Kleber macht uns schwach und Uneins

Kleber sieht uns im Aus. Also ist Resignation und Unterwerfung angesagt. Wenn Trump diese Feststellung zur Kenntnis nähme, dann hätten wir schon verloren. Wir müssen Russland als Partner ins Spiel bringen. Westeuropa und Russland ergänzen sich geowirtschaftlich hervorragend.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
xyz890 18.05.2018, 09:09
6.

Zitat von nofreemen
Baerbock gr?n und Frau kennt fie Lösung für Ruropa; Gewalt zeugt Gegengewalt und das findet sie gut. Nun, das ist das Prinzip Arabien und Iran und gilt es ja gerade zu vermeiden. Europa muss zusammen mit Israel und den USA dem Iran klare Kante zeigen, Iran Hardleinern hin oder her. Das geht auch zusammen mit den USA selbst bach dem einseitigen Vertrags Ausstieg der USA. Was tut Europa und Leute wie Baerbock? Dir dpielen die beleidigte Leberwurst und schlagen sich demonstrativ auf die Seiter der Mullahs und bestreiten es noch frech. Wenn man solche Leute heiratet, dann braucht es keine Eheschlichter mehr. Fakt ist; die USA sind immer noch die einzigen verläßlichen Beschützer Europas und es gibt wenig Grund daran zu zweifeln. Daran ändern auch die Nebelgranaten Baernocks und von Merkel aus Sofia nichts. Meinungs Änderungen (USA) müssen nicht pubertär angegangen werden in dem man alles demonstrativ und populär hinschmeißt. Sozislkompetenz geht anders und nicht auf Baerbokisch. Das müßte eigentlich jeder hin kriegen, oder?
Verläßlicher Partner? Die USA denkt nur an sich und hat das auch schon immer so getan. Die Nato ist zum Schutze der USA da, nicht für Europa sondern soll dem amerikanischen Militär mehr Zeit geben. Dem jetzigen US Präsidenten würde ich nicht vertrauen.
Es wird höchste Zeit das die EU eine gemeinsame Verteidigungs Politik und eine gut ausgerüstete und motivierte Armee bekommt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
horst01 18.05.2018, 09:46
7. Uneins

Zitat von xyz890
Es wird höchste Zeit das die EU eine gemeinsame Verteidigungs Politik und eine gut ausgerüstete und motivierte Armee bekommt.
Den Wunsch einer EU-Armee kann man haben. Die Wirklichkeit sieht anders aus.

Frankreich hat eigene imperiale Aufgaben.
England ebenso.
Polen macht eine nationalliberale Politik mit starken Bezügen zu den USA.

Italien ist Pleite und will sich konsoldieren zu Lasten der EU/Deutschlands.


Die einz elnen Armeen haben keinen gemeinsamen Feind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
brohltaler 18.05.2018, 13:02
8. Unsinn!

Zitat von xyz890
Verläßlicher Partner? Die USA denkt nur an sich und hat das auch schon immer so getan. Die Nato ist zum Schutze der USA da, nicht für Europa sondern soll dem amerikanischen Militär mehr Zeit geben. Dem jetzigen US Präsidenten würde ich nicht vertrauen. Es wird höchste Zeit das die EU eine gemeinsame Verteidigungs Politik und eine gut ausgerüstete und motivierte Armee bekommt.
Niemand fragt Europa ob es irgendjemandem vertraut! Natürlich dient die Nato AUCH dem Schutz der USA. Allerdings wäre sie nie gegründet worden, wäre es nur darum gegangen. Amerika wäre stets auch allein imstande gewesen sich zu schützen. Schon seine geographische Lage beschert ihm gewaltige strategische Vorteile im Vergleich zu Europa. Um seine militärischen Kapazitäten gar nicht erst zu erwähnen!
Europa aber wäre in der Hoch-Zeit des kalten Krieges ohne die Nato und die USA nicht zu retten gewesen. Vielleicht außer Frankreich und England. Alle nichtnuklearen Staaten hätten gegen die sowjetischen Expansionsbestrebungen keine Chance gehabt, und wären überrannt worden. Insofern ist die Nato sogar ausschließlich zum Schutze Westeuropas entstanden! Konventionell hätten die Sowjets selbst mit Nato, wenn sie alles auf eine Karte gesetzt hätten, innerhalb von Tagen am Rhein gestanden. Nur die atomare Drohung der USA hat uns davor bewahrt! Und wieso den USA mehr Zeit gegeben? Die Amerkaner selbst hätten diese "Zeit" immer gehabt.
Im Übrigen, eine eigenständige europäische Verteidigungspolitik ist und bleibt eine Schimäre. Nie und nimmer werden Franzosen und Briten ihre atomaren Kapazitäten in europäisches Gemeineigentum einbringen. Sie schaffen es ja noch nicht einmal unter sich diese zu koordinieren. Eifersüchtig tragen sie seit Jahrzehnten ein atomares "Sackhüpfen" aus. Nach dem Motto, dass wir nun schon von anderswo kennen: "Wer hat denn größten?"
Doch ohne Kernwaffen wäre eine gemeinsame europäische Truppe heutzutage politisch in etwa so wirksam wie die "Blechdosenarmee" von "Alfons dem Viertelvorzwöften" aus der Augsburger Puppenkiste! Nein, wenn man nicht a la Ukraine in die "Umlaufbahn" eines bis an die Zähne bewaffneten Putin geraten will, bleibt gar nicht anderes übrig als Trump zu "vertrauen". Was soll man also wählen, Pest oder Cholera?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
juttakristina 18.05.2018, 18:20
9. Wieso

Wieso sollte sich der Iran denn veranlasst sehen, nochmal irgendeinen Vertrag mit der US-Regierung abzuschließen, nachdem Trump ihnen bewiesen hat, dass er das Papier nicht wert ist, auf dem er geschrieben wurde! Es sind schlicht und einfach die USA, die durch die Aufkündigung des Vertrags vertragsbrüchig werden! Der Iran hält sich offensichtlich an die Vereinbarungen. Die Atombombe war den Verhandlungspartnern am wichtigsten und der Punkt wurde abgedeckt.

Dass die USA da gerne noch mehr rausgeholt hätten, kann ich schon nachvollziehen, aber Trump, Bibi und sein Fan Melody Sucharewicz, die mir schon in einer anderen Diskussion als Hardlinerin aufgefallen ist, vergessen dabei, dass es sich bei dem Iran um einen souveränen Staat handelt, der sich selbstverständlich nicht von denen wie ein noch nicht geschäftsfähiges Kind behandeln lassen will. Die arabischen Staaten der Region haben ja nicht nur was gegen den Iran, weil die Bewohner mehrheitlich Schiiten sind, nein, es geht auch darum, dass die Iraner keine Araber, keine Semiten sind. Die Perser sind ein Volk, das schon vor Jahrtausenden Geschichte schrieb. Sie sind quasi auch so ein Fremdkörper in deren Fleisch. Natürlich möchte Saudi-Arabien die Hegemonialmacht sein, die Türkei eigentlich auch, da versucht man von allen Seiten, den Iran klein zu kriegen. Ich kann durchaus verstehen, dass der Iran auch ein legitimes Interesse daran hat, seinen Einfluss in der Region nicht zu verlieren und zumindest zu stabilisieren. Dass man ihn da sozusagen vollständig entwaffnen will, ist wohl eher ein feuchter Traum so einiger Leute...

Anstatt mit kleinen Schritten weiter zu kommen, versucht die US-amerikanisch/israelische Abrissbirne alles Erreichte wieder einzureißen. Noch dazu bestärkt man die Hardliner im Iran. Bescheuertere Politik ist kaum möglich...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2