Forum: Kultur
"Illner"-Talk zum Asylstreit: Billiger Happy-End-Versuch
Jule Roehr/ZDF

Im TV-Studio von "Maybrit Illner" saßen Vertreter der drei Regierungsparteien. Die Sendung zum Thema "Merkel kämpft um ihre Macht" begann als Thriller und endete als vermeintliche Love-Story.

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muunoy 22.06.2018, 12:31
20. So könnten Talkshows auch was für mich werden

Zitat von karlo1952
im Vergleich zu Illner, immer sachlich und führend. Zu viel darf man von solchen Sendeformaten trotzdem nicht erwarten, denn sie dienen zu nichts mehr als zur Unterhaltung, eine Show eben. Wenn man allerdings die Parteien-Vertreter hört merkt man, dass die meisten davon immer noch nicht den Bürgerwillen verstanden, bzw. akzeptiert haben.
Zunächst gebe ich zu, dass ich nur ca. 15 min dabei war, weil ich lediglich eine der üblichen Illner-Erziehungsshows erwartet hatte und eigentlich derzeit ein wirklich spannendes Buch lese.
Als ich rein zappte, war ich jedoch angenehm überrascht. Eigentlich lehne ich das Staatsfernsehen inzwischen ab. Der übliche Erziehungsjournalismus, der sich in Talkshows mit dem immer gleichen 4 gegen 1 Schema und einer Politaktivistin als Moderatorin offenbart, war diesmal nicht zu erkennen. Herr Fornoff hat meine so negative Meinung über das ZDF zumindest teilweise revidiert. Das ZDF verfügt also tatsächlich über Moderatoren, die moderieren können. Auch das 4 gegen 1 Schema wurde durchbrochen. Die ziemlich kompetent wirkende Außenministerin aus AT berichtete über neue Flüchtlingswege, die bei uns noch gar nicht bekannt oder zumindest nicht kommuniziert wurden. Hierdurch wurde die Talkshow sogar informativ.
Selbst das Publikum wurde nicht gesteuert. Es gab schließlich Applaus für Dobrindt. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mir wohl die ganze Sendung angesehen. Also, wenn sie im Staatsfernsehen wollen, können sie es anscheinend doch.

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hellmut1 22.06.2018, 13:22
21.

Endlich eine sachliche Diskussion mit einem ausgezeichneten Moderator. Während Illner ständig versucht, ihr nicht genehme Gäste in eine bestimmte Ecke zu drängen, führte Fornoff eine sehr sachliche Diskussion. Was im Kommentar völlig untergeht, sind die hervorragenden Beiträge der österreichischen Außenministerin. Sehr informativ, völlig unaufgeregt. Glückwunsch an die Österreicher, da erscheint unser Außenminister als Leichtmatrose. Zu erfahre war u.a. dass Frankreich ca 80000 Flüchtlinge nach Italien 2017 zurückgeschickt hat. Frage mich warum Deutschland nicht selbiges kann, Flüchtlinge an der Grenze abzuweisen, die schon in einem anderen Asyl beantragt haben, oder bereits ausgewiesen wurdenund wieder einreisen wollen? Das Polen und Ungarn sehr hohe Zahlen an ukrainischen Flüchtlingen aufgenommen haben, sollte schon bekannt gewesen sein. Der Einzige der etwas aus dem Rahmen fiel, war Schulz, mit seiner Laier, dass Deutschland mit der Flüchtlingsverteilung im Stich gelassen wurde. Nicht ganz zu Unrecht, allerdings wurden die offenen Grenzen auch mit niemandem abgesprochen. Zusätzlich versuchte er in seiner cholerischeren Manier Dobrindtan anzugreifen. Einig waren sich alle, dass eine europäische Lösung das Beste sei, aber diese noch lange auf sich warten lasse. Zu lange.

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dwarfi 22.06.2018, 15:08
22. Staatsfernsehen ?!

#21 muunoy

Es gibt in Deutschland eine freie Presse und kein Staatsfernsehen.
Dieser immer wieder beiläufig eingeworfenen Unterstellung muss genauso häufig widersprochen werden.

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spon-facebook-1049022215 22.06.2018, 15:18
23. Zweierlei

Zum einen zeigte die Sendung, wie schlecht Maybritt Illner als Polit-Talkmasterin ist. Weil sie, ganz mit der linken Sache verwoben, ihre Gäste nur selektiv ausreden läßt, weil sie in ihrer eigenen Meinung gefangen ist.

Zum anderen frage ich mich, wieso man einen Martin Schulz überhaupt noch in eine solche Sendung einlädt. Der hatte schon als Kanzlerkandidat keine Ideen und nichts zu sagen, und diese Sendung hat diesen Eindruck nur bestätigt. Talkshows künftig bitte ohne den Buchhändler aus Würselen. Schulz ist mega-out.

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spon_12 22.06.2018, 17:05
24.

Zitat von muunoy
Zunächst gebe ich zu, dass ich nur ca. 15 min dabei war, weil ich lediglich eine der üblichen Illner-Erziehungsshows erwartet hatte und eigentlich derzeit ein wirklich spannendes Buch lese. Als ich rein zappte, war ich jedoch angenehm überrascht. Eigentlich lehne ich das Staatsfernsehen inzwischen ab. Der übliche Erziehungsjournalismus, der sich in Talkshows mit dem immer gleichen 4 gegen 1 Schema [...]
Hier kann man dann spätestens aufhören und allein die Hoffnung äußern, das Buch möge ein mehrteiliger Wälzer sein...

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kael 22.06.2018, 18:29
25. Dobrindt hatte Kreide gefressen

Am meisten überraschte mich, dass der CSU-Landesgruppenchef in normalem Tonfall flüssig - also ohne seine üblichen vielen "ähs" - reden und auf seine Provokationen (zumindest bis kurz vor Ende) verzichten konnte.

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hugahuga 23.06.2018, 17:20
26.

Endlich war es den Diskutanten möglich auszusprechen ohne unterbrochen zu werden. Das unterschied Herrn Fornoff wohltuend von Illner.
Herr Bouffier zeigt sich einmal mehr als williger Merkelist. Schulze war - wie immer - mindestens entbehrlich. Dagegen waren die Argumente von Herrn Dobrindt - den man nicht unbedingt mögen muss - recht überzeugend.
Ein Gewinn war ganz sicher Frau Kneissl. Eine überaus intelligente und kompetente Person. Schade, dass diese Klasse bei deutschen Politikern kaum anzutreffen ist. Sie weiß, wovon sie redet und es ist kein - wie bei vielen - allein theoretisches Wissen.
Kurz und gut - demnächst Herrn Fornoff die Sendung übertragen und damit der Diskussionskultur in Deutschland eineen dienst erweisen.

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