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Jazz-Prophet Kamasi Washington: Hipster gegen den Hass
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Er ist der Prophet einer neuen Jazz-Bewegung, die Amerika in einen politischen Groove versetzt: Der gefeierte Saxophonist Kamasi Washington veröffentlicht sein neues Album "Heaven & Earth". Eine epische Begegnung.

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ambulans 22.06.2018, 19:35
1. ist

leider immer wieder schade, wenn neue stile, richtungen und darbietungsformen (wie oben kamasi washingtons neues werk) sofort derart hymnisch, euphorisch, geradezu als "spirituelle erleuchtung" beschrieben und angepriesen werden - leutchen, gehts auch noch eine nummer kleiner? erleuchtet, sprituell, schon fast irgendwie religiös - davon ist die marketing-geschichte des jazz wahrlich übervoll, und wirklich nicht jeder, der sich phantasievoll umbenannte und dann meist auch noch son wollmützchen im hipster-stil der 50er und 60er trug, war dadurch automatisch inspiriert und begnadet. kamasi lässt zweifellos viele stile, themen und einflüsse einen neuen ausdruck finden; was darüber hinaus reichen soll und wird, werden dann doch wohl andere entscheiden ... dr. ambulans (alle kassen)

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Duende 22.06.2018, 19:50
2. Toller Künstler,

The Epic finde ich absolut großartig. Auch den Artikel habe ich gerne gelesen. Ich denke, er hat es verdient, dass sein Name im Artikel zur Coltrane-Doku korrigiert wird, wo an einer Stelle "Kamasai" steht :-)

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freddykruger 22.06.2018, 20:11
3. @ambulans

Oje, wir zwei sind mal nicht einer Meinung. Hab mir heute Mittag das Album geholt. Aus Zeitgründen erst einmal gehört (über 140 Minuten) und bin schwer begeistert. Ich find es sogar etwas zugänglicher als Epic. Highlight bisher für mich, Track 2 Can You Hear Him und Track 5 Tiffakonkae. Ich kann die Euphorie mit Andreas Borcholte absolut teilen. Du weißt, ich hab ehr ein angespanntes Verhältniss zum Jazz und ich muß zugeben auch keine Ahnung davon. Aber Kamasi Washingtons neues Album ist für mich absolute Spitze. Werd mich heute Nacht und Morgen ausgiebig damit beschäftigen. Ich hoffe ich krieg die Frau aus dem Haus. Trotzdem (ich kann meinen Ruf nicht ganz kaputt machen), daß Highlight dieses Jahres bleibt nach wie vor, Firepower von Judas Priest.
freddykruger heute Privatpatient.

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ambulans 22.06.2018, 20:21
4. hi freddy,

Zitat von freddykruger
Oje, wir zwei sind mal nicht einer Meinung. Hab mir heute Mittag das Album geholt. Aus Zeitgründen erst einmal gehört (über 140 Minuten) und bin schwer begeistert. Ich find es sogar etwas zugänglicher als Epic. Highlight bisher für mich, Track 2 Can You Hear Him und Track 5 Tiffakonkae. Ich kann die Euphorie mit Andreas Borcholte absolut teilen. Du weißt, ich hab ehr ein angespanntes Verhältniss zum Jazz und ich muß zugeben auch keine Ahnung davon. Aber Kamasi Washingtons neues Album ist für mich absolute Spitze. Werd mich heute Nacht und Morgen ausgiebig damit beschäftigen. Ich hoffe ich krieg die Frau aus dem Haus. Trotzdem (ich kann meinen Ruf nicht ganz kaputt machen), daß Highlight dieses Jahres bleibt nach wie vor, Firepower von Judas Priest. freddykruger heute Privatpatient.
dann werd ich auch mal mein bestes geben und in mich gehen. obwohl - john coltranes "love supreme" und der mehr oder weniger rippoff von robert wyatt "gharbzadeghi" (du erinnerst dich - bbc 4, live?) sind hier unerreicht. na denn, bis bald also ... dr. ambulans (heute gebührenfrei)

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sekundo 22.06.2018, 20:57
5. Wichtige Durchsage,

für einen Soziologen und einige
interessierte Laien: Die Merkmale
für das Genre Jazz sind klar definiert.
Da ist zunächst das Verhältnis zur
Zeit, "Swing" und/oder "Timing"
genannt. Zweitens sind Spontaneität
und Improvisation elementar wichtig.
Und drittens ist die Tonbildung und
die Phrasierungsweise der ausübenden
Musiker entscheident, weil dadurch der
jeweilige Künstler leicht zu identifizieren
ist.
Nun habe ich mir vier Titel Kamasi
Washington angehört und muss den
Soziologen und die interessierten
Laien schwer enttäuschen. Der
Mann erfüllt leider keins der
genannten Kriterien! Wenn der, wie
in "Kulturzeit" bei 3sat als Retter des
Jazz abgefeiert wird, hätte er sich den
Rettungsring locker sparen können.
Im Vergleich mit Washington hat
soger Til Brönners Musik mit Jazz
mehr zu tun als diese Fahrstuhl-Mucke,
die teilweise an Ray Conniff erinnert.

Ich hoffe, ich konnte helfen.

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paulpuma 22.06.2018, 21:01
6.

Wurum gräbt der Spiegel nicht mal ein obskuren altgermanischen Heidenpriester aus, der bestimmt auch irgendwelche wichtigen Ding zu sagen hat!?

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sekundo 22.06.2018, 21:10
7. Werter Herr Borcholte!

Ihn schnellen ja bekanntermassen
Übertreibungen wie "episch" flugs
von der Zunge. Leider, auch diesmal,
im falschen Zusammenhang. Episch
ist tatsächlich die Wiederentdeckung
der verschollenen Aufnahmen von
John Coltrane!!

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freddykruger 22.06.2018, 21:11
8. @ambulans

Natürlich erinner ich mich daran (lach). Aber zur erleichterung von A.Borcholte (nochmals lach), ich kann diesmal leider nicht so ausführlich mit dir diskutieren. Seh rechts nur einen Schleier Nebel. Bis denn und die Rechnung bitte zur Elmst. schicken.

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toninotorino 23.06.2018, 07:47
9. Kamasi Washington

Na, das ist doch mal eine Besprechung von Andreas Borcholte!! Ich kenne Kamasi Washington ü b e r h a u p t nicht! Der Artikel macht mich neugierig auf seine Musik. Ansichten hat der Kamasi, ich kann nur sagen: Klasse. @freddykruger: Da hast Du endlich deine Kamasi-Washington-Huldigung. :))) Supi. Auch eine Art Huldigung an Dich...

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