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Kanye West besucht Donald Trump: Der doppelte Egotrip
MICHAEL REYNOLDS/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Donald Trump lud den Rapper Kanye West ins Weiße Hause ein, doch aus der geplanten PR-Show wurde ein Desaster. Es ist der Beweis, wie tief die politische Debatte in den USA gesunken ist.

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Leser161 12.10.2018, 08:04
1. The Root of Populismus

Wenn Taylor Swift sich gegen Trump äussert dann ist das cool weil so eine erfolgreiche Frau sich gegen den Trump ist. Wenn der nicht minder erfolgreiche (und übrigens schwarze) Kanye West den Trump besucht dann ist das ein PR-Desaster. Interessant.

Solche Debattenbeiträge in denen die Wahrheit so ist wie es der Schreiber grad mag, die sorgen dafür das die Leute nur noch glauben was bequem ist, statt sich mit den unbequemen Realitäten auseinanderzusetzen (aka Populismus)

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muellerthomas 12.10.2018, 08:15
2.

Zitat von Leser161
Wenn Taylor Swift sich gegen Trump äussert dann ist das cool weil so eine erfolgreiche Frau sich gegen den Trump ist. Wenn der nicht minder erfolgreiche (und übrigens schwarze) Kanye West den Trump besucht dann ist das ein PR-Desaster. Interessant.
Ne, es ist kein Desaster, dass sich West äußert, sondern was er wie sagt. Artikel gelesen?

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dasfred 12.10.2018, 08:25
3. Zu Nr.1

Das PR Desaster liefert Kanye West durch seine völlig abstruse Performance. Das war gestern kein Gespräch zwischen erwachsenen Männern über Themen der Zeit, sondern ein Showact der "besonderen" Art. Kanyes Äußerungen in der letzten Zeit zu Sklaverei und anderen Themen hat die Zuschauer schon sehr befremdet. Trump spielt dieses Spiel auch noch mit und lässt sich hier Lobhudeln und Huldigen. Ich freue mich schon auf Präsident West und seine First Lady Kim, die dann bei der Amtseinführung in einem Hauch von Nichts mit ihren prallen Rundungen von ihrem noch peinlicherem Gatten ablenkt. Gestern konnten wir wieder ein Highlight der Trump Show und einen Tiefpunkt der politischen Kultur erleben.

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remixbeb 12.10.2018, 08:25
4. @ Leser161

Und getroffene Hunde bellen.. Sorry. Aber das zieht nicht. Ich höre sehr viel Rap, Hip-Hop und generell "Black Music". Insofern ist mir Kanye prinzipiell sicher näher als Taylor Swift. Aber der Typ ist inzwischen nur noch durch. Und das auch, wenn er nicht in Trump "verliebt" wäre.
Abgesehen davon darf man getrost eine gewisse Befremdlichkeit äußern. Denn die Bürgerrechtsbewegung der Black Community und auch die Hip-Hop-Kultur passen eben mal so gar nicht zu Trumps fragwürdige Kamikaze-Politik und seiner rechten, menschenfeindlichen Rhetorik.

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florence 12.10.2018, 08:25
5. Da haben sich zwei gefunden

Trump und West. Zwei Männer die sich am liebsten selbstinszenieren und die meinen, dass man mit Geld wirklich alles kaufen kann. Und da spielt es doch keiner Rolle, welche Hautfarbe sie haben. Beide sind nicht die hellsten Lichter auf der Torte und wenn sie ehrlich sind, zählt bei ihnen doch nur ihr Ruhm und Macht. Der Bürger, der Amerikaner, ist denen doch beiden egal. Da haben sich zwei gefunden. Traurig aber wahr.

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s.l.bln 12.10.2018, 08:28
6. Thema verfehlt

Zitat von Leser161
Wenn Taylor Swift sich gegen Trump äussert dann ist das cool weil so eine erfolgreiche Frau sich gegen den Trump ist. Wenn der nicht minder erfolgreiche (und übrigens schwarze) Kanye West den Trump besucht dann ist das ein PR-Desaster. Interessant. Solche Debattenbeiträge in denen die Wahrheit so ist wie es der Schreiber grad mag, die sorgen dafür das die Leute nur noch glauben was bequem ist, statt sich mit den unbequemen Realitäten auseinanderzusetzen (aka Populismus)
Frau Swift ist von den Rechten bislang gegen ihren Willen vereinnahmt worden. Auch, weil es von ihr keine politischen Statements gab und sie zum Eichmodell für die schöne weiße Frau tagt und eine riesen Fanbase hat. Grade unter jungen Leuten, die mit den Konservativen naturgemäß nicht viel am Hut haben.
Deshalb war ihre Richtigstellung so bemerkenswert.

Mr. West ist auch jenseits seines Trump fanboyism ein mehr als verhaltensauffälliger Egozentriker, wie er besser zu Trump nicht passen könnte. Daß er Trump nebenbei noch den alibischwarzen Kumpel liefert, reicht dann nur noch zur Randnote.
Der Auftritt war jedenfalls in einem Maß bizarr, wie man sich das in diesem Umfeld bislang kaum vorstellen konnte.

Der nächste Schritt wäre eigentlich, den zukünftigen Präsidenten gleich im australischen Jungle auszumachen.Hamburger und Cola light werden dort allerdings eher nicht gereicht. Da Trump seine Amtseinführung eh mit einer Krönung verwechselt hat, würde auch der dort verliehene Titel passen.

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remixbeb 12.10.2018, 08:31
7. @ Leser161

Und noch ein Nachtrag. Die Wahrheit ist nicht, wie der Schreiber sie mag (das wird lately leider immer wieder gerne behauptet, wenn der Artikel nicht der eigenen Meinung entspricht), sondern es sind trockene Fakten. Sehen Sie sich die Videos von diesem filmreifen Auftritt an und sagen Sie danach noch einmal, dass die Bewertung desselben kein Desaster, sondern nur die ideologisch angehauchte Meinung des linken Schreiberlings ist. Es ist schon drollig. Solche Leute versuchen immer durch Diffamierung des Schreiberlings eine Wahrheit zu schaffen, die erst Recht nur ihre eigene ist.

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cherokee59 12.10.2018, 08:32
8. Unfassbar ...

Wenn das jemand vor drei Jahren als Parodie gemacht hätte, hätte das jeder für vollkommen unglaubwürdig gehalten. Aber Trump schafft es sogar täglich, sein Niveau weiter zu senken. Kanye West hingegen ist (hautfarbenunabhängig) ein vollkommen durchgeknallter Spinner, der - festhalten! - auch Präsident werden will ;-) Dann wird‘s richtig lustig, man könnte dann ein paar rote Streifen auf das Weiße Haus malen.

Dem Diskutanten oben, der dieser Show (im Angesicht von Hurricane Michael) zweier Wahnsinniger etwas abgewinnen kann, empfehle ich, sich das ganze Video anzusehen - und die Kommentare dazu auf CNN.

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Dave_1980 12.10.2018, 08:34
9. Reine Meinungsmache

Lieber Marc Pitzke,
Sie schreiben, dass es viele Themen gäbe, über die man sich hätte austauschen können. Haben Sie das gesamte Video gesehen? Es wurden - wenn auch chaotisch - die Themen Jobs, Polizeigewalt, das sog. “Stop and frisk” sowie Perspektivlosigkeit und Gewalt unter Schwarzen angesprochen.

Als Journalist nur die halbe Wahrheit zu beschreiben, empfinde ich als Leser peinlich. Dann brauche ich eigentlich gar keine Nachrichten mehr.

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