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Kapital und Moral: Die Krise der Konservativen
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Konservatives Denken ist auf das Bewahren aus - glaubt man immer. Aber warum reden dann so viele Politiker Staat und Demokratie schlecht?

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haralddemokrat 09.09.2018, 08:22
1. Hallo Georg Diez,

ihren Artikel muss man schon mindestens 3x lesen, um auf den Kern zu kommen. Ihr Artikel beschreibt den immer währenden Kampf zwischen der volksorientierten Demokratie und der liberal-kapitalistischen Demokratie und ihrer Gefahr. Aus meiner Sicht ist Demokratie nur dann Demokratie, wenn die Betroffenen Menschen an dieser Demokratie aktiv beteiligt werden, sich beteiligen können. Wie zum Beispiel durch Volksabstimmung, direkter Beteiligung an weitreichenden, auswirkenden Entscheidungen. Dies ist ja nicht gegeben, da die Regierenden ihrem eigenen Volk nicht trauen. Dieses von der Demokratie entfernt Halten hat zu den heutigen Zuständen geführt. Die Bürger werden nicht aktiv an der Politik beteiligt und damit verliert sich auch das Gefühl und Verständnis für Demokatie, für z.B. gelebte Toleranz aber auch Vertrauen. Ich befürchte, das dies der Anfang einer großen Wende zum Radikalismus ist, denn die Basis - die Grundelemente von Demokratie bröckeln immer mehr ab. Wir sehen es auch im Alltag, auf der Straße, überall. Die reaktionäre Gewalt ist auf dem Vormarsch.

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quark2@mailinator.com 09.09.2018, 08:27
2. Bischen differenzierter wäre gut

Man sollte nicht so einfach rechts und konservativ gleichsetzen. Man kann auch links und konservativ sein. Wollen Sie ein Beispiel ? Ich bin für Gleichstellung der Frau, für den Sozialstaat, für viel echte Demokratie, für Rücksichtnahme auf Mensch und Umwelt, auch auf Kosten des Profits, etc. Aber ich bin gegen eine EU-Förderalisierung ohne Volksentscheide, gegen Geschlechterquoten, gegen ein Umweltrecht, welches mitunter jeglichen Infrastrukturausbau unmöglich zu machen scheint, gegen "zuviel" Zuwanderung von unqualifizierten Menschen aus unbekannten Regionen (echte Flüchtlinge hingegen würde ich aufnehmen, solange es irgend geht), gegen Schengen in seiner aktuellen Form. Ich stelle fest, daß mir die Situation am Vorabend von EU und Euro am besten gefallen hat, das seinerzeitige Sommermärchen. Diesbezüglich bin ich konservativ, nicht in Bezug auf Manchester 1850.

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Croco1 09.09.2018, 08:38
3. Sinnsuche

Der Autor dieses ziemlich "verschwurbelten" Artikels macht es sich, m.E., zu einfach, das sichtbare Zerbröseln der Demokratie auf die geschichtlich belegte "Allianz von Konservativen und Kapital" zu reduzieren. Wie wäre es mal mit etwas mehr Beobachtung und Analyse der Realität im Großen? Die angebliche Demokratie = ursprünglich Herrschaft des Volkes ist in der Nachkriegsgeschichte der BRD doch längst einer "Herrschaft der Eliten" gewichen. Im Kleinen: ein Alexander Gauland, der 40 Jahre Mitglied der CDU war, steht exemplarisch für den Linksruck der ehemals klassisch konservativen "christlichen" Partei. Will heißen: nicht die Menschen und deren Überzeugungen haben sich verändert, sondern die ehemals demokratischen Institutionen, die derzeit nicht mehr dem Volke dienen, sondern verzweifelt versuchen, ihre elitäre Stellung zu zementieren.

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frank.best 09.09.2018, 08:47
4. konservieren

Aus konservativen Theorien spricht fast immer der Wunsch, den Status quo der Konservativen (nicht aller Menschen!) zu bewahren oder zu verbessern, und dies auf Kosten aller, die diese Meinung nicht teilen oder sich nicht wehren können. Dies wird nur selten offen ausgesprochen, sondern zumeist unter dem Deckmantel von Kultur, Wirtschaft, Werten etc. verborgen.

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dondon 09.09.2018, 08:47
5. Hanebüchen

Der seit 200 Jahren immerwährende Kniefall ALLER Konservativen vor dem Kapital, ist also für ALLE Handlungen und Fehler ALLER Beteiligten im Hier und Jetzt verantwortlich. Aha.

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spon_4_me 09.09.2018, 09:00
6. Nicht verstanden

Ich diesen Artikel habe. Meist überfliege ich zu meiner Schande Diezsche Kommentare nur, um dann stracks zum Forum zu gehen, in dem regelmäßig echte Schwergewichte diskutieren. Aber heute bin ich früh dran. Ich habe den Text einmal so vor mich hin, dann noch mal genauer gelesen. Und ich verstehe nicht, was der Autor sagen will, außer dass er gewohnt pfauenhaft den Fächer seiner Bildung präsentiert. Selten war ich gespannter auf das Forum, das mir an diesem trüben Sonntag hoffentlich Erkenntnis bringt.

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alterknacker54 09.09.2018, 09:02
7. Komische Frage, Herr Diez

"Konservatives Denken ist auf das Bewahren aus - glaubt man immer. Aber warum reden dann so viele Politiker Staat und Demokratie schlecht?"
Antwort: Weil es (ganz üble) Reaktionäre sind!
Definition: ".....und andererseits die „Gesamtheit der fortschrittsfeindlichen politischen Kräfte zu verteidigen“ . (Wikipedia). Leider wollen sie zurück in die Vergangenheit - unsere aktuellen Reaktionäre gar nicht mal so weit: Nur bis etwa in die 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts....
Leider sind unsere getarnten Reaktionäre (Seehofer, Dobrindt u.a.) bereits an der Regierung beteiligt.

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herrderlueste 09.09.2018, 09:10
8. Beide "Seiten" sind doch in der Krise

Die echten Konservativen wurden doch schon vor twei Dekaden endgültig vernichtet von den PSeudolinken in unserem Mainstreammedien. "Dank" dieser Zerstörung haben allerlei Strömungen den Namen "konservativ" angenommen. Jetzt haben wir von rechts etwas, dass nciht wirklich repräresentiert, sodnern einfach nur dagegen ist, gegen den Mainstream.
Und dieser Mainstream wurden von links übernommen, leider handelt es sich nciht um die guten Linken, sodnern um eine fast schon Sektenhafte Gruppe, die aus einem reichen Elternhaus kommt, eine eigene absurde Weltvorstellung hat(Feminismus) und nur theoretisch daran interessiert ist den Armen zu helfen . In Wirklicheit hat sie nur Abscheu gegenüber dem "kleinen Mann".
Und das ist das ganze Poblem unserer Zeit, wir haben zwei "Seiten", die das Volk nicht wirklich repräsentieren.
Wir bräuchten tatsächlich die Konservativen die für etwas menschliches stehen und wir bräuchten die Sozialdemokraten. Leider haben wir keines, zumindest in der Politik.

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Poli Tische 09.09.2018, 09:12
9. Was wollen die Völker dieser Erde.........

...und was wollen die "Herrscher" dieser Erde?
Erst einmal möchte jeder Mensch Essen, Wohnraum und eine intakte Umwelt. Eine optimale Gesundheitsversorgung, Kultur und Bildung, ein Leben in Frieden und Freiheit.
Dann gibt es noch die Menschen weltweit, die es zu allen Zeiten verstanden haben, durch Ausbeutung ihrer Mitmenschen sich zu bereichern, sowohl finanziell als auch an der Macht über die Anderen.
Wenn es uns gelänge, Menschen aus der ersten Gruppe zu den Verwaltern unserer politischen Systeme zu wählen und diese dann bescheiden bleiben und nur das Beste für Alle wollen.....
....so einfach wäre es, in einer besseren Welt zu leben ^-^.

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