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Kinderbuchlegende im Interview: "Schreiben Sie: mit Janosch nur Sauereien geredet"
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Er zeichnete einige der schönsten Kinderbuchfiguren aller Zeiten, er selbst hatte eine furchtbare Kindheit. Hier spricht Janosch in einem großen Lebensbericht über Sex, Suff und die unstillbare Sehnsucht nach Wahrheit.

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doppelpost123 14.07.2017, 14:39
1. Wow

Jetzt bin ich verwirrt, erheitert und traurig.

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specchio8 14.07.2017, 14:48
2.

Seine werke haben meine Liebe scheut geprägt. Und nun lese ich zum ersten Mal etwas von und über die Person die hinter all dem verträumtem Stunden steht. Irgendwie beeindruckend und so herzhaft lustig und seltsam weise. Toll!

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silesius11 14.07.2017, 14:52
3. Warmherziger Mann

Dass aus solch verhauenen Kind ein solch warmherziger Mensch wird - das ist Trost! Möge er noch lange leben und viele schöne Interviews geben!
Warum findet er, seine Biographie von A. Bajorek sei schlimm? Vielleicht machen Sie, verehrter Spiegel, ein weiteres Interview?
Zuguterletzt: Als Janosch, alias Horst Eckert, aufwuchs, hieß die Stadt Hindenburg, nach 1945 hieß sie dann Zabrze. Wenn ich das Faktum richtig im Gedächtnis habe, so hieß diese Stadt bis 1923 auch Zabrze, wurde dann zu Hindenburg umbenannt. Der Stadtteil, in welchem Janosch aufwuchs, hieß und heißt Zaborze.

Trotz dieser kleinen historisch-geographischer Ungenauigkeit: Vielen Dank für das schöne Interview!

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team_frusciante 14.07.2017, 14:52
4.

Wie wunderbar entspannt der alles sieht, vor allem seinen Beruf. Zeichnen ist doch keine Arbeit. Und wen ich dann mal tausend Mark verdient habe, habe ich 300 an Bettler verschenkt. Großartig, der Mann. Wenn man sich da die jüngere Generation Zeichner ansieht, Ralph Ruthe und Konsorten, die den ganzen Tag stöhnen, wie viel harte Arbeit das Zeichnen doch ist und jeden verklagen, der eines ihrer Bilder auf Facebook postet.

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paulvernica 14.07.2017, 15:01
5. er wurde und wird leider gehasst

von den Feministinnen. Es gibt Kindergärten da dürfen Kinder nicht seine Bücher lesen. Weil er frauenfeindlich sei. Aber die hassen ja alles die Feministinnen, selbst wenn man so authentisch ist und tolle Kinderbücher schreibt wie Janosch.

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filosof69 14.07.2017, 16:20
6. Und Gott ging weg

Kein Wort davon, dass Janosch vor kurzem erst schwer gestürzt ist und Schulter und Hüfte gebrochen hat. Falls das nicht doch gelogen war...Kleine Notlüge, sozusagen. Es gibt da nämlich noch so ein Schreib-Gespräch, über Kant, der seinen Namen vergaß, und Aristoteles, der, statt nichts zu sagen, sagte: "Es gibt nichts zu sagen." Und natürlich auch über Gott und die katholische Kirche. Na ja, auf jeden Fall: Gute Besserung, lieber guter alter Janosch! Mit den Augen geht es ja schon wieder besser. Vielleicht setzen wir unsere nächtlichen Gespräche ja doch noch einmal fort. Und Sie sagen noch einmal "ja" zur Veröffentlichung...

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herjemine 14.07.2017, 16:21
7. Ach...

Zitat von paulvernica
von den Feministinnen. Es gibt Kindergärten da dürfen Kinder nicht seine Bücher lesen. Weil er frauenfeindlich sei. Aber die hassen ja alles die Feministinnen, selbst wenn man so authentisch ist und tolle Kinderbücher schreibt wie Janosch.
...hören Sie auf zu jammern! Meine Frau und ich sind Feminist*innen und unsere Kinder haben alle Janoschs gelesen. Wie wir auch! Puritaner*innen gibt es unter allen, selbst rechts.
Ich such mir jetzt nach diesem Interview auf jeden Fall wieder einen dieser wunderbaren Janoschbände raus.

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almeo 14.07.2017, 16:29
8.

Zitat von team_frusciante
[...] Wenn man sich da die jüngere Generation Zeichner ansieht, Ralph Ruthe und Konsorten, die den ganzen Tag stöhnen, wie viel harte Arbeit das Zeichnen doch ist und jeden verklagen, der eines ihrer Bilder auf Facebook postet.
Naja, also abgesehen davon, dass Copyrightverstöße eben Straftaten sind und es das gute Recht jedes Zeichners ist, seine Werke dementsprechend zu verteidigen, kann man Janosch zugute halten, dass er eben "vor dem Internet" bekannt wurde. Gerade Ruthe ist, was seine kostenfreien Werke auf der eigenen Homepage oder Facebook angeht ein wirklich sehr positives Beispiel. Ich kann da ihre Kritik überhaupt nicht nachvollziehen. Posten Sie regelmäßig Bilder von Herrn Ruthe auf Facebook und sind deswegen bereits abgemahnt worden? Irgendwie klingt es so...

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almeo 14.07.2017, 16:37
9.

Zitat von paulvernica
von den Feministinnen. Es gibt Kindergärten da dürfen Kinder nicht seine Bücher lesen. Weil er frauenfeindlich sei. Aber die hassen ja alles die Feministinnen, selbst wenn man so authentisch ist und tolle Kinderbücher schreibt wie Janosch.
Naja, das ist natürlich wieder ein ziemlich platte Aussage zum Thema Feminismus. Die Werke von Janosch bestehen aber eben nicht nur aus "Oh wie schön ist Panama". Und man kann durchaus in einem Kindergarten das Gesamtwerk eines Autors mit in Betracht ziehen. Immerhin suchen die Kinder ja oft weitere Bücher ihres Lieblingsautoren. Ich würde meinem Kind auch nicht planlos ein Buch in die Hand drücken, nur weil da "Janosch" draufsteht. Die "Tigerente" hat es zwar zu enormer Vermarktung gebracht, aber Janosch ist eben "mehr". Ich weiß nicht, ob ich Janosch als frauenfeindlich bezeichnen würde, aber es gibt durchaus viele Geschichten und Illustrationen, die - gelinde gesagt - sehr freizügig sind und Frauen nicht besonders gut wegkommen. Witzigerweise sogar innerhalb des "Tiger-und-Bär-Universums", nämlich in "Guten Tag, kleines Schweinchen". Das kann man zumindest hinterfragen.

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