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Klimawandel: Die Katastrophe hätte verhindert werden können
DPA

Die Welt nähert sich dem Abgrund, doch statt zu handeln stecken wir den Kopf in den trockenen Sand. Warum weckt der mögliche Untergang der Menschheit so wenig Interesse?

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Hardisch 05.08.2018, 18:55
1.

Ein bisschen viel Tremolo- die Kritik an der Politik ist allerdings berechtigt- die uns heute in Berlin regierenden wirken wie Figuren aus einem Kasperletheater- unfähig und unwillig an echten Problemen zu arbeiten- und dabei ohne Visionen und Leidenschaft!

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mucschwabe 05.08.2018, 19:00
2.

Ist genau richtig. Wir haben es verbockt. Es macht überhaupt keinen Sinn mehr eine Klimakonferenz abzuhalten um die Reduzierung des CO2-Ausstoßes zu beschließen der dann wieder nicht eingehalten wird. Nein. Alle Kraft auf die Entwicklung von technischen Methoden zur Abkühlung des Planeten. Forcierung der Anpassungsmaßnahmen. Richten wir uns auf heiße Zeiten ein.

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soisses1 05.08.2018, 19:06
3. Es

steht ausser Zweifel, dass wir eine Klimaerwärmung erleben. Für mich auch eindeutig CO2 getrieben. Die absoluten Aussagen, dass die Menschheit bei 5 Grad Temperaturerhöhung vor dem Aussterben steht, ist dennoch erstaunlich. Es gab in Äonen gerechnet schon deutlich höhere CO2 Konzentrationen, in den letzte 100 Mio. Jahren bis über 3000 ppm, das sind 0.3%, also acht mal soviel wie heute und das Leben ist prächtig gediehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei einem Butterfly Effect getrieben Klima solche Aussagen zu Überlebensmöglichkeiten der Menschheit auch nur annähernd getroffen werden können. Dabei stellt sich auch die grundlegende Frage, wieviel Kohlenstoffträger können noch verbrannt werden. Wir haben in den letzen 40 Jahren eine Zunahme von vielleicht 100 ppm geschafft. 1000 ppm bräuchten dann einen Faktor X länger. Irgendwann ist aber Schluss mit den finanziell tragbaren Kohlenstoffträgern und ich glaube nicht, dass dies noch 200 Jahre dauert. Sicher, es kann nicht ausgeschlossen werden, das es zu verheerenden Auswirkungen kommen wird, aber deswegen aussterben? Nein, das halte ich bei einem der anpassungsfähigsten Lebewesen auf diesem Planeten für ausgeschlossen.

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KobiDror 05.08.2018, 19:09
4. Menschen

Insbesondere Politiker sind nicht in der Lage weitreichend zu planen und zu verstehen was da auf uns alle zukommt. Und wenn sie es doch verstehen, dann interessiert es sie nicht weil die Konsequenzen noch Jahrzehnte entfernt sind. Viele der aktuellen Politiker werden 2050 und erst Recht 2100 nicht mehr erleben. Dann sind ihnen auch die Konsequenzen egal. Es betrifft sie ja nicht persönlich. Dass die Menschheit aber mit dem Verhalten sich die Grundlage zum Überleben selbst entzieht begreifen nur wenige. Und diese wenigen haben keine Lobby. Auch ich werde 2100 nicht erleben. Meine Kinder oder Enkel vermutlich schon. Die Frage ist nur: Was ist dann noch übrig...

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marthaimschnee 05.08.2018, 19:10
5. Warum? Ganz einfach!

Weil dagegen zu steuern, radikal wäre, in jeder Hinsicht. Es wäre ein radikaler Eingriff in die Individualität nötig. Vordringlich ginge es um die Begrenzung der Bevölkerungszahl durch eine restriktive Geburtenkontrolle (oder die möglichst lautlose Auslöschung von 4 bis 5 Milliarden Menschen, so wie sie der Schurke in Moonraker). Als nächstes stünde die generelle Gier nach Wachstum und Besitz auf der Agenda. Man braucht nicht sonderlich weit zu gehen um zu erkennen, daß nichts an unserer modernen Existenz kompatibel mit der Rettung einer lebenswerten Umgebung ist. Und darum wird es auch nicht thematisiert, weil ein "Weiter so!" das unbrauchbarste in dieser Hinsicht ist.

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botschinski 05.08.2018, 19:15
6. Weil wir...

a) unsere Lebensweise ändern müssten (radikaler Konsumverzicht)
b) uns lieber mit Themen beschäftigen die uns selber nichts abverlangen (Migration, sind die anderen)
c) Kapitalismus ein System ist das auf stetem Wachstum basiert (und eigentlich niemand eine vernünftige Alternative weiss)

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felertoifel 05.08.2018, 19:17
7. Es wird immer Ecken auf diesem Planeten

Es wird immer Ecken auf diesem Planeten geben, in denen sich Überlebende noch der heftigsten Katastrophe finden werden. 5000 bis 7000 reichen doch aus. Das ergibt einen überlebensfähigen Genpool. Tasmanien, Grönland, Tundra, Alaska usw. Und diese Letzten werden Ressourcen ohne Ende vorfinden. Nicht nur Konserven, sondern v.a. Technik und Bücher, die ihnen KnowHow geben. Also mal runterfahren mit der Untergangshysterie.

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Teddi 05.08.2018, 19:19
8. Hätte, hätte...

Hätte, hätte, Fahrradkette… Auch die mittelalterliche Pest hätte verhindert werden können, hätten die Leute nicht derart im Dreck gelebt. Diese längere Hitzewelle ist wirklich auch noch kein Grund den Weltuntergang vorherzusagen. Der Weltuntergang kommt so oder so, das steht fest, aber es dauert noch etwas, bevor es losgeht. Inwieweit der Mensch sich daran beteiligt, ist im Nachhinein wohl messbar, aber im Vorhinein nicht. Man sollte nicht jedes Naturereignis gleich dem Tun der Menschen zuschreiben, denn es würde so etwas auch geben, wenn es den Menschen nicht gäbe. Natürlich sollten wir alle bedacht sein, unsere schöne Erde zu pflegen und zu achten, aber nicht immer bei jeder Gelegenheit rum-unken. Schauen wir nach Afrika: Da leben die Menschen im Einklang mit der Natur, und doch leiden sie unter einer großen Dürre. Und all das nur wegen dem Treibhauseffekt? Ich denke, da spielen einige Fakten eine Rolle, die wir noch nicht erforscht oder bedacht haben. Freuen wir uns doch lieber, dass wir laut Rudi Carrell „endlich wieder Sommer“ haben.

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rvankessel 05.08.2018, 19:20
9. Arbeit vor der eigenen Haustüre

In einem anderen Beitrag wird der FDP-Vorsitzende, dessen Partei im Kohle-Land NRW einen Teil der Regierung stellt, als "fast perfekter Männertraum" beschrieben. Toll, wie er den Kilometerstand seines Autos besser kennt, als die Bedürfnisse der Bevölkerung. Es ist traurig, aber solange selbst die Politiker der vermeintlichen Vernunftparteien das eigene Ego als Priorität betrachten, wird sich hinsichtlich Umweltschutz rein gar nichts ändern.

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