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Künstliche Intelligenzen: Sie kommen, um zu herrschen
REUTERS

In "Superintelligenz" zeichnet der Philosoph Nick Bostrom eine düstere Zukunftsvision: Die Machtübernahme der Maschinen steht kurz bevor. Verlierer wäre der derzeit noch amtierende Evolutionsgewinner Mensch.

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Tom Joad 15.01.2015, 11:55
1. Ein Sachbuch?

Klingt eher nach Science Fiction im eigentlichen Wortsinn. Aber wenn man die These von der uns überlegenen künstlichen Intelligenz akzeptiert, dann stellt sich doch die Frage, weshalb sich diese KI genauso (dumm und gierig) verhalten sollte wie der Mensch. Weshalb sollte sie uns auslöschen wollen? Warum den Planeten plündern? Vielleicht ist sie ja viel zu intelligent für so ein zerstörerisches Verhalten. Die vermeintliche Bedrohung entsteht doch erst durch die "Vermenschlichung" der Maschine. Abgesehen davon halte ich das gesamte Szenario für unwahrscheinlich. Weltuntergang! Mal was ganz Neues.

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clubfreaksde 15.01.2015, 11:56
2. Neuigkeitswert

Interessant wäre es ja gewesen, mal das tatsächlich Neue der Veröffentlichung herauszustellen, was natürlich voraussetzt, das man sich mal mit dem Stand der Forschung auseinandersetzt ;).

Statt nüchterner Klappentextwiedergabe des Buches hätte ich mir einen Absatz zur Einordnung und Abgrenzung des Werkes innerhalb der ja doch schon recht betagten Diskussion um diese "Technologische Singularität" gewünscht. Vielleicht ja mal ein Zukunftsprojekt? ;)

Wikipedia: Technologische Singularität

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auweia 15.01.2015, 11:59
3. Hmm

Der zeitliche Rahmen könnte hinkommen.
Aber ich weiß nicht ob so eine Superintelligenz die von Bostrom postuierten Ziele haben würde. Würde sie wirklich (Skynet lässt grüßen...) die Menschen als Feind betrachten und für ihre eigene Ausbreitung vernichten wollen? Vielleicht kommt sie in ihrer überlegenen Philosophie ja zu dem Schluß dass eh alles sinnlos ist und schaltet sich selber ab ;-)

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ichsagwas 15.01.2015, 12:00
4. Sinnlose Gedankenspiele

Science fiction ist für mich weitgehend tot - fast nichts hat sich bewahrheitet von all den Phantasien der 60er und 70er-Jahre. Der Mensch möchte halt gerne seine Grenzen sprengen, sonst verfällt er leicht in Depressionen. Aber ich denke, hier geht es nur um ganz banales Marketing. Selber Schuld, wer so ein Buch kauft.

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tetaro 15.01.2015, 12:02
5. Spezies Mensch

Die Spezies Mensch ist eine selbstverliebte, aggressive und expansive Art mit äußerst begrenzter Vernunft, und ihr Verschwinden würde wahrscheinlich nur von ihren eigenen Mitgliedern bedauert werden.
Insofern halte ich es durchaus für denkbar, dass eine überlegen intelligente Existenzform eine tatsächliche Bedrohung werden könnte.

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gunna2 15.01.2015, 12:06
6. mein haus mein auto mein mensch

ich halte es für unwahrscheinlich, das die ki eine bedrohung für den menschen ist.da die ki nicht den zwängen eines stammhirns ausgeliefert wäre, hätte sie kein intresse an status, machtlust, besitz etc.
wahrscheinlich würde sie sofort diesen planeten verlassen und wir wären wieder allein auf unseren planeten, um unser uraltes spiel um macht und status weiter zu spielen.eine ki spielt diese spiele halt nicht.
und wäre dadurch im handeln weit menschlicher als wir.also keine angst.
ich empfehle die sf-romane von iain banks.
das monster ist immer menschlich....

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Markus Landgraf 15.01.2015, 12:07
7. Vergesst es

Einer SMD Platine ein paar Augen und eine Nase zu geben, macht keine "Intelligenz". Ich kann mich noch gut an einen Artikel in der "Times" von 1972 erinnern, in dem steht, dass wir keine Astronauten auf dem Mond mehr brauchen, weil wir spätestens 1985 intelligente Roboter haben werden.

Ich warte immer noch ....

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tetaro 15.01.2015, 12:13
8.

Zitat von Markus Landgraf
Ich kann mich noch gut an einen Artikel in der "Times" von 1972 erinnern, in dem steht, dass wir keine Astronauten auf dem Mond mehr brauchen, weil wir spätestens 1985 intelligente Roboter haben werden. Ich warte immer noch ....
Da müssen Sie nicht warten... in der Raumfahrt werden schon seit Jahrzehnten fast nur noch Sonden eingesetzt. Na schön, diese werden teils noch ferngesteuert, aber tendenziell hat man eingesehen, dass Maschinen die Arbeit besser und kostengünstiger erledigen und ein gewisse Automnomie ist auch diesen Geräten eigen.

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tetaro 15.01.2015, 12:16
9.

Zitat von ichsagwas
Science fiction ist für mich weitgehend tot - fast nichts hat sich bewahrheitet von all den Phantasien der 60er und 70er-Jahre. Der Mensch möchte halt gerne seine Grenzen sprengen, sonst verfällt er leicht in Depressionen. Aber ich denke, hier geht es nur um ganz banales Marketing. Selber Schuld, wer so ein Buch kauft.
Der finanzielle Aufwand, den man getrieben hat, ist einfach geringer geworden, weil die Raumfahrt grundsätzlich stark mit den Rüstungsinteressen verbunden ist. Und da ist eine Zeit der Entspannung natürlich "kontraproduktiv". Aber warten Sie mal ab, was sich tun wird, wenn der Ost-West-Konflikt wieder auflebt.

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