Forum: Kultur
Kultur als Ware: Monopolkommission empfiehlt Ende der Buchpreisbindung
DPA

Ohne "kulturpolitischen Mehrwert"? Die Monopolkommission spricht sich für die Abschaffung der Buchpreisbindung aus. Kulturstaatsministerin Grütters ist "fassungslos".

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iffelsine 29.05.2018, 16:46
1. Natürlich ist die Buchpreisbindung für uns Kunden schwachsinnig !

Da lade ich mich ein ebook auf meinen Kindl und muss so viel bezahlen wie für ein gedrucktes Buch. Das geht im Rest der Welt besser als in Deutschland.

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yoda56 29.05.2018, 16:48
2. Ich nutze seit Jahren keine lokalen Buchhandlungen mehr...

...und lese mindestens 2 E-Books in der Woche. Bildbände bestelle ich mir nach hause und habe sie ohne jede Gebrauchsspur nach einem Tag in der Abholstation. Ich würde es daher sehr begrüßen, wenn die Buchpreisbindung endlich wegfällt. In anderen Sprachen kosten die selben Bücher oftmals nur die Hälfte, dann bestelle ich mir das eine oder andere in englisch.

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jayram 29.05.2018, 16:55
3. Der letzte Satz

sollte die Richtschnur bleiben, sonst können die kleinen Buchläden, in den viele Literatur Begeisterte arbeiten, die auch kompetent beraten können, bald zu machen.

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prösus 29.05.2018, 17:01
4. Verlangsamung, na und?

Na, wenn es die Verlangsamung ist, dann kann man es also kaum erwarten, bis die Kleinen tot sind, oder wie?
Und bzgl. EU muss also vorauseilender Gehorsam geübt werden? Auch hier kann man es offenbar nicht abwarten. Was ist nur los?

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frenchie3 29.05.2018, 17:04
5. Dann sterben noch mehr Buchläden

Ich gehe gerne mal wühlen und da hab ich das Buch gleich. Bei Amazon kaufe ich bspw. nur wenn die Lieferzeit bei nicht vorhandenem Titel kürzer ist. Auf der anderen Seite kann man bei etlichen Titeln trefflich darüber streiten was Kultur ist und da stellt sich die Frage warum CDs und Filme nicht dazu gehören. Warum also diese Bevorzugung?

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muunoy 29.05.2018, 17:05
6. Ende der Buchpreisbindung könnte eine Bereicherung sein

Ich habe eher den Eindruck, dass ein Ende der Buchpreisbindung die Macht der Verlage brechen könnte, was wiederum zu mehr Literatur-Vielfalt führen könnte. Zu diesem Schluss komme ich, wenn ich mir Länder ohne Buchpreisbindung ansehe. Monopole führen normalerweise nur zu höheren Preisen. Sehr schön sieht man das ja auch an den Arzneimittelpreisen in Deutschland im Vergleich zum Ausland.
Wichtiger erscheint mir jedoch, zunächst einmal den USt.-Irrsinn zu bereinigen. Das wäre doch mal ein Thema für die Grünen. Das deutsche Steuersystem fördert nämlich die Abholzung von Bäumen und umweltschädlichen Transport. Grund: Kaufe ich ein Buch in gedruckter Form, welche zum Laden und / oder zu mir transportiert werden muss (normalerweise mit pösen Diesel-Motoren), sind 7% USt. fällig. Kaufe ich das Buch umweltschonend als eBook, sind 19% USt. fällig.

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quark2@mailinator.com 29.05.2018, 17:08
7.

Ein Überdenken der Lage ist sicher sinnvoll, wenn man sich ansieht, was Amazon mit dem deutschen Buchmarkt macht. Wenn man kleine Buchläden schützen will, dann muß man sie finanziell besser stellen als die großen Ketten und Amazon. D.h. es kann nicht sein, daß man online Bücher kaufen kann, ohne für den Versand zu bezahlen. Was man gegen Thalia, Huggendubel und Co. tun könnte, steht auf einem anderen Blatt ... und betrifft nicht nur Bücher. Wir haben generell ein Problem damit, der Konzentration zu immer weniger, immer größeren Firmen Einhalt zu gebieten und wollen es teilweise auch nicht, weil man ja international konkuriert. Aber eine Buchpreisbindung wie bisher scheint mir ohne flankierende Maßnahmen wirklich zu kurz gedacht zu sein.

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vetris_molaud 29.05.2018, 17:08
8. Buchpreisbindung bei ebooks

ebooks herzustellen und zu vertreiben kostet nur ein Bruchteil gegenüber der traditionellen Totholz-Variante, doch dank der obskuren Buchpreisbindung können die ebook-Vertriebspartner keine angemessenen Preise oder Rabatt-Angebote machen. Buchpreisbindung: ein analoges Gesetz in einer digitalen Welt.

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oikosnomos 29.05.2018, 17:09
9. keine neue Erkenntnis

Wirtschaftspolitisch ist dies keine neue Erkenntnis, dazu gibt es schon seit Jahrzehnten Literatur und Gutachten: Die Buchpreisbindung nutzt einzig dem Buchhandel; dass Verlage durch die Buchpreisbindung Werke verlegen, die sie sonst nicht verlegen würden, gehört dagegen in das Reich der Fabeln. Aber dieses Argument verkauft sich eben gut. Wenn man kleinen Strukturen im Einzelhandel fördern möchte, könnte man genauso gut eine Preisbindung für Lebensmittel fordern, was niemand ernsthaft tun wird.
Aber der Börsenverein beherrscht das Lobbing eben besonders gut

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