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Literaturnobelpreis-Verschiebung: Die Denkpause ist bitter nötig
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2018 ohne Literatur-Nobelpreis: Die Schwedischen Akademie zieht die Konsequenzen aus dem Missbrauchsskandal, und das ist gut so. Jetzt ist Zeit da für Reformen - gelingt die Ablösung der alten Garde?

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pragmat 04.05.2018, 13:05
1. Feine Gesellschaft

Man braucht sich über die Entlarvung dieses Idols der "Feinen Gesellschaft" in Stockholm wirklich nicht zu wundern. Die hat sich immer im Glanz der schwedischen Monarchie gesonnt und ist an Arroganz und Selbstherrlichkeit kaum zu überbieten.
Jetzt wo der König seiner Tochter zuliebe den Schutz entzogen hat, ist der Rausschmiss etlicher Akademie-Mitglieder dringend geboten und möglich.

Man hat sich in den Bücherläden der Welt schon lange gewundert, warum die Bücher von Litteratur-Preisträgern bereits fertig in den Regalen lagen, wenn doch das "Abstimmungsergebnis" der Damen und Herren gerade verkündet wurde. Das ist dann auch unter der Rubrik "Wirtschaftskriminalität" zu verbuchen.

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Lankoron 04.05.2018, 13:08
2. Was kann denn der Preis

für das Fehlverhalten seiner Entscheidungsjury? Und wie soll denn nun diese Jury umgebaut werden, wer soll denn nun in Zukunft wie entscheiden?
Ich finde es nicht richtig, diesen so wichtigen Preis nicht zu verleihen und sich zurückzuziehen. Anständiges Handeln hätte vor allem öffentliche Aufklärung und Information erfordert und nicht das beleidigte Zurückziehen.

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laydi 04.05.2018, 13:22
3.

Die Betreffenden sollten sich einfach mal schämen und sich für solch ein inakzeptables Verhalten öffentlich entschuldigen. Kirche, Menschenrechtsorganisationen, Sportverbände, Verleihung des Nobelpreises, Filmbranche uvm - was hier passiert ist kaum noch zu ertragen!

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Karl Heinz Klaus 04.05.2018, 13:27
4. Nie verstanden

Ich habe die Vergabe des Liternaturnobelpreises nie verstanden. Im Gegensatz zu Naturwissenschaften ist die Bewertung von Literatur doch viel zu subjektiv und kann überhaupt nicht mit soliden objektiven Kriterien definiert werden. Außerdem wären aus meiner Sicht zwingend sehr gute Kenntnisse der jeweiligen Sprache für eine vernünftige Bewertung erforderlich. Chinesisch unterscheidet sich z.B. gravierend in Struktur, Kommunikationsaufbau und Phonetik von europäischen Sprachen. Eine Übersetzung kann das fast nie zu 100% wiedergeben.

Deswegen eine Frage: Wie viele Leute aus dem Nobelpreiskomitee sprechen den zB. fließend chinesisch, um die Kandidaten aus dieser Region zu beurteilen? Hmm?

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sogehtdasnicht 04.05.2018, 13:33
5. Warum stoppt man die Verleihung...?

Es kann doch nicht so schwer sein, dann eben eine andere Gruppe von Literatur-Experten zusammen zu bringen und dann treffen die eben eine Entscheidung. Man kann doch nicht die alten Säcke auch noch so aufwerten, dass es ohne diese nicht mal mehr einen Literaturnobelpreis zu vergeben gibt.

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Lua-Lua 04.05.2018, 13:41
6. Die Denkpause ist - wirklich - bitter nötig,

Der Literaturnobelpreis ist schon seit Jahren politisiert. Eigentlich sollte er Autoren von literarisch herausragenden Werken auszeichnen. Spätestens seit Orhan Pamuk wurde wohl jedem klar, hier geht es Politik. Pamuk wurde nur ausgezeichnet, weil er RTE kritisch war. Nachahmer sollten ermutigt werden. Nur Liebe Leute - Dadurch macht sich eine Institution selbst obsolete.

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michael-dierkes 04.05.2018, 14:08
7. Vergabe des Nobelpreises

Alfred Nobel hat in seinem Testament festgelegt, das der Literaturnobelpreis durch die Schwedische Akademie zu vergeben ist. Eine Vergabe durch eine andere Institution ist deshalb nicht möglich. Die Verschiebung der Vergabe ist, angesichts der aktuellen Probleme der Akademie, die einzig mögliche Lösung. Zusätzlich ist bis dahin die Akademie zu reformieren, und das heißt für mich: Neue Satzung und neue Mirglieder. An der Vergabe der Literaturnobelpreise 2018/2019 sollte keines der gegenwärtigen Mitglieder mehr beteiligt sein, d. h. die gegenwärtigen Mitglieder scheiden sämtlich aus der Akademie aus

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Marhaus 04.05.2018, 14:29
8. Welcher Missbrauchskandal?

Dass ein Ehegatte einer Jurorin im Umfeld sich sexuelle aktiv verhalten hat und das machte was Mann eben macht, hat mit Missbrauch nicht zu tun, sondern ist eine Belästigung wie sie in den menschlichen Interaktionen nun mal vorkommen. Die neuviktorianischen Fräuleins empfinden es schon als Belästigung, wenn ein Mann sie anguckt. Dabei kann er nicht nicht glauben, was er sieht und denkt erstaunt: "Was ist denn das für ein seltsames, hässliches Huhn".

Wenn der mal einer an den Hintern gefasst hat, ist das kein Missbrauch, sondern es ist ein Missbrauch der Kriminalität der vollendeten Vergewaltigung durch die gendergeilen Medien, die versuchen, das in eine Schublade zu stecken.

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kritischer-spiegelleser 04.05.2018, 14:33
9. Denkpause täte gut

Der Nobelpreis wurde ja in den letzten Jahren richtig verramscht. Mangels herausragender Kandidaten. Um den Preis wieder zu etwas besonderem zu machen würde es reichen, die Nobelpreise nur alle zehn Jahre zu vergeben.

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