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Machtkampf um die "Cumhuriyet": Die Republik rückt nach rechts
AFP

Die "Cumhuriyet" war eine der letzten regierungskritischen Zeitungen in der Türkei. Nun haben Nationalisten die Führung übernommen. Ist der unabhängige Journalismus in der Türkei nun tot?

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axelst 11.09.2018, 19:07
1. der Wagon wird abgekoppelt

wie schon seit Längerem vorherzusehen ist der Wagon Türkei vom Zug des Fortschritts abgekoppelt. Es zeigt sich einmal mehr dass Eitelkeit, Machtgier, religiöse Verblendung, Nationalismus und vor allem Dummheit Einzelner ein ganzes Volk in kurzer Zeit um Jahrzehnte zurück werfen können. und das nachdem es viele Jahrzehnte und viele intelligente Köpfe gebraucht hatte um eine demokratische und freiheitliche Gesellschaft aufzubauen. In Anbetracht der Wahlergebnisse die Schwachköpfe wie Erdogan, Katschinski, Trump und Orban mit diesen Eigenschaften erzielen liegt Schadenfreude natürlich nahe wenn sie am Ende wie immer krachend scheitern. Allerdings überwiegt bei mir das Mitleid mit den vielen intelligenten Bürgern der betroffenen Länder die sich machtlos der großen Masse der Idioten gegenüber sehen. Es wird wieder viele Jahre und leider auch viel Geld kosten, das alles wieder hinterher aufzuräumen.

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maier2206 12.09.2018, 08:57
2. Einfach nur irre!

Da kommt ein Despot aus der Dritten Welt, der zerschlägt die Pressefreiheit und macht die Meinungsfreiheit vor unseren Augen zu einem Straftatbestand. Wörtlich und öffentlich sagte Erdogan, dass die Demokratie nur der Zug sei auf dem er aufspringt, bis er am Ziel ist. Und was macht unsere Polit-Elite in Deutschland? Die machen jetzt Aber-Milliarden an deutschen Steuergelder-Euros locker um den Diktator zu stabilisieren und um seine Eroberungsfeldzüge in den Nachbarländer und dadurch extrem islamistische Terrororganisationen in Syrien zu finanzieren. Irrer gehts nimmer!

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maier2206 12.09.2018, 09:06
3. Es ist noch viel schlimmer!

Zitat von axelst
wie schon seit Längerem vorherzusehen ist der Wagon Türkei vom Zug des Fortschritts abgekoppelt. Es zeigt sich einmal mehr dass Eitelkeit, Machtgier, religiöse Verblendung, Nationalismus und vor allem Dummheit Einzelner ein ganzes Volk in kurzer Zeit um Jahrzehnte zurück werfen können. und das nachdem es viele Jahrzehnte und viele intelligente Köpfe gebraucht hatte um eine demokratische und freiheitliche Gesellschaft aufzubauen. In Anbetracht der Wahlergebnisse die Schwachköpfe wie Erdogan, Katschinski, Trump und Orban mit diesen Eigenschaften erzielen liegt Schadenfreude natürlich nahe wenn sie am Ende wie immer krachend scheitern. Allerdings überwiegt bei mir das Mitleid mit den vielen intelligenten Bürgern der betroffenen Länder die sich machtlos der großen Masse der Idioten gegenüber sehen. Es wird wieder viele Jahre und leider auch viel Geld kosten, das alles wieder hinterher aufzuräumen.
Mein kurdischer Nachbar hat mir neulich erklärt, dass es nicht stimmen würde, dass in Deutschland ca. 70 Prozent der Türken bei der Präsidentenwahl für Erdogan und somit für die Diktator gestimmt hätten. Er meinte absolut kein Kurde, kein Armenier, kein Alevit, kein Kopte und keiner der vielen Minderheiten mit türkischen Pass in Deutschland hätten den Diktator gewählt. Die wahre Zustimmungsrate der Türken in Deutschland für Erdogan sei daher eher bei 95 Prozent. Und das, so mein kurdischer Nachbar, sollte uns doch zu denken geben.

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kalim.karemi 12.09.2018, 09:11
4. und jetzt?

geht es den Türken wie den Deutschen, regierungskritsiche Zeitungen gibt es hier wie da keine.

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McTitus 12.09.2018, 10:04
5. Ich versteh‘ die Überschrift nicht!

Wie kann die türkische Republik nach rechts rücken, wenn sie da schon längst ist?
Es „drohen“ auch ständig irgendwelche Katastrophen, obwohl sie schon längst passiert sind... Alles ist gut, weil immer so getan wird als gäbe es noch was zu retten...

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vaikl 12.09.2018, 10:23
6. Falsch

Zitat von kalim.karemi
geht es den Türken wie den Deutschen, regierungskritsiche Zeitungen gibt es hier wie da keine.
Braun-faschistoide Hetzmedien gegen Links, gegen Demokratie und Humanismus, so wie Sie sich "Pressefreiheit" vorstellen, gibt es in der Türkei schon reichlich, keine Sorge.

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syracusa 12.09.2018, 10:44
7.

Zitat von maier2206
Mein kurdischer Nachbar hat mir neulich erklärt, dass es nicht stimmen würde, dass in Deutschland ca. 70 Prozent der Türken bei der Präsidentenwahl für Erdogan und somit für die Diktator gestimmt hätten. Er meinte absolut kein Kurde, kein Armenier, kein Alevit, kein Kopte und keiner der vielen Minderheiten mit türkischen Pass in Deutschland hätten den Diktator gewählt. Die wahre Zustimmungsrate der Türken in Deutschland für Erdogan sei daher eher bei 95 Prozent. Und das, so mein kurdischer Nachbar, sollte uns doch zu denken geben.
Dieser Einwand ist an ösartiger Dummheit kaum noch zu überbieten. Genau so gut könnte man sagen, dass es nicht stimmt, dass die AfD nur um die 15% der Stimmen auf sich ziehen würde, denn kein Anhänger von CDU/SPD/Grünen/FDP würde jemals AfD wählen. Wenn man diese herausrechnet, liegt die Zustimmung zur AfD also bei 90%.

So rechnet sich der "Wir sind das Volk" Mob die Welt schön. Türkische Kurden, Armenier, Aleviten, Kopten und die anderen Minderheiten sind aber nun mal Teil des türkischen Volks. Fakt ist, dass nur gut 20% der in Deutschland lebenden wahlberechtigten Türken für Erdogan gestimmt haben.

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kalim.karemi 12.09.2018, 11:07
8. interessante Sicht der Dinge

Zitat von vaikl
Braun-faschistoide Hetzmedien gegen Links, gegen Demokratie und Humanismus, so wie Sie sich "Pressefreiheit" vorstellen, gibt es in der Türkei schon reichlich, keine Sorge.
was man der Begriff regierungskritischen Medien impliziert. Demnach ist regierungskritisch nur, wer als aufrechter linker Demokrat und Humanist, gegen rechts, aka alles was per Definition nicht links ist, die Pressekeule schwingt. Linke Regierungen, dazu zähle ich auch die unsere, können gar keine regierungskritische Presse bekommen, weil sie ja nichts falsch machen können, sind ja links. Wow, die frühere Ostblock Einheitspresse lässt schön grüßen.

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syracusa 12.09.2018, 11:44
9.

Zitat von kalim.karemi
Linke Regierungen, dazu zähle ich auch die unsere
Tja, wenn man alles, was demokratischer als AfD/NPD/Pegida ist, als "links" bezeichnet und "links" als pejorativen Begriff versteht, dann muss man die politische Mitte wohl irgendwo im Zentrum von AfD/NPD/Pegida verorten. Das ist zwar ein interessantes Weltbild, das gleichwohl aber auch völlig irrelevant ist.Es sagt mehr über Ihren Charakter aus als über den unserer Regierung.

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