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"Maischberger"-Talk zu ARD und ZDF: Und wie sich über Geld streiten lässt
DPA

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen steht in der Kritik - brauchen wir ARD und ZDF noch? Bei "Sandra Maischberger" lieferte Tom Buhrow eine Ein-Mann-Show und Thomas Gottschalk das beste Pro-Argument.

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tp13 01.03.2018, 03:28
1. also in einem Satz zusammengefasst

nichts anderes als die zu erwartende Bettelsendung. Die wir natürlich auch bezahlen müssen.

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michael1971 01.03.2018, 03:51
2. Förderung von Sendungen im Bereich der Kultur, gutem Journalismus und

der Kunst. Dahin sollte meiner Meinung nach die Richtung gehen, um Qualität die sich anderweitig nich finanzieren kann. Unterhaltung, Sportereignisse können sich über Werbung problemlos finanzieren. Zweckgebunden sollte es eben sein, meiner Meinung nach. Wenn die privaten Sender auch etwas förderungswürdiges bieten, ist es meiner Meinung nach besser, als Lücken im Programm der ÖR durch Zwangsgebühren mit Trash zu füllen.
Man sollte auch berücksichtigen, dass Radio/TV in Internetzeiten nicht immer und ebensowenig für jeden noch die Nr. 1 zur Informationsbeschaffung darstellt.

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Mesi0013 01.03.2018, 04:22
3. ÖR ja aber anders

Wenn der Staat einen ÖR-Rundfunk haben will dann bitte steuerfinanziert. Es ist ungerecht dafür noch sozial Schwache, die sich nicht befreien lassen können, aber wirklich jeden Euro umdrehen müssen, damit zu belasten. Und dann werden bitte auch Regeln etabliert: ÖR hat einen Bildungs- und Informationsauftrag. Eine staatliche Belehrung wie und was ich zu denken habe, wie am Beispiel Flüchtlinge, diese Meinungsbildung muss dem Bürger überlassen bleiben. Den Deutschlandfunk bspw. ist unerträglich geworden. Zudem muss der politische Einfluss per Strafe unterbunden werden. Programminhalte und Personalie müssen tabu sein.

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thupopicis 01.03.2018, 05:43
4.

Ich denke, es ist klar, welche Position der Autor dieses Artikels vertritt.

Hier vielleicht noch einige Anmerkungen der anderen Seite, die der Autor wohl "vergessen" hat:

- Die Öffentlich-Rechtlichen machen sich in Teilen des Fernsehmarktes breit, den auch die Privaten bedienen könnten. Im Fußball beispielsweise.
- Das Niveau eines guten Teiles der Öffenltich-Rechtlichen ist erbärmlich. Und zwar, weil man mit den Privaten um die Quote konkurrieren will. Abseits von Phoenix, 3sat und Arte sieht es sehr schnell sehr traurig aus. Warum wird jeder Deutsche gezwungen, Telenovelas und Quizshows zu finanzieren, wo es doch komplett ununterscheidbare Counterparts im Privatfernsehen gibt? Das sieht auf jeden Fall Kofler so. Gottschalk scheint sich unsicher zu sein, wo man die Trennlinie ziehen sollte, aber ich denke er würde wohl lieber weniger Ramsch sehen.
- Wenn Von Storch von "Zwangsbegühren" spricht, dann tut sie das als Politikerin. Wenn die Tagesschau von "Rechtspopulisten" spricht, dann tut sie das als ein Organ, das Bürger möglichst objektiv informieren sollte.


Im Bezug auf das "framing" möchte ich noch vorschlagen, sich vielleicht einmal Sendungen aus den 80ger Jahren anzuschauen und sie mit den heutigen Pendants zu vergleichen. Ich habe das Gefühl, dass heute die Moderatoren viel häufiger noch eine gehörige Prise Gefühl und Empörung mit dazu geben. Wenn die Beweggründe der Übeltäter des heutigen Abends "unvorstellbar" für Frau Slomka und Konsorten sind, dann ist die implizite Botschaft doch, dass es schon anrüchig ist, sich auch nur hypothetisch in die Gegenposition zu versetzen. So etwas lässt man weg, wenn man nur informieren will. Hier sollen direkt schon Bewertungen kommuniziert werden, wohlgemerkt üblicherweise nicht klar getrennt von den Fakten.

Weiter habe ich das Gefühl, dass allermeistens doch schon am Anfang einer Reportage schon feststeht, was gefunden werden soll, d.h. dass überhaupt nicht gegen confirmation bias vorgegangen wird. Beispielsweise sollte bezüglich der Sache in Polen in dieser Sendung klar gemacht werden, dass dort Meinungsfreiheit beschnitten wird. Ich hatte keine Ahnung, was dort in Polen vor sich geht. Und das ist nach wie vor so, weil fast nur Vertreter des einen Standpunkts (nämlich dem des Reporters) zu Wort gekommen sind. So habe ich doch gar keine Chance, den anderen Standpunkt zu evaluieren.

Eine sehr positive Ausnahme ist hier meiner Meinung nach "Mit offenen Karten" auf Arte. Wenig Gefühle, geballte Information, keine Tränen. Der Zuschauer darf selbst entscheiden, wer der Böse ist.

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power.piefke 01.03.2018, 06:15
5. sicher brauchen wir die öffentlich rechtlichen

aber wir brauchen weder eine ard, die den ganzen Tag kochsendungen zeigt, oder ein zdf mit soaps. die öffentlich rechtlichen müssen mehr von dem zeigen, was die privaten nicht machen und Einschaltquoten einfach mal vergessen. das würde ihrem Auftrag entsprechen. die privaten Sender kann man sich eh nur als naturtrübes bürschchen anschauen.....

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fördeanwohner 01.03.2018, 06:22
6. -

Und recht hat Thomas Gottschalk! Recht hat auch Emil.
Aber an Storchs Gegenargumenten kann man auch sehr schön die Notwendigkeit des ÖR erkennen. D..... geht's nimmer, fällt mir dazu nur ein.
Interessant ist immer, dass die Rechten nicht einmal merken, dass sie bestimmten Anliegen eher schaden.

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ulrics 01.03.2018, 06:32
7.

Was ist fair daran, dass ich bei manchen Produkten für ein Programm zahle, was ich nicht sehen will? Genau dies ist das Konzept der Privaten. Versteckte Kosten halt. Da gefällt mir die Offenheit von GEZ besser.

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Join_Me 01.03.2018, 06:40
8. Gottschalk hat keinen Grund sich zu beschweren

Er bekommt ja nicht grad wenig Geld von den ÖR...
http://www.rp-online.de/panorama/fernsehen/wdr-zahlte-thomas-gottschalk-27-millionen-euro-aid-1.5115636

Damit ist jede weitere Diskussion zu diesen Personen überflüssig, wenn 3 Leute der Runde am Tropf der ÖR hängen.
Natürlich werden Sie nicht in die Hand beißen die sie füttert.

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hwmueller 01.03.2018, 06:54
9. Roger Willemsen sagte einmal in Bezug auf Gottschalk,

er müsse nicht für Jeden die Beine breit machen. Um der Flachheit Vorschub zu leisten, hat man diesen Ausnahmejournalisten rechtzeitig raus gebissen. Dass gerade diese Dauer-wir-verstehen-das-Volk-Mamsell ihren Chef wohlfeil dient, dürfte nicht überraschen. Ich meine die GEZ ist im Grunde richtig. Demokratischer wäre es, die Gelder vernünftig nach Leistung auszuzahlen. Da würde ich einiges in den privaten Sektor, wie SpiegelWelt/SZ/Faz/taz/etc. investieren. Denn diese garantieren eine gewisse Vielfalt. Anders wäre ein Abschaffen der GEZ zeitgemäß.

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